LIFESTYLE
27/10/2014 09:16 CET | Aktualisiert 24/04/2016 03:31 CEST

Altmodische Namen, die ein Comeback verdienen

Thinkstock
Altdeutsche Namen, die auch heute noch schön sind

Altdeutsche und biblische Namen erleben schon seit Längerem wieder eine Renaissance. Ehemals als "altbacken" empfundene Namen wie Emma oder Noah führen nicht umsonst seit einigen Jahren die Listen der beliebtesten Namen in Deutschland an.

Es gibt jedoch noch eine Vielzahl unentdeckter Namen aus dem Mittelalter, die in uns Bilder von feuerspeienden Drachen, edlen Burgfräulein oder anmutigen Rittern hervorrufen.

Wenn nun also die Generation Y mit ihren Idealen und Träumen anfängt, Kinder zu kriegen, bedarf es solcher epischer Namen, deren Klang Tradition, Tugend und ein wenig Abenteuer versprüht.

1. Kilian

Ursprünglich war Kilian besonders in Franken sehr beliebt. Zurückzuführen ist das auf den Schutzpatron der Franken, den heiligen Kilian, der im 7. Jahrhundert als Missionar nach Würzburg kam. Höchste Zeit, dass auch der Rest Deutschlands diesen schönen Namen für sich entdeckt.

2. Adam

adam und eva

Möchte man an die Schöpfungsgeschichte glauben, ist Adam der wohl älteste Name der Welt - und immer noch einer der schönsten.

3. Hieronymus

Übersetzt soll Hieronymus "der mit dem heiligen Namen" bedeuten. Jetzt müssen Sie nur hoffen, dass Ihr schöner, heldenhafter Name nicht von Klassenkameraden zu der weniger ruhmreich klingenden Rufform "Ronny" entstellt wird.

4. Franz

bayer

Bei Franz hingegen muss man sich keine Gedanken über peinliche Abkürzungen machen. Früher zählte Franz zu den populärsten Namen in Bayern und Österreich. In letzter Zeit ist er aber wieder etwas in Vergessenheit geraten. Zeit für eine Wiederbelebung!

5. Alawis

Zusammengesetzt bedeutet Alawis so viel wie "der Allwissende". Wir hoffen, dass sich der Namensträger nicht als unangenehmer Besserwisser entpuppt.

6. Erasmus

"Erasmus" verbindet die jüngere Generation vermutlich eher mit sechs Monaten BAföG-gefördertem Urlaub in einem Studentenwohnheim eines anderen Landes. Tatsächlich bedeutet Erasmus eigentlich "Der Liebenswürdige". Beides ist schön.

7. Milan

shakira

Auch Shakira hat den alten slawischen Namen für sich entdeckt. Sie nannte ihren ersten gemeinsamen Sohn mit Gerard Piqué Milan.

8. Ivo

Ivo ist ein Export aus dem Mittelalter und stammte ursprünglich aus der Bretagne, wird aber auch im Slawischen als eine Form von Ivan gebraucht.

9. Lian

Fehlt da was? Normalerweise kennt man -lian bloß als Endsilbe eines Namens wie beispielsweise bei Maximilian. Wir finden: Auch getrennt macht Lian (und auch Maxim) durchaus was her!

10. Sinas

Die weibliche Variante "Sina" ist vermutlich weitaus populärer als ihr männliches Äquivalent. Aber noch lange nicht hübscher!

11. Odilia

schwanensee

Wir hören Odilia und sehen elfenhafte Tüllröcke, verzauberte Schwäne und Märchenprinzen. Welchem Mädchen auf dieser Welt würde das nicht gefallen?

12. Agatha

Was ein Buchstabe doch für einen Unterschied machen kann. Während Agathe noch etwas freudlos klingt, hört sich Agatha viel moderner an.

13. Greta

greta garbo

Weil Namen von legendären Filmdiven niemals out sein können.

14. Martha

Im 19. Jahrhundert war Martha noch der beliebteste weibliche Vorname in Deutschland. Seither hat er es nie wieder in die Top 30 geschafft.

15. Minna

Auch Minna war bis 1920 auch noch ein sehr häufiger Name. Seither ist er quasi ausgestorben. Völlig zu Unrecht, wie wir finden.

16. Hilde

omas

Die Zeiten, als Hilde und ihre hundertfachen Abwandlungen für Großmütter reserviert waren, sollten nun endlich vorbei sein.

17. Avila

Früher oft zu Ehren der heiligen Theresa von Avila vergeben. Trotz des altdeutschen Gebrauchs, versprüht er eine gewisse Exotik.

18. Dea

Lea rangiert im Moment in den Listen der beliebtesten Namen für Mädchen. Warum nicht ein wenig Abwechslung?

19. Madita

Erinnern Sie sich noch an Astrid Lindgrens Roman "Madita"? Der Originaltitel des Buches lautete "Madicken", was als "Madita" ins Deutsche übersetzt wurde. Wir finden, diesen Namen könnte man ruhig öfter hören.

20. Roswitha

Die Abkürzung "Rosie" kann doch heute wirklich niemand mehr peinlich finden, oder?