VIDEO
03/08/2014 05:17 CEST | Aktualisiert 03/08/2014 05:30 CEST

Religiös erzogene Kinder haben Probleme, Wahrheit und Fiktion auseinanderzuhalten

Thinkstock

Kinder, die stärker mit Religion konfrontiert werden, haben Probleme, wahre und erfundene Geschichten auseinander zu halten. Das haben neue Studien herausgefunden.

Die Forscher zeigten 5- und 6-Jährigen Kindern von öffentlichen und christlichen Schulen verschiedene Texte: religiöse, fiktive und reale Geschichten.

Damit wollten die Wissenschaftler herausfinden, welche Kinder am besten die Geschichten einordnen können.

Das Ergebnis: Kinder, die zu christlichen Schulen oder regelmäßig zur Kirche gehen, sind signifikant schlechter darin, übernatürliche Inhalte zu erkennen, als säkular erzogene Kinder.

In den meisten Fällen erklärten die Kinder die fiktionalen Geschichten mit biblischen Ereignissen (zum Beispiel das Umwandeln von Wein zu Wasser).

„Beide Studien zeigen, dass die religiös erzogenen Kinder weniger gut die Charaktere in den erfundenen Geschichten beurteilen können“, hieß es in der Studie.

Das Ergebnis steht im Widerspruch zu Hypothesen, nach denen Kinder „gläubig geboren“ seien.

Die Autoren der Studie: „Religiöse Erziehung und Bildung, vor allem wenn es um Wundergeschichten geht, führen bei Kindern dazu, dass sie eher empfänglich für Unmögliches sind. Das führt zu einer größeren Akzeptanz, dass unnatürliche Dinge auch in unserem normalen Alltag passieren könnten.“

Video: Bernd Lucke ist jetzt für Zuwanderung, zumindest bis die Deutschen wieder genug Kinder kriegen