LIFE
02/03/2015 10:01 CET | Aktualisiert 02/03/2015 10:02 CET

Dieser Hahn überlebt 18 Monate ohne Kopf

Der Hahn, der überlebte
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Der Hahn, der überlebte

Im wahrsten Sinnes des Wortes den Kopf verlieren – das sollte jeden Normalsterblichen eigentlich das Leben kosten. Doch dieser Hahn ist nicht normal. Und vor allem nicht normalsterblich.

Mike ist etwas ganz Besonderes. Er verlor seinen Kopf, doch er lebte einfach weiter - und zwar 18 Monate.

Die Schwiegermutter des Farmers Lloyd Olsen hatte sich zum Abendessen auf der Farm angekündigt, weshalb der Farmer eines der auf der Farm lebenden Hühner schlachten wollte.

Doch es schien seinem auserkorenen Opfer nicht viel auszumachen, als er ihm mit einem Ruck den Kopf abhackte. Als er den kopflosen Körper zu Boden warf, stand er wieder auf und flatterte zu seinen Artgenossen - als wäre nichts gewesen. Der Farmer hatte keine Lust, sich mit dem kopflosen und vor allem lebenden Hahn herumzuschlagen und entschied sich, eines der anderen Hühner zu schlachten.

Zu seiner Überraschung lebte der sture Hahn am nächsten Tag immer noch.

Da beschloss Olsen, seinem Wundergockel den Namen „Mike“ zu geben und zu beobachten, ob das Tier mit ausreichend Nahrung auch weiterhin überleben könnte.

Er tröpfelte ihm mit einer Pipette Wasser in die Speiseröhre, gab kleine Maiskörner und Steine hinzu, damit Mikes Magen sie zermahlen konnte.

Mikes Zustand verbesserte sich merklich, bald war er topfit. Er versuchte sogar zu krähen – auch wenn er nur ein jämmerliches Gurgeln zustande brachte. Er glaubte, ein ganz normaler Hahn zu sein.

Doch das war er nicht. Denn ihm fehlte etwas ganz Entscheidendes.

Nach einer Woche lebte der Hahn noch immer und Olsen entschied sich, das Wundertier in der Universität von Utah in Salt Lake City untersuchen zu lassen.

Die Mediziner stellten fest, dass der Hahn tatsächlich gesund war. Olsen hatte den Schnitt extrem weit oben angesetzt, weshalb dem Tier ein großer Teil des Stammhirns und ein Ohr geblieben waren. Ein Blutgerinnsel verhinderte außerdem, dass Mike direkt nach der Schlachtung verblutete.

Er ist der Hahn, der überlebt hat und wird deshalb schon bald zu einer kleinen Berühmtheit.

Das sich die Geschichte um den kopflosen Hahn wie ein Lauffeuer verbreitete, machte sich die Familie Olsen zunutze: Sie stellten ihren Wunderhahn in Salt Lake City aus und tourten mit ihm quer durch die USA.

Zu seinen besten Zeiten verdienten sie mit dem Tier umgerechnet 10.000 Euro im Monat.

Die Farmer mussten sich für ihre Geldschneiderei viel Kritik anhören, einige weitere Farmenbestizer beschimpften die Olsens als Tierquäler weil sie den geköpften Hahn am Leben hielten.

Die öffentliche Zurschaustellung führte leider auch dazu, dass viele Farmer versuchten, ihre Hähne auf die gleiche Weise zu köpfen, und damit ein regelrechtes Massenschlachten stattfand.

Zwar segnete auch den Wunderhahn irgendwann das Zeitliche. Doch mit einer Eintragung im Guinness Buch der Rekorde und seinem lebensgroßes Denkmal auf der Farm der Olsens bleibt der Hahn wohl für immer unvergessen.

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