WIRTSCHAFT
25/12/2014 06:09 CET | Aktualisiert 22/03/2015 09:19 CET

Rundfunkgebühr: Das sagen Nutzer zum geplanten Ende der GEZ

thinkstock

Die geplante Abschaffung des Rundfunkbeitrags schlägt hohe Wellen.

Nach einem Bericht der “Bild” plädieren Berater von Bundesfinanzminister für ein Ende der umstrittenen Gebühr, die Bürger in Deutschland jährlich an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten entrichten müssen.

GEZ-Debatte bei Facebook

Nachdem die Huffington Post am Heiligabend über dieses Thema berichtet hatte, ist bei Facebook eine kontroverse Debatte entstanden.

Einige Nutzer befürchten etwa, dass durch die Abschaffung die Existenz von ARD und ZDF gefährdet würde und damit Qualität aus dem Fernsehen verschwinden würde.

Facebook-Nutzer Rene Warnecke etwa schreibt dazu:

Wenn sich das durchsetzt, ist dies ein Schritt in Richtung weg vom Qualitätsfernsehen, worum man uns in anderen Ländern beneidet. RTL und Co. sind auch nur so gut, weil sie sich mit ARD und ZDF messen müssen. Woanders brauchen Privatkanäle diesen Ansprüchen nicht genügen. Da muss alternativlos das konsumiert werden, was Privat- oder Staatsfernsehen hergeben - hallo Massenverdummung, ade Presse- und Meinungsfreiheit! Soll sich mal einer die Frage stellen, in welchen Ländern Formate wie eine heute-Show oder Politmagazine wie Monitor, Fakt und dergleichen produziert werden, die den Politikern auf die Finger schauen.

Ohne die öffentlich-rechtlichen Sender wären wir ein (kritik-) armes Land.


Michael Juncker vertritt einen ähnlichen Standpunkt.

Ich hoffe, dass irgendjemand begreift, dass dies ein sehr gefährlicher Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit ist. Das Resultat von Bezahlfernsehen sehen wir ja an der Qualität (?) der Privaten.

Die Abschaffung der Rundfunkgebühren bedeutet: 1. Vollkommen von der Politik abhängiges Fernsehen öffntlich-rechtlcihes Fernsehen. 2. Noch schlimmere Verblödungssendungen, da alles kommerzialisiert wird. 3. Die von den Konservativen immer geforderte weitere Privatisierung des Fernsehens mit Tendenz RTL und schlimmer. 4. Einschränkung der kritischen Berichterstattung. 5. Zumindest Reduzierung von Kultursendngen, da teuer und ohne Einschaltquoten. Diese Pläne sind schlichtweg eine Katastrophe.


Und Heinz Kasper ergänzt

Wir brauchen in der heutigen sog. Medienwelt auch einige nicht werbefinanzierte Programme. Wenn ich an den Müll denke der in den Werbepausen der Privatsender läuft ("Shopping Queen" bis "Bauer sucht Frau" ) bin ich froh , dass es noch ARD und ZDF gibt.


Andere Nutzer bei Facebook vertreten derweil eine völlig gegensätzliche Ansicht. Peter Riecke etwa schreibt:

Wenn Haushalte kein Geld mehr für ein Zeitungsabonnement haben, aber einen Rundfunkbeitrag (oder mehrere - lesen sie den Vertrag!) abdrücken müssen, dann ist DAS DER ANGRIFF AUF DIE PRESSE- UND MEINUNGSFREIHEIT! Der öffentliche-rechtliche Rundfunk gibt das meiste Geld für die eigene Verwaltung, exorbitante Altersversorgung und mehr oder weniger dümmliche Unterhaltung aus. DAS IST DER ANGRIFF! Denn dadurch werden den Menschen Ressourcen entzogen, die sie gut für Bildung und alternative Informationquellen nutzen könnten. Wenn es um Pressefreiheit ginge, warum erhält dann die Presse nicht wenigstens die Hälfte des Rundfunkbeitrages? Was sie mit Bezahlfernsehen meinen, ist in Wirklichkeit werbefinanziertes Fernsehen. Außerdem muss man überhaupt nicht fernsehen. Das ist eine Freizeitbeschäftigung, die Menschen dümmer und träger macht. Und das mit zwangsweise eingetriebenen Geld von Dritten fördern? - einfach nur krank!


Nutzer Moff Potter bemerkt:

GEZ gehört abgeschafft sinnloser geht´s nicht , stattdessen sollte man den öffentlichen verkehr wie Bus und Bahn verstaatlichen , jeder Haushalt zahlt monatlich 30 euro an den Staat und darf egal wohin - mit Bus und Bahn innerhalb von Deutschland umsonst reisen .

Ich finde das nämlich ganz schön ärgerlich wenn ich irgendwo eine Fahrkarte gekauft habe und kein Kontrolleur kommt um zu kontrollieren ;

Bei einnahmen von mehr als 15 Milliarden jährlich dürfte mann dann auch ein paar Busse oder Züge mehr einsetzten vorteil die Staus auf den Autobahnen und Innenstädte würden weniger und die Strassen bleiben länger in guten zustand


Harald Schwyrz kritisiert das Programm von ARD und ZDF:

Vielleicht endet dann auch der veröffentlichte Mainstream, den manche Mitarbeiter der beiden Sender für Journalismus halten.....traut sich doch eh kaum noch einer von denen, mal "Klartext" zu reden, denn man sitzt da ja gut geschützt in beamtenähnlicher Position im Sender und macht (siehe die Moderatoren vom "heute Journal") zwischendurch auch mal schöne Reisen (verbunden mit Reportagen, die keine Mensch wirklich braucht.


Jason Shamrock hat nach eigener Aussage schon lange mit ARD und ZDF abgeschlossen. Zu dem Rundfunkbeitrag merkt er an:

Ich schaue seit jahren weder ARD noch ZDF und trotzdem soll ich dafür bezahlen. Muss ja im Laden auch nur bezahlen was ich im Einkaufswagen habe und nicht auch noch den Rest, den ich nicht Esse. Bin mir aber sicher, das sie einen anderen Weg finden werden uns das Geld aus den Taschen ziehen zu können. Im Prinzip das selbe wie mit dem Solidaritätszuschlag. Er lief länger als er sollte und jetzt wird er abgeschafft und an anderer Stelle mit anderen Namen wieder eingeführt. Das selbe darf man auch bei den GEZ Gebühren erwarten.


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