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25/02/2014 14:23 CET | Aktualisiert 26/02/2014 04:04 CET

Die 10 verrücktesten Roboter-Tiere der Welt

Drachenstich-Festspiele e.V.

Bereits Leonardo Da Vincis brillante Idee für eine Flugmaschine war abgekupfert. Seine Quelle der Inspiration: die Natur. Er hatte einfach nur versucht, die Flügel von Vögeln nachzubauen.

Damals war die Nachahmung der Natur noch unerreichbare Fiktion, doch heute nehmen auch Militär und Wissenschaft echte Lebewesen als Vorbild für ihre Kreationen – das ganze wird Biomimikry genannt.

Durch Biomimikry können komplexe Probleme bei der Robotik durch die Imitation von Lebewesen gelöst werden. Warum auch etwas selbst entwickeln, wenn die Natur es bereits besser vorgemacht hat?

Unsere Liste der 10 verrücktesten Roboter-Tiere der Welt:

Spy Nautilus

spy nautilus

John Downer Productions Spy Nautilus © John Downer

Der Dokumentarfilmer John Downer benutzte für seine Serie "Dolphins: Spy In The Pod" mehrere als Meerestiere getarnte Roboter. Er beobachtete und filmte mit ihnen Delfin-Schwärme. Der seltsamste unter ihnen war Spy Nautilus: ein Roboter mit dem Aussehen einer Mollusken-Schnecke die Kameras in den Augen trägt. Laut "Daily Mirror" soll dieser Roboter erstmals ein Video von einem fünf Tage alten Delphin-Baby aufgenommen haben.

Die Robo-Schabe

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Foto: Backyard Brains

Das Startup Backyard Brains verkauft nach eigenen Angaben „den ersten frei im Handel erhältlichen Cyborg“. Es handelt sich um ein Do-it-yourself-Kit, mit dem Kunden ihre eigene ferngesteuerte Kakerlake bauen können. Mit an den Fühlern angebrachten Elektroden kann der Nutzer dann die Kakerlake mit einer Smartphone-App nach rechts und links „steuern“ – so lange bis das Tier sich an die elektrische Stimulation gewöhnt. Peta kritisierte diese Technik als „Aufforderung für Kinder, Tiere zu quälen“. Apple und Google haben deshalb die App aus dem Programm genommen.

Die Robo-Biene aus Harvard

harvard robobees

Foto: Micro Air Vehicles Project

Überall auf der Welt gibt es ein Massensterben der Bienen. Vor allem für die Landwirtschaft könnte das noch zum Problem werden, weil niemand mehr die Felder bestäubt. Doch könnten Roboter hier helfen? Das Labor für Mikrorobotik in Harvard hält das für möglich. Ihre Bienen bestehen aus lasergeschnittenem Carbon-Titanium, Bronze, Keramik und Plastik. Einziger Minuspunkt: Die Robo-Bienen produzieren keinen Honig.

Hummingbird Nano Air Vehicle, der Kolibri-Roboter

hummingbird

Foto: AeroVironment

"DARPA", die Forschungsabteilung vom amerikanischen Verteidigungsministerium, ist für seine verrückten Roboter bereits bekannt. Der Robo-Kolibri ist aber deren Meisterstück. Er wiegt weniger als eine Batterie und könnte dafür verwendet werden, gefährliche Umgebungen auszukundschaften. Als harmloser Vogel getarnt, sendet Hummingbird ein Live-Video an Soldaten die sich versteckt halten.

Wildcat

Video: Boston Dynamics/YouTube

Wildcat ist ein vierbeiniger Roboter, der mit 16 Stundenkilometern schneller läuft als die meisten Menschen. Mit der finanziellen Unterstützung von DARPA wurde er vom Robotik-Unternehmen Boston Dynamics entwickelt, das mittlerweile Google gehört. Wildcat ist die dritte Generation und Nachfolger der vierbeinigen Roboter Bigdog und Cheetah. Er vereint die Vorteile seiner Vorgänger.

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Alice

alice

Foto: © CNRS Photothèque / CRCA Toulouse / Simon GARNIER

Vergangenes Jahr bastelte Simon Garnier vom New Jersey Institute of Technology zehn Ameisen-Roboter mit dem Namen Alice. Er programmierte seine Roboter dazu, das Verhalten von Ameisen möglichst gut nachzuahmen. Wissenschaftler wollen damit nachvollziehen, wie Ameisen sich ohne großes Sichtfeld in komplexen Umgebungen bewegen.

Bio Swimmer

bioswimmer

Foto: Boston Engineering's BIOSwimmer™

Dieser Roboter wurde von der US-Regierung entwickelt, um Schiffe zu inspizieren. Dabei verhält er sich im Wasser so, wie es echte Tunfische würden. Gebaut wurde er von Wissenschaftlern von Boston Engineering, mit dem Geld des amerikanischen Heimatschutzministeriums. Da er sich mit Flossenschlägen fortbewegt, kann er auch an Orte vordringen, die größeren Sensoren verwehrt bleiben und immer auf der Höhe des Schiffs schwimmen, das er inspiziert.

Cyro

Virginia Tech: Autonomous Robotic Jellyfish from virginiatech on Vimeo.

Video: Virginiatech/Vimeo

Noch ein Roboter für die Unterwasser-Überwachung: Die Robo-Qualle Cyro von Virginia Tech. Dieses 175 Zentimeter große Ungetüm ist ideal, um die Weltmeere zu inspizieren. Im Gegensatz zu Bio Swimmer ist Cyro nämlich kabellos. Diese Qualle ist völlig autonom.

Octopus

Video: Botjunkie/Youtube

Kein anderer Roboter ist so seltsam wie dieser Robo-Oktopus. Die achtbeinige Kreation von der griechischen Foundation for Research and Technology kann mit den Armen paddeln, um sich fortzubewegen. Er ist eine der ersten Innovationen auf dem neuen Feld der Soft-Robotics, bei dem flexible Kunststoffe durch Druckluft bewegt werden.

Tradinno

further drachenstich

further drachenstich

Fotos: Drachenstich-Festspiele e.V.

Der größte mechanische Drache der Welt wurde nicht fürs Militär oder die Wissenschaft entwickelt. Er dient dem reinen Zeitvertreib. Einmal jährlich darf Robo-Drache Tradinno beim "Further Drachenstich-Festspiel" gegen einen Ritter antreten und glorreich sterben. Mit 18 Meter Länge und vier Meter Höhe hat es das Biest vom deutschen Unternehmen Zollner Elektronik sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.