WIRTSCHAFT
15/05/2014 12:14 CEST

Mit diesen 5 Tricks verführt Starbucks seine Kunden

Getty

Das Geschäft mit dem Kaffee boomt. Seit Jahren schießen Cafés mit Selbstbedienung auf der ganzen Welt aus dem Boden. Und die Kunden nehmen das To-Go-Konzept begeistert an. Schließlich passt es perfekt zur Hektik und zum Stress unserer Zeit.

Coffeshop-Betreiber wollen aber natürlich, dass die Kunden nicht nur ihren Kaffee kaufen und wieder abhauen, sondern dass sie länger bleiben, mehr Kaffee trinken, Werbeprodukte kaufen - und so bald wie möglich wiederkommen.

Ausgeklügelte Strategie zur Kundenbindung

Coffeshops sind dann erfolgreich, wenn sie es schaffen, eine entspannte Atmosphäre herzustellen. Denn der Kunde möchte sich dort wohlfühlen, wo er seinen Kaffee kauft. Nicht allen Coffeshop-Ketten gelingt das aber gleich gut.

Die US-amerikanische Kaffee-Kette Starbucks hält sich seit mehreren Jahren unangefochtene an der Spitze des weltweiten Kaffee-Markts. Das hat das Unternehmen vor allem seiner ausgeklügelten Strategie zur Kundenbindung zu verdanken.

Starbucks’ Erfolgskonzept hängt maßgeblich davon ab, dass sich die Kunden in dem Coffeeshop so wohl fühlen wie nur irgend möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen ein perfektioniertes Kunden-Verführungs-Konzept entwickelt.

Simpel aber enorm erfolgreich

Der “Bloomberg”-Reporter Sam Grobart ist dem Erfolgsgeheimnis von Starbucks auf die Spur gegangen und hat seine Ergebnisse in einem Video veröffentlicht. Es stellt sich heraus: Die Strategie des Kaffe-Giganten ist ziemlich simpel, aber enorm effektiv.

Mit diesen Tricks bringt Starbucks seine Kunden dazu, Geld für den - ganz offensichtlich zu teuren - Kaffee auszugeben. Immer und immer wieder.

1. 'Handshake' an der Tür

Das Wohlfühl-Konzept beginnt an der Tür. Noch bevor der Kunde den Laden betritt, empfangen ihn Hinweistafeln zu aktuellen Angeboten. Oft bewirbt Starbucks seine neue Produkte auch direkt an der Tür. Der Kunde fühlt sich willkommen und freut sich auf das, was ihn im Inneren des Ladens erwarten wird. Grobart nennt das den “Handshake mit dem Kunden”.

2. Instinktive Steuerung mit Licht

Nun hat der Kunde den Laden betreten. Wie lenkt man ihn nun dorthin, wo er seinen Kaffee bestellen kann, ohne ein riesiges “Order here”-Schild aufzuhängen? Hierbei setzt Starbucks auf das Unterbewusstsein des Kunden. Licht- und andere visuelle Leitsysteme steuern den Kunden automatisch durch den Laden. Die Regale mit den Merchandising-Produkte sind heller erleuchtet als der Rest des Ladens. Daneben befindet sich der Selbstbedienungs-Tresen, wo der Kunde bestellen kann. Durch das helle, warme Licht angezogen, steuert der Kunde instinktiv den hinteren Teil des Ladens an.

3. Die Vorfreude steigern

Warum befindet sich der Tresen hinten im Laden und nicht direkt am Eingang, wird sich so mancher jetzt fragen. Ganz einfach: Durch diesen simplen Trick muss der Kunde an den Tischen und Sitzmöglichkeiten vorbeigehen. So überlegt er sich schon im Gehen, wo er sich mit seinem Kaffee später niederlassen möchte und sieht all die zufriedenen Menschen mit ihrer Tasse dampfenden Starbucks-Kaffees vor sich auf dem Tisch. Die Vorfreude auf den eigenen Kaffee wächst.

kunden

4. Kontakt zu den Mitarbeitern

Nun ist der Kunde am Tresen angelangt. Hier tut Starbucks alles dafür, dass sich der Käufer nicht alleingelassen fühlt. Zu diesem Zweck sind die Kaffeemaschinen niedrig genug, dass der Kunde jederzeit Blickkontakt zu den Menschen herstellen kann, die gerade seinen Kaffee zubereiten.

5. Den Kunden hinausbegleiten

Das Marketing-Konzept von Starbucks endet nicht, wenn der Kunde seinen Kaffee bezahlt hat. Auch auf dem Weg zum Abholtresen und während er danach den Laden wieder verlässt, wird der Käufer mit Angeboten, neuen Kaffee-Kreationen und Hinweisen auf Bonus-Karten gelockt. Natürlich mit dem Ziel, dass der Kunde beim Rausgehen schon Lust auf den nächsten Starbucks-Besuch bekommt.

Auch auf HuffingtonPost.de: Gesundheits-Tipps

Wieviel Kaffee ist gesund? Tipps vom Facharzt.