WIRTSCHAFT
05/02/2015 08:11 CET | Aktualisiert 22/03/2015 09:29 CET

Porno-Darstellerinnen packen aus: So ist das Leben in der Erotik-Industrie wirklich

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Wie das Pornogeschäft wirklich abläuft

Die Porno-Industrie ist kein einfaches Pflaster. Pornos spiegeln die intimsten Sexfantasien wider - egal welche Vorliebe der Zuschauer hat: Es gibt immer einen Film, der sie bedient. Mögen Sie noch so extrem sein.

Aber wie funktioniert die Industrie hinter dem Geschäft mit der Lust? In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Die Konkurrenz durch freie Videoportale, Webcams und Amateurfilme ist groß. Die Produzenten müssen sich immer neue Dinge einfallen lassen, um die Kunden bei Laune zu halten.

Drei britische Pornostars wollen über die Mythen aufklären

Jetzt haben drei Pornostars aus Großbritannien ausgepackt. Über ihr Leben vor und hinter der Kamera. In einem Buzzfeed Interview wollen sie ehrlich über ihre Arbeit sprechen.

Lexi Lowe, Tanya Tate und Kaz B sind schon seit einigen Jahren im Geschäft. Das Leben als Porno-Darstellerin habe ihnen die ganze Welt eröffnet. Reisen zu Drehorten in Budapest, Amerika oder Indien, all das gehöre zu ihrem Job dazu.

Trotzdem war er für keine der drei Frauen die erste Wahl.

Polizistin, Model und Bürokraft

Lexi Lowe arbeitete für die Polizei und wollte Kommissarin werden. Mit der Finanzkrise verlor sie ihren Job und landete schließlich als Tänzerin in einer Bar und von da aus vor der Kamera.

Kaz B ist durch die Model-Szene ins Pornogeschäft gerutscht und Tanya Tate hat nach mehr Aufregung in ihrem Leben gesucht und entschieden, dass ein Job in der Sexfilm-Industrie genau das Richtige für sie ist.

Alle drei wollen nicht ihr Leben lang Pornos drehen, aber ein bisschen wollen sie schon noch weitermachen. Was die Damen erzählen klingt eigentlich harmlos. Nach einem normalen Job, den sie professionell angehen.

Aber die Industrie hat auch Schattenseiten. Darüber sprechen aktive Porno-Darstellerinnen fast nie. Nur die Aussteiger erzählen auch von den Dingen, die schief gehen.

Video: Dessous-Clip von Agent Provocateur:

Ist das noch Werbung oder ist es schon Porno?

"Sie nahmen mich so hart, dass ich tagelang nicht laufen konnte"

"Es waren sieben Jahre Folter", schreibt die Ex-Darstellerin Jenna Presley auf dem Portal der Aktivistin Shelley Lubben. "Mir ging es furchtbar, ich war einsam. Ich wandte mich den Drogen und dem Alkohol zu und versuchte, mich umzubringen. Ich wusste, ich wollte raus, aber ich wusste nicht wie.

Auch die Aussteigerin Erin Moore erinnert sich mit Entsetzen an ihre Erlebnisse: "Während meiner Porno-Karriere wurde ich erniedrigt und wie Dreck behandelt - so etwas hätte ich mir nie im Leben ausmalen können. Ich war keine Frau in den Augen der Regisseure. Ich war ein Nichts. Männer würgten und schlugen mich, sie nahmen mich so hart, dass ich tagelang nicht laufen konnte. Und sie taten das auch, wenn ich sie bat, damit aufzuhören."

Welchen Szenen sind den Pornostars zu extrem?

Auch die drei britischen Porno-Darstellerinnen lassen zumindest erahnen, dass nicht alles nur gut ist in ihrem Job. Lowe erzählt, dass einer ihrer Filmpartner in Budapest keine Kopie seines Gesundheitszeugnisses hatte und die Crew sie trotzdem zum Dreh überreden wollte. Lowe lehnte ab.

Kaz B sollte eine Szene mit einer Frau drehen, die mit der Geschlechtskrankheit Gonorrhö infiziert war. Auch sie lehnte ab. Außerdem erinnert sie sich an einen französischen Regisseur, der sie dazu zwang, bei einer Szene anwesend zu sein, der sie ausdrücklich nicht hatte beiwohnen wollen. Aber der Regisseur fand Erregung in der Erniedrigung der Darstellerin.

Und das ist leider kein Einzelfall, sondern Teil des Business. Die Aussicht auf Geld und Ruhm lockt die jungen Frauen in das Porno-Business. Doch Stars werden nur wenige von ihnen.

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