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30/09/2014 08:10 CEST | Aktualisiert 20/04/2016 15:20 CEST

Großartige Reaktion: Warum dieses Paar 100 Dollar Trinkgeld für schrecklichen Service gab

Sie mussten warten. Lange. Sehr lange. 20 Minuten auf das Wasser, 40 Minuten auf die Vorspeise und eine Stunde auf das Hauptgericht. Makenzie und Steven Schultz hatten sich den Abend in einem Sushi-Restaurant in Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa sicher anders vorgestellt.

Und trotzdem gab das Paar dem Kellner statt der verlangten 66 Dollar 166 Dollar. 100 Dollar Trinkgeld also. Warum bloß?

Die Leute im Restaurant beschwerten sich schon über den miesen Service. Doch Makenzie Schultz hinterfragte offenbar die Situation: „Es war offensichtlich, dass das Problem an einer Unterbesetzung lag und nicht am Kellner. Wir haben mal gezählt. Der Mann musste zwölf Tische und die Bar bedienen. Das ist mehr als eine Person managen kann“, schrieb Makenzie Schultz bei Facebook. Ihr Facebook-Post hat mittlerweile fast 1,5 Millionen „Gefällt mir“.

Makenzie konnte den Stress des Kellners gut nachvollziehen. „Wow, das waren mal wir“, sagte sie zu ihrem Mann Steven, schreibt sie bei Facebook. „Ich vermisse das nicht, und ich habe diesen Job (Makenzie arbeitete selbst in einem Restaurant, Anm. d. Red.) nie geliebt. Ich habe es fürs Trinkgeld gemacht.“ Weil der Kellner aufgrund der langsamen Bedienungen wohl im Laufe dieses Abends kein Trinkgeld bekommen würde, wollten Makenzie und Steven Schultz etwas großzügiger sein.

Im Facebook-Post schreibt sie:

„Wir sind aus dem Restaurant herausgegangen, bevor er das (Trinkgeld, Anm. d. Red.) sah, und ich poste das nicht, damit man mir auf die Schulter klopft. Ich teile das nur als freundliche Erinnerung, dass wir über die gesamte Situation nachdenken sollten, bevor wir urteilen. Und erinnert euch immer immer immer daran, woher ihr kommt.“

Makenzie Schultz berichtet im Gespräch mit dem US-Portal „Buzzfeed“, dass sie und Steven sich vor acht Jahren kennenlernten, als sie beide in einem Restaurant arbeiteten. Makenzie arbeitet nicht mehr in der Branche, sagte sie "Buzzfeed". Steven hingegen besitze mittlerweile selbst sein eigenes Restaurant. Bestimmt ist er ein guter Chef.

Das Sushi-Restaurant bestätigte, dass der gestresste Mitarbeiter das großzügige Trinkgeld erhalten habe.