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07/01/2015 13:30 CET | Aktualisiert 07/01/2015 14:37 CET

Gedächtnis und Erinnerung: Was schmutzige Gedanken mit Ihrem Gehirn machen

Thinkstock

Es gibt erstaunlich viele verschiedene Techniken, um das Gedächtnis zu verbessern. Von dem klassischen “Gedächtnis-Palast” über die Baker-Baker-Methode bis hin zu Franklin Roosevelt’s bevorzugten Technik, sich die Namen der Menschen als Stempel auf ihrer Stirn vorzustellen. Alleine der Versuch, sich all diese Gedächtnis-Tricks zu merken, kann ziemlich entmutigend sein.

Ed Cooke, Großmeister der Erinnerung und Autor des Buches “Remember, Remember: Learn the Stuff You Thought You Never Could” hat jedoch glücklicherweise eine einfachere und vielleicht sogar angenehmere Methode gefunden, sich an wichtige Informationen zu erinnern. Cookes Vorschlag? Denken Sie an etwas, nunja, Schmutziges.

Wir alle wissen, wie schwer es sein kann, sich an wichtige Dinge zu erinnern. In einem Interview mit der “Daily Mail” erklärte Cooke, dass es leichter sei, sich Informationen zu merken, wenn sie mit einem einzigartigen und einprägsamen Gedanken -- wie zum Beipiel einer Sex-Fantasie -- verbunden werden.

Schmutzige Gedanken sind emotional

Obwohl sie nicht unbedingt schmutzig sein müssen, sind sexuelle Gedanken besonders einprägsam und emotional geladen. Alles Unerwartete (wie grobe oder brutale Gedanken) eignet sich für den Trick, wie Cooke erklärt.

Als Daumenregel kann man sagen, dass alles, was auf der Straße unsere Aufmerksamkeit erregen würde, uns dabei helfen kann, uns an Dinge zu erinnern. “Nacktheit, Tabus, extrem attraktive Menschen, Sachen, die uns interessieren: Diese Dinge erregen unsere Aufmerksamkeit in der Welt und Erinnerungen, die mit ihnen in Verbindung stehen, werden ebenfalls herausstechen”, sagte Cooke der “Daily Mail”.

Emotionale Erregungen beeinflussen unsere Erinnerung

“Gedanken oder Bilder, die Emotionen hervorrufen, können sehr effektiv sein”, erklärt Cooke. Aber im Ernst: Psychologen, die auf dem Gebiet des Gedächtnisses forschen, konnten belegen, dass sogenannte “Blitzlichterinnerungen” - detaillierte Erinnerungen von traumatischen Erlebnissen, die Jahrzehnte alt sein können, wie die 9/11-Anschläge oder das Attentat auf JFK - uns vermutlich deshalb so gut im Gedächtnis sind, weil sie einen emotionalen Charakter haben.

“Schon eine winzige emotionale Erregung beeinflusst, ob wir uns ein paar Minuten später noch an etwas erinnern”, sagte Dr. James McGaugh, Direktor des Zentrums für die Neurobiologie des Lernens und der Erinnerung an der University of California–Irvine der American Psychological Association.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde aus dem Englischen übersetzt.

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