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02/03/2015 16:19 CET

Bill Gates' Visionen: Das erwartet die Welt 2030

Bill Gates sieht große Veränderungen auf uns zukommen
Screenshot Youtube
Bill Gates sieht große Veränderungen auf uns zukommen

Nur wenige Personen können unsere Zukunft so stark gestalten wie der Microsoft-Mitgründer Bill Gates. Gemeinsam mit seiner Frau führt er die größte Privat-Stiftung der Welt, die „Bill & Melinda Gates Foundation“. Mit Milliardenbeträgen unterstützt sie wegweisende Projekte in Entwicklungsländern.

In einem offenen Brief zieht das Ehepaar Gates jedes Jahr eine Bilanz der Projekte und gibt einen Ausblick in die Zukunft. Nun stellen sie eine gewagte Prognose auf: „Wir glauben, dass sich das Leben der Ärmsten in den nächsten 15 Jahren schneller verändern wird, als jemals zuvor.“ Dazu gehören steigende Einkommen, weniger Hunger, eine bessere Gesundheit.

Bis 2030 stehen uns dramatische Veränderungen bevor!

Die Internetplattform „The Verge“ hat dies zum Anlass genommen, sich einen Monat lang mit Bill Gates’ Prognosen auseinanderzusetzen und ihn mit deren Schwachstellen zu konfrontieren. Was ist dran an seinen ambitionierten Plänen?

Besonders an einer These äußert „The Verge“ Zweifel an der Uneigennützigkeit des Milliardärs: Die landwirtschaftliche Produktivität Afrikas wird sich innerhalb der nächsten 15 Jahre mehr als verdoppeln, glaubt Gates.

Durch besseres Saatgut und Dünger sollen Felder ertragreicher werden. Afrika wird auf diese Weise an den Punkt kommen, sich selbst versorgen zu können und keine Lebensmittel mehr importieren zu müssen.

Nur so wird es möglich sein, die immer weiter wachsende Bevölkerung zu ernähren und gleichzeitig den Wohlstand des Kontinents zu steigern. So sagt es jedenfalls Bill Gates voraus.

Doch welchen Preis müssen wir für eine produktivere Landwirtschaft bezahlen? Eines steht fest: Ohne Gentechnik sind diese Pläne nicht zu verwirklichen. Als der Interviewer Bill Gates mit damit konfrontiert, ist dessen erste Reaktion: Ob sie genmodifizierte Pflanzen nutzen wollen oder nicht, sei die freie Entscheidung der afrikanischen Staaten.

Im weiteren Verlauf seiner Antwort wird aber schnell klar: Eigentlich wird ihnen keine andere Wahl gelassen. „Ich denke, der Großteil Afrikas wird einsehen, dass er damit seine Produktivität steigern kann“, ist sich der Visionär sicher.

Schöne neue Welt?

Doch wer entwickelt dieses genmodifizierte Saatgut? Wer verdient daran? Es sind – wie in so vielen anderen Fällen auch – internationale Konzerne. Einer der großen Hersteller genetisch veränderter Feldfrüchte ist das Unternehmen „Monsanto“, an dem Bill Gates’ Stiftung Börsenanteile hält.

Deshalb bleibt der Interviewer hartnäckig: Kommt der Anbau genmodifizierter Pflanzen tatsächlich den Farmern vor Ort zu Gute? Der Vorwurf prallt an Bill Gates ab.

Um den Wohlstand afrikanischer Farmer zu erhöhen, müsse man ihnen zunächst die richtige Technik bereitstellen: „Es ist eine Win-Win-Situation. Indem wir sie unterstützen, helfen wir gleichzeitig die Weltbevölkerung zu ernähren.“

Bill Gates’ Prophezeiungen klingen nach schöner neuer Welt. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich jedoch die Fallstricke seiner Argumentation. Auch in den Bereichen Bildung, Bankenwesen und Gesundheit, für die er gigantische Fortschritte verspricht, stellt ihn „The Verge“ auf die Probe. Sehen Sie seine Antworten im Video:

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