VIDEO
22/08/2014 03:01 CEST | Aktualisiert 02/12/2014 11:16 CET

IS-Terror: Ermordung James Foley - diese Frau sollte freigepresst werden

Gegen diese Frau wollte IS den gefangenen Journalisten James Foley tauschen
Getty
Gegen diese Frau wollte IS den gefangenen Journalisten James Foley tauschen

Es war als geheimer Pakt geplant zwischen der Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) und der US-Regierung. Doch Präsident Barack Obama lehnte es ab, Deals mit Mördern und Verbrechern zu machen.

Die Terrorkämpfer waren offenbar bereit, den entführten Journalisten James Foley gegen Auflagen freizulassen.

Im Gegenzug, so berichten die Zeitungen "New York Times" und ""Daily Mail", wollten die radikalen Islamisten eine Frau namens Aafia Siddiqui freipressen.

Laut den Berichten forderte IS die Freilassung von Siddiqui und anderer Gefangener - im Tausch gegen Foley.

Die pakistanische Wissenschaftlerin wurde 2009 wegen eines Angriffs auf US-Soldaten in Afghanistan zu 86 Jahren Haft verurteilt. Seitdem sitzt sie in Amerika im Gefängnis.

Die USA lehnten ab. Eine Entscheidung, die James Foley das Leben kostete.

Die Neurologin Aafia Siddiqui studierte am renommierten MIT in Cambridge bei Boston, später wurde ihr Name von US-Behörden auf eine Liste von Verdächtigen gesetzt, die mit Al-Kaida-Terroristen in Verbindung stehen könnten.

Siddiqui wurde im Juli 2008 im afghanischen Ghasni festgenommen. Beim Verhör auf einer Polizeiwache hatte sie eine am Boden liegende Waffe an sich genommen und auf einen US-Soldaten und einen Übersetzer gezielt, ohne diese zu treffen.

Bei der Festnahme wurden auch detaillierte Pläne über radiologische und chemische Waffen und über die Verbreitungstheorie des Ebola-Virus gefunden, schreibt die "Daily Mail".

Siddiqui, die in Terrorkreisen auch "Lady Al-Queda" genannt wird, führte dem Bericht nach bei ihrer Verhaftung vor sechs Jahren Pläne für konkrete Anschlagsziele bei sich.

Zu den Zielen gehörten offenbar die Wall Street, das Empire State Building, die Freiheitsstatue und das New Yorker U-Bahn-System.

Video: Massenvergewaltigungen im Irak

Isis-Kämpfer zwingen Frauen zu Sex-Diensten