POLITIK
03/03/2015 06:55 CET | Aktualisiert 10/03/2015 08:57 CET

"Beschämend und widerlich": Edathy leugnet sein Geständnis - und löst Empörung aus

Getty
Sebastian Edathy

Der Kinderpornografie-Prozess gegen SPD-Politiker Sebastian Edathy ist vorbei, eingestellt nach zwei Verhandlungstagen gegen eine Zahlung von 5000 Euro. Weil Edathy die Vorwürfe schließlich doch noch zugegeben hat, konnte er das Landgericht Verden am Montag als freier Mann verlassen. Er gilt als nicht vorbestraft.

Aber ein Geständnis sei das trotzdem nicht, postete Edathy kurze Zeit später auf seiner Facebook-Seite:

Die Tatvorwürfe vor Gericht zugeben – aber dann nichts mehr davon wissen wollen? Ziemlich scheinheilig und arrogant.

"Beschämend und einfach nur widerlich", kommentierte jemand.

Jemand anders postete einfach noch mal einen Auszug aus dem offiziellen Geständnis, das Edathy zuvor abgelegt hatte:

"Zuvor hatte der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete in einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung zugegeben, sich mit seinem dienstlichen Laptop kinderpornografische Videos und Bilder aus dem Internet besorgt zu haben. Die Vorwürfe träfen zu, sagte Edathys Verteidiger Christian Noll vor dem Landgericht Verden. "Ich habe eingesehen, dass ich einen Fehler begangen habe. Ich habe dazu lange gebraucht", räumte Edathy in der Erklärung ein."

(zitiert aus der "Süddeutschen Zeitung")

Mit seinem Post bringt der SPD-Politiker jedenfalls keine Ruhe in die Sache. Aber wahrscheinlich will er die auch gar nicht.

jds

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