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13/07/2014 09:44 CEST | Aktualisiert 13/07/2014 13:41 CEST

Angela Merkel: Vertraute der Kanzlerin rechnen mit freiwilligem Rücktritt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt offenbar, freiwillig aus ihrem Amt auszuscheiden und auf eine weitere Amtszeit zu verzichten.

Sie will nicht auf eine Wahlschlappe oder einen parteiinternen Sturz warten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe und beruft sich dabei auf mehrere Kabinettsmitglieder und hochrangige Unionspolitiker.

Wenn an diesem Plan etwas dran sein sollte, wäre das ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik.

Denn noch kein Regierungschef vor Merkel ist völlig freiwillig zurückgetreten. Wahlklatschen, politische Affären oder parteiinterner Druck führten zu den Rücktritten deutscher Kanzler seit 1949.

Ursula von der Leyen als Merkel-Nachfolgerin?

"Das reizt sie wirklich sehr", kommentiert ein namentlich nicht genanntes Mitglied der Großen Koalition den angeblich geplanten freiwilligen Amtsverzicht. Auch schon über ihre Nachfolge wird intensiv nachgedacht.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) werden dem "Spiegel"-Bericht zufolge die besten Erfolgschancen eingeräumt.

Was Merkel nach ihrem möglichen freiwilligen Rücktritt machen möchte, ist unklar.

"In Brüssel können sich sehr viele vorstellen, dass Angela Merkel einmal als Ratspräsidentin ihre Erfahrung und Tatkraft für Europa nutzbar macht. Sie würde auf breite Zustimmung stoßen", sagte der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok dem "Spiegel".

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