LIFE
20/11/2014 07:18 CET | Aktualisiert 25/08/2016 08:31 CEST

Mit dieser einfachen Methode lässt sich der IQ um zehn Prozent steigern

der IQ ist trainierbar
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der IQ ist trainierbar

Viele bemerkenswerte Erfindungen der Menschheit sind dem Zufall zu verdanken: Penicillin, Gummi, die Mikrowelle und sogar Viagra. Wissenschaftlern der Universität Sussex ist es jetzt ähnlich ergangen:

Sie untersuchten eigentlich, ob Menschen die Verbindung mehrerer Sinneseindrücke erlernen können – und entdeckten dabei eine erstaunliche Methode, den IQ zu trainieren.

Ursprünglich ging es den Forschern um die seltene Begabung, Buchstaben oder Töne gleichzeitig auch mit anderen Sinnen wahrnehmen zu können. Dieses Phänomen heißt Syästhesie und bedeutet, Sprache „schmecken“ und Töne „sehen“ zu können. Viele verknüpfen beispielsweise den Buchstaben A mit der Farbe Rot oder sehen Bluesmusik in rot-gelben Farbschattierungen.

Der IQ der Teilnehmer wurde deutlich gesteigert

Um herauszufinden, ob der Durchschnittsmensch solche Empfindungen erlernen kann, ließen die Forscher im Zuge einer Studie 14 Teilnehmer über neun Wochen hinweg eine zufällige Verknüpfung von Buchstaben und Farben erlernen.

Nach diesem Training konnten sich die Probanden nicht nur an die erlernten Verbindungen erinnern, sondern begannen tatsächlich, sie sinnlich wahrzunehmen.

Als wäre dieses Ergebnis nicht schon erstaunlich genug, bemerkten die Forscher jedoch bei einem anschließenden IQ-Test, dass sich die Werte der Teilnehmer um durchschnittlich 12 Punkte verbessert hatten.

Damit ist es ihnen gelungen, einen weiteren Beweis für die Trainierbarkeit des Gehirns zu liefern. Daniel Bohr leitete die Studie und sieht sich in seiner Idee bestätigt, dass es möglich sei, eine radikal neue Weltwahrnehmung allein durch intensives Training zu erlangen.

IQ-Wert kann im Urlaub deutlich sinken

Die Ergebnisse könnten seiner Ansicht nach auch zu neuen Trainingsmethoden für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Demenzkranke weiterentwickelt werden.

Dass die Fähigkeiten der Probanden drei Monate nach dem Training wieder auf Normalniveau gesunken sind, ist deshalb kein Grund zur Beunruhigung. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass der menschliche IQ keine statische, sondern eine bewegliche Größe ist.

Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass der IQ-Wert während eines Entspannungsurlaubs um bis zu 20 Punkte sinken kann, während intensives sportliches Training Urlauber sogar geistig fitter nach Hause zurückkehren lässt.

Nach einem Urlaub braucht das Gehirn in etwa noch einmal dieselbe Zeitspanne, um den IQ wieder auf seinen Normalwert zu bringen. Der Tausch von Tages- zur Klatschzeitung und ein paar Tage Wellness während des Urlaubs bringen unsere Intelligenz also nicht grundsätzlich in Gefahr.

Allerdings können die Ergebnisse von Bohr und seinen Kollegen durchaus als Ansporn verstanden werden, die Gehirnleistung etwas zu trainieren. Am besten mit unkonventionellen Methoden!

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