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19/02/2015 11:22 CET | Aktualisiert 19/02/2015 11:44 CET

Humans of Munich: Fotograf zeigt Münchner Gesichter

David Friedmann
Humans of Munich: Fotograf zeigt Münchner Gesichter

Brandon Stanton zog ohne Arbeit nach New York. Er beschloss, Leute auf der Straße anzusprechen, um ein Foto von ihnen zu machen und sich ihre Story erzählen zu lassen. Die teilte er dann mit seinem Foto über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram. So nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf.

Mit über 12 Millionen Facebook-Fans zählt sein Street-Photography-Projekt Humans of New York zu den erfolgreichsten weltweit. Mittlerweile hat er es sogar in die Show von Ellen DeGeneres geschafft.

Das große Vorbild aus New York

Per Zufall stolperte der deutsche Fotograf David Friedmann über das Projekt Humans of New York und war von Anfang an von der Idee hinter dem Projekt begeistert.

Vom US-Vorbild inspiriert, gründete er zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Sophia von Feilitzsch das Projekt Humans of Munich und arbeitet dabei mit Brandon Stantons Methode: Eine besondere Frage stellen und die Person auf dem Foto festhalten.

"Entschuldigung, darf ich Sie fotografieren?"

Mittlerweile hat Humans of Munich schon über 17.000 Facebook-Fans und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Trotzdem möchte nicht jeder seine Story erzählen und sich fotografieren lassen. David Friedmann sagt dazu:

"Manche Menschen sind uns gegenüber sehr offen und erzählen gleich drauf los. Andere sind sehr verhalten und müssen zum Mitmachen überredet werden. Viele Leute springen aber wieder ab, wenn sie hören, dass die Bilder auf Facebook veröffentlicht werden."

Friedmann und seine Kollegin lieben jede Story, die ihnen die Passanten auf der Straße erzählen. Aber dieser junge Mann hat es den beiden besonders angetan:

München widerlegt alle Vorurteile

Generell hat die bayrische Landeshauptstadt eher den Ruf eine kalte, biedere und verschlossene Stadt zu sein. Doch Humans of Munich zeigt München in einem ganz anderen Licht. Sophia von Feilitzsch sagt dazu:

München ist eine sehr vielseitige Stadt. Klar, sie ist vielleicht anfangs sehr kalt und verschlossen, aber sobald man seine Wege gefunden hat, sieht alles gleich ganz anders aus. Jeder ist hier willkommen. Zum Beispiel wird man - soweit ich es gehört habe – in Berlin oft nur akzeptiert, wenn man versucht aus der Masse herauszustechen und individuell zu sein. Aber macht genau das einen nicht wieder zu einer auswechselbaren Masse?

Und genau das beweist diese junge Frau:

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