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05/08/2014 10:22 CEST

Strafen für Autofahrer im Ausland

Die Strafen für Verkehrsverstöße sind im Ausland teils wesentlich höher als in Deutschland
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Die Strafen für Verkehrsverstöße sind im Ausland teils wesentlich höher als in Deutschland

Trinken, Rasen, Telefonieren am Steuer: Wer im Urlaub gegen Verkehrsregeln verstößt, muss teils deutlich höhere Strafen zahlen als in Deutschland. In manchen Fällen können Autos sogar eingezogen werden - wie jetzt bei einem deutschen Raser in der Schweiz. Bei Fahrten mit viel Alkohol sei dies auch in Italien oder Dänemark möglich, sagt ein ADAC-Sprecher. "Man unterliegt den örtlichen Gepflogenheiten."

Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg trägt nach ADAC-Angaben für Verstöße im Ausland zwar keine Punkte ein. Wer als Deutscher jedoch in anderen Staaten Verkehrsregeln bricht, kann zum Beispiel in Italien ein Punktekonto bekommen.

Beispiele für Buß- und Strafgelder im europäischen Ausland in Euro (Stand Mai 2014)

  • ALKOHOL AM STEUER: Teuer wird es in Dänemark mit seiner 0,5-Promille- Grenze. Wer erwischt wird, muss mindestens einen Nettomonatsverdienst berappen. In Großbritannien (0,8) können umgerechnet bis zu 5980 Euro fällig werden. In Ungarn mit einer Null-Promille-Grenze sind es maximal 970, Malta (0,8) fordert mindestens 1200. In Deutschland (0,5) beginnen die Geldbußen bei 500 Euro.
  • RASEN: Auch dabei ist Großbritannien nicht zimperlich. Wer mehr als 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, zahlt bis zu 2990 Euro. Österreich fordert maximal 2180 Euro, in der Schweiz sind es mindestens 60 Tagessätze - berechnet werden sie nach dem monatlichen Verdienst. Raser in Deutschland müssen bei einer entsprechenden Übertretung mindestens 240 Euro zahlen.
  • ROTE AMPEL: Wer sie in Norwegen ignoriert, zahlt 630 Euro. In Estland sind es maximal 400, in Finnland mindestens zehn Tagessätze, je nach Verdienst. In Italien kostet der Verstoß mindestens 170 Euro - wer dort nachts eine rote Ampel übersieht, zahlt ein um ein Drittel höheres Bußgeld. In Deutschland werden 90 bis 320 Euro fällig.
  • HANDY: Teuer wird es vor allem in den Niederlanden mit 230 Euro. In Spanien zahlen Verkehrssünder mindestens 200, in der Schweiz sind es 85 und in Frankreich mindestens 135. In Italien kostet der Griff zum Mobiltelefon mindestens 160 Euro. In Deutschland sind es 60 Euro.

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