LIFESTYLE
29/03/2014 12:09 CET | Aktualisiert 30/05/2014 07:00 CEST

Versteckte Zuckerfallen: Wussten Sie, wie viel Zucker in diesen 10 Lebensmitteln steckt?

Shutterstock

Liebhaber von Süßigkeiten sollten jetzt tapfer sein: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor den Folgen des Zuckerkonsums gewarnt. Erwachsene sollten nicht mehr als sugar sechs Teelöffel Zucker zu sich nehmen, um gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Diabetes und Karies zu vermeiden. Bei Kindern sollten es laut WHO sogar weniger als sechs Teelöffel Zucker pro Tag sein. Achtung also vor Zuckerfallen.

Forscher haben herausgefunden dass wir jeden Tag Essen und Getränke zu uns nehmen, die auf einen Schlag unseren gesamten Zuckerbedarf eines Tages decken oder ihn sogar noch übertreffen.

Ein paar Beispiele für Zuckerfallen: Wenn ein Teelöffel Zucker ungefähr vier Gramm sind, sind in einer Coca Cola (330ml) neun Teelöffel, in einem Mars Schokoriegel acht Teelöffel und in einem Red Bull Energy Drink (250ml) ungefähr sieben Teelöffel des süßen Inhaltsstoffes.

Sogar scheinbar gesunde Leckereien können Zuckerfallen sein. Und die Grenze von sechs Teelöffeln Zucker pro Tag übersteigen. In einem Erdbeer-Bananen Smoothie stecken beispielsweise sieben Teelöffel Zucker.

Der Verein Action on Sugar hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung über versteckte Zuckerfallen aufzuklären. Sie wollen Nahrungsmittelproduzenten dazu bringen, die Menge an Zucker in Lebensmitteln zu reduzieren.

In einem Interview mit der Britischen Zeitung The Telegraph, sprach der Kardiologe und wissenschaftliche Leiter von 'Action on Sugar', Dr Aseem Malhotra, sogar von "kleinen, gesundheitlichen Zeitbomben".

"Es verschlägt einem den Atem wenn man feststellt, wie viel Zucker in diesen Produkten steckt. Viele davon liegen im Schnitt über den Werten, die die Weltgesundheitsorganisation WHO vorgibt."

"Langsam wird es wirklich Zeit, dass auch diese Lebensmittel Warnhinweise bekommen, ähnlich denen, die es bereits auf Zigarettenpackungen gibt, um die Konsumenten vor den gesundheitlichen Gefahren zu warnen", sagt Malhotra.

Susan Jebb, Leiterin für Diät- und Adipositas-Forschung eines Ernährungszentrums in Cambridge, sprach mit der Sunday Times über überraschende Zuckerfallen. Fruchtsaft zum Beispiel.

"Ich würde [Fruchtsaft] in jedem Fall aus der Ernährungspyramide streichen", sagt sie. "Fruchtsaft ist nicht das gleiche wie Obst. Und es hat mehr Zucker als so mancher klassischer Soft Drink. Im Klartext heißt das, bis der Fruchtsaft den Magen erreicht hat, weiß der Körper nicht mehr, ob er Coca-Cola oder Fruchtsaft zu sich genommen hat. Und es ist sehr leicht, diese Ernährungsgewohnheit aufzugeben. Einfach mal ein Stück echtes Obst zu essen wäre eine Möglichkeit. Und wer trotzdem nicht auf seinen Fruchtsaft verzichten mag, sollte ihn besser mit Wasser verdünnen."

Natürlich ist es schwer, dem Süßkram komplett zu entsagen - nur um Zuckerfallen zu meiden. Warum das so ist, erklärt Huffington-Post-Bloggerin und Ernährungsexpertin Sarah Wilson: "Wir sind biologisch so programmiert, dass wir Zucker in rauen Mengen zu uns nehmen und davon abhängig werden. Und zwar deswegen, weil wir dadurch so gut zunehmen. In der Steinzeit hat der Mensch so viel Fett wie möglich gebraucht und Zucker war sehr rar (außer vielleicht in ein paar bitteren Beeren hier und da). Deswegen macht das auch durchaus Sinn", sagt sie.

"Heute bringt uns das natürlich in die Bredouille und wir müssen dem Drang nach Süßigkeiten widerstehen."

Und manchmal wird uns Zucker zum Verhängnis, ohne, dass wir es erwarten. Diese zehn Lebensmittel sind getarnte Zuckerfallen:

Diese Lebensmittel haben überraschend viel Zucker

Auch auf HuffingtonPost.de: Top 5 - Das sind die 5 ekelhaftesten Zusätze in Lebensmitteln