WIRTSCHAFT
21/03/2014 06:16 CET | Aktualisiert 31/03/2014 11:32 CEST

Equal Pay Day: In diesen 25 Ländern geht es Frauen am besten

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Schule, Uni, Gesundheit: In vielen Lebensbereichen haben Frauen Männer längst abgehängt. Nur im Berufsleben hakt es immer noch. Viele Führungsebenen in Behörden und Unternehmen sind vor allem mit Männern besetzt. Schaffen es Frauen dann doch bis nach oben, verdienen sie dort mitunter deutlich weniger als ihre männlichen Mitstreiter. Und die Lage hat sich in den vergangenen Jahren nur marginal verbessert. Auch das wird Thema beim diesjährigen Equal Pay Day.

Denn Deutschland macht bei dem Thema - das belegen internationale Studien immer wieder - eine eher mittelmäßige Figur. Bei uns verdienen Frauen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer - ein gravierender Unterschied: Das ergab eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis) anlässlich des heutigen „Equal Pay Day“.

Natürlich sind viele Gründe dafür strukturell bedingt: Frauen entscheiden sich eher für Berufe am unteren Ende der Einkommensskala; hinzu kommen Babypausen oder andere familiär bedingte Unterbrechungen. Während ihre männlichen Kollegen in dieser Zeit die Karriereleiter hinaufsteigen, kommen Frauen dadurch langsamer voran.

Equal Pay Day: Neue Gesetze für mehr Lohngleichheit

Doch das erklärt nur einen Teil der Gehaltslücke. Familienministerin Manuela Schwesig und Arbeitsministerin Andrea Nahles (beide SPD) pochen daher zu Recht auf faire Einkommensperspektiven für Frauen - und wollen dafür jetzt die Weichen stellen und per Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit sorgen. Ob das hilft, ist unklar.

In jedem Fall aber ist das Thema Gleichberechtigung und fairer Lohn kein rein deutsches Thema. Auch andere Länder stellen sich zunehmend die Frage, wie es dem weiblichen Teil ihrer Bevölkerung geht. Seit 2006 bringt das World Economic Forum daher jährlich den „Global Gender Gap Report“ heraus.

Der Bericht untersucht die Kluft zwischen den Geschlechtern in vier verschiedenen Kategorien: Wirtschaftliche Beteiligung und Chancen von Frauen, Bildungsstand, Gesundheit und Überleben sowie politische Ermächtigung.

Deutschland schneidet nur mittelmäßig ab

Wie auch im Ranking der vergangenen Jahre ist das Ergebnis für Deutschland nicht überragend.

Und das, obwohl 48 Prozent aller weltweit vergebenen Jobs mit Frauen besetzt sind. Deutschland schafft es in dieser Kategorie zwar in die Top 25, liegt jedoch immer noch hinter Skandinavien und Ländern wie der Schweiz und den Niederlanden.

Global gesehen ging es in den vergangenen vier Jahren für Frauen allerdings voran: In 95 von 110 untersuchten Ländern hat sich laut dem World Economic Forum die Situation von Frauen deutlich verbessert.

In vielen Ländern können sie sich wirtschaftlich stärker einbringen, haben besseren Zugang zu Bildung, leben länger und gesünder und spielen zudem generell eine größere Rolle bei politischen Entscheidungen.

In der folgenden Rangliste sehen Sie, in welchen Ländern es Frauen am besten geht:

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