POLITIK
01/03/2015 23:25 CET | Aktualisiert 01/03/2015 23:26 CET

Klitschko will Straße an der russischen Botschaft nach Nemzow benennen

Vitali Klitschko
Getty
Vitali Klitschko

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat vorgeschlagen, die Straße an der russischen Botschaft in Kiew nach Boris Nemzov umzubenennen.

Klitschko schreibt in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung: "In Kiew wird jetzt darüber diskutiert, ob wir eine Straße nach Boris benennen sollen. Ich bin dafür, dieses Zeichen zu setzen. Die Straße, an der die russische Botschaft in Kiew liegt, sollte zur "Boris Nemzov Straße" umbenannt werden. Als Geste für Boris, dass wir ihn nie vergessen werden. Und in der Hoffnung, dass sich mehr Menschen in Russland für Frieden in der Ukraine einsetzen."

"Nemzow war ein großer Freund der Ukraine"

Klitschko beschreibt Nemzov als "einen großen Freund der Ukraine". Klitschko schreibt in dem Gastbeitrag weiter: "Ich weiß nicht, wer ihn getötet hat und will darüber auch nicht spekulieren. Aber ich weiß, dass er ein entschiedener Gegner des Systems in Russland war, von dem nur die Eliten profitieren. Und ich weiß, dass Menschen wie Boris, die offen ihre Meinung vertreten, für dieses System gefährlich sind."

Klitschko schreibt weiter: "Boris und ich kennen uns seit über zehn Jahren. Er kam gerne nach Kiew, war einer der großen Freunde der Ukraine. Einmal zeigte ich ihm am Fluss Dnepr wie Kitesurfen funktioniert. Seitdem teilten wir auch sportlich eine große Leidenschaft."

"Mit seiner offenen Kritik am System in Russland und dem Krieg in der Ukraine machte er besonders Menschen wie mir Hoffnung. Weil meine Mutter gebürtige Russin ist, war ich immer sehr eng mit dem Land verbunden. Wenn ich Boris reden hörte, ging es mir besser. Er war gegen den von Russland geschürten Krieg, gegen den Hass", schreibt der Bürgermeister.

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