POLITIK
02/02/2015 10:00 CET | Aktualisiert 03/02/2015 05:16 CET

Pegida-Ableger rechts der CDU: Oertel will ihre eigene Bewegung gründen

Pegida-Abtrünnige gründen neue konservative Bewegung
Getty Images
Pegida-Abtrünnige gründen neue konservative Bewegung

Nach den Querelen in der Führungsebene der Pegida-Bewegung verkündet die ehemalige Sprecherin Kathrin Oertel nun, dass sie und andere Zurückgetretene eine neue konservative Bewegung namens "Direkte Demokratie für Europa" gründen wollen.

"Wir werden ein bürgernaher, konservativer Verein sein und uns rechts von der CDU positionieren", sagte Oertel auf der Pressekonferenz in Dresden.

Pegida 2.0

Erst vergangene Woche hatten Oertel und fünf weitere Mitglieder des Orga-Teams ihren Rücktritt bei Pegida bekannt gegeben. Unstimmigkeiten über den Umgang mit Legida und Meinungsverschiedenheiten über den ehemaligen Vorsitzenden der Bewegung, Lutz Bachmann, hätten zur Zersplitterung der Führungsriege beigetragen.

Bei einer Sitzung sei es um den Umgang mit Lutz Bachmann gegangen, der aufgrund eines vermeintlich "unschuldigen" Hitler-Fotos in die Schlagzeilen geraten war.

Neben dem Foto waren außerdem Facebook-Kommentare aufgetaucht, in denen der Pegida-Initiator Asylbewerber als „Dreckspack“, „Viehzeug“ und „Gelumpe“ beschimpft hatte. Daraufhin sah sich Bachmann zum Rücktritt genötigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung gegen Bachmann.

In einer Abstimmung ging es vor allem darum, dass Bachmann im Team verbleiben wolle. Oertel und Co. hatten die Abstimmung darüber verloren und sich sofort zurückgezogen.

Keine Gegenveranstaltung zu Pegida

Oertel, die ihre Erklärung auch im Namen der fünf anderen Zurückgetretenen gab, betonte, dass man keine Gegenbewegung zu Pegida sein wolle. Die erste Demonstration der neuen Bewegung soll deshalb auch kommenden Sonntag in Dresden stattfinden und nicht, wie zunächst angekündigt, kommenden Montag.

Oertel weist Gerüchte um AfD-Ablehnung zurück

Bernd Lucke, Vorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) sagte in einem Bild-Interview vergangenen Sonntag, man habe den Aufnahmeantrag Oertels bei der AfD abgelehnt. Sie habe keinen Mitgliedsantrag bei der Partei gestellt. Dies sei eine "falsche Behauptung", sagte Oertel.

Video: Unterhaltsam und aufschlussreich: Diese Grafiken lassen Pegida ziemlich blöd aussehen

Video: Staraufgebot in Dresden: Grönemeyer und Liefers gegen Pegida

Video: AfD-Kandidat: „Früher als gehofft“ - Jörn Kruse sorgt mit Paris-Aussage für Riesen-Wirbel