LIFE
26/10/2014 06:58 CET | Aktualisiert 26/10/2014 07:04 CET

So fühlt sich eine Panikattacke körperlich an

Für Millionen von Menschen, die unter Angst- oder Panikstörungen leiden, gehören Panikattacken zu den am weitesten verbreiteten und häufigsten Symptomen. Und obwohl sich die Erfahrung eines Panikanfalls für jeden individuell anders anfühlt, gibt es eine allgemeingültige Wahrheit, die für alle zutrifft, die darunter leiden: Sie sind absolut furchteinflößend.

„Es ist äußerst belastend unter einer dieser Störungen zu leiden“, sagte Todd Farchione, ein klinischer Psychologe am Center for Anxiety and Related Disorders an der Boston University der Huffington Post Healthy Living. „Zum Teil einfach deshalb, weil die Betroffenen erkennen, dass das, was sie erleben, völlig irrational ist. Zum Teil weil sie gelernt haben, auf eine bestimmte Art und Weise mit diesen Situationen umzugehen und es also eine ganz natürliche Reaktion ist. Das kann beängstigend sein.“

Der vielleicht schlimmste Aspekt von Panikattacken ist ihre Unberechenbarkeit. Sie können jederzeit kommen – sogar im Schlaf. Wenn sie ihren Höhepunkt erreicht, dauert die furchteinflößende Erfahrung etwa zehn Minuten, aber die erschöpfenden körperlichen Nachwirkungen können weit darüber hinaus anhalten.

In unserem Bestreben zu verstehen, wie es sich wirklich anfühlt, wenn man unter diesem Zustand leidet, haben wir unsere Twitter- und Facebook-Communities dazu aufgerufen, uns mitzuteilen, wie sich eine Panikattacke unter dem körperlichen Aspekt betrachtet anfühlt. Wir haben einige dieser Beschreibungen ausgewählt und sie mit Zeichnungen veranschaulicht.

„Meine fühlen sich so an, als könnte ich nicht mehr aufstehen, nicht mehr sprechen. Ich fühle nur noch Schmerz überall, so als ob mich etwas in einen winzigen Ball pressen würde. Wenn es richtig schlimm ist, fange ich an zu hyperventillieren und muss mich übergeben.“

„Wenn sie am schlimmsten sind, fällt man auf den Boden und kann gar nichts mehr machen. Es fühlt sich an wie ein Terroranschlag oder als ob man von Dinosauriern verfolgt wird – nur, dass man nicht weglaufen kann, es geht einfach nicht.“

„Mein Körper fängt an zu kribbeln und mir wird schwindlig. Es fühlt sich an, als würde Eis durch meine Adern fließen. Ich möchte vor meinem Körper weglaufen, aber natürlich kann ich das nicht. Flacher Atem. Herzrasen. Totale Panik.“

„Es fühlt sich an, als würden alle Wände auf mich zukommen; als könnte ich nicht mehr richtig sehen und es flimmert vor meinen Augen. Tunnelblick trifft es ziemlich perfekt.“

„Wie kurz vor dem Abflug nur dass die Maschine, die mich in die Höhe heben soll, meine Angst ist und ich kann ihr nicht sagen, dass sie weggehen soll. [Es fühlt sich an] als würde man Achterbahn fahren, wie im Adrenalinrausch, nur dass man sitzt.“

„Es fühlt sich an, als wäre man gefangen und würde ersticken, so als ob das Gebäude in Brand wäre, aber ohne Möglichkeit zu fliehen. Es fühlt sich dringlich und beängstigend an.“

„Es fühlt sich so an, als ob mich jemand erwürgen würde. Meine Arme fangen an zu kribbeln, weil mein Atem immer flacher wird und ich nicht genug Luft bekomme, was mich natürlich noch panischer macht.“

„Es fühlt sich an, als müsste ich unbedingt wegzulaufen, nach draußen stürmen und rennen, weil ich sonst sterben muss.“

„Sie fühlen sich an, als würde alles um dich herum dich anstarren, dich begrabschen, dir die Luft absaugen und dir den Boden unter den Füßen wegziehen.“

„Das erste Mal dachte ich, dass ich einen Anfall kriege. Nach dem Kribbeln und Stechen wurde mein Gesicht ganz taub.“

Dieser Artikel ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.

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