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15/02/2014 05:29 CET

Yoga: 5 überraschende Effekte auf die Gesundheit

Getty Images/Blend Images

Yoga verbessert die Haltung, die Beweglichkeit und verringert Stress. Das ist bekannt. Wer regelmäßig übt, kann sich wie eine Breze. verbiegen und innere Ruhe finden. Yoga hat aber noch mehr positive Effekte auf den Körper. Die können unter anderem in der Küche, im Büro und auch im Schlafzimmer von Nutzen sein. Und schon haben Sie fünf neue Gründe, um mit Ihren Yoga-Künsten anzugeben (passende Übungen inklusive!).

1. Yoga stärkt das Immunsystem

Eine aktuelle norwegische Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Yoga auf die Ausprägung der Gene, die die Abwehrkräfte menschlicher Zellen verbessern, auswirken kann. Und das dauert nicht lang: Die Forscher glauben, dass die Veränderungen schon einsetzen, während die Sportler noch auf der Yogamatte liegen. Beim Yoga ist der positive Effekt stärker als bei einer Wanderung in der Natur. So die Studie, für die zwei Kontrollgruppen untersucht wurden. Die einen gingen wandern, die anderen machten Yoga. Yoga verbessert die Abwehrkräfte aber auch dadurch, dass sich der generelle Gesundheitszustand der Menschen verbessere, sagt der Yoga-Experte Mitchel Bleier: “Sie atmen besser, bewegen sich besser und verbessern Ihren Kreislauf - sogar Ihre Organe funktionieren besser.”

surya namaskar

Die Yoga-Lösung: Der Sonnengruß (Surya Namaskar)

Diese Abfolge von acht verschiedenen Posen kommt in fast jedem Yoga-Kurs vor. Sie sorgt für starke Durchblutung, und Straffung. Außerdem bringt sie die Übenden ins Schwitzen, erklärt Bleier.

2. Yoga lindert Migräneanfälle

Studien zeigten, dass Migräne-Patienten nach nur drei Monaten Yoga unter weniger und schwächeren Anfällen litten. Die Auslöser für Migräne sind noch nicht gänzlich ergründet, doch laut Bleier könnte eine Kombination aus mentalen Stressfaktoren und körperlichen Faktoren wie Fehlhaltungen Schuld an den Leiden sein. Sitzt man den ganzen Tag mit krummen Schultern vorm Computer oder seinem Handy, überdehnt man seinen Trapezmuskel und verspannt den Nacken. Das wiederum führt dazu, dass der Kopf nach vorne fällt und die Muskeln aus dem Gleichgewicht geraten. Das Ergebnis: Kopfschmerzen und Migräne.

setu bandha sarvangasana

Die Yoga-Lösung: Die Brücken-Position (Setu Bandha Sarvangasana)

Legen Sie sich auf den Rücken und winkeln Sie die Knie an. Die Füße stehen schulterbreit auseinander. Lassen Sie die Hände auf dem Boden liegen, pressen Sie die Füße in die Matte und heben Sie Ihr Becken nach oben. Das Wichtigste, laut Bleier, ist es, die Schultern auf einer Linie mit Ihrem Nacken zu halten. Strecken Sie Ihren Rücken und versuchen Sie, die Schulterblätter so nah wie möglich zusammenzuführen. Heben Sie ihre Brust Richtung Kinn und Ihr Kinn weg von ihrer Brust. Dadurch strecken Sie Ihren Trapezmuskel vom Kopf weg.

3. Yoga verbessert das Sexleben

Studien haben ergeben, dass schon zwölf Wochen Yoga das sexuelle Verlangen, die Performance im Bett und der Spaß am Sex verbessern können - bei Männernund Frauen gleichermaßen. Wie? Yoga verbessert die Blut-Zirkulation in die, nun ja, für das Sexualleben wichtigen Körperteile, erklärt Yoga-Experte Bleier. Laut ihm werden durch Yoga die “moola bandha”, die Beckenboden-Muskeln, gestärkt. Doch auch durch die Atemübungen und die Kontrolle über die Gedanken kann die Performance im Bett verbessert werden.

baddha konasana

Die Yoga-Lösung: Die Sprunggelenks-Pose (Baddha Konasana)

Sitzen Sie mit geschlossenen Füßen und abgewinkelten Knien und strecken Sie sich Richtung Boden. Beugen Sie sich langsam über Ihre Füße, versuchen Sie Ihre Knie näher Richtung Boden zu bringen und schieben Sie Ihre Leiste mit Hilfe der Beckenboden-Muskeln zurück. “Dies öffnet das Becken ideal und trainiert die Beckenboden-Muskeln für den Orgasmus”, sagt Bleier.

4. Yoga verbessert den Schlaf

Forscher der Universität Harvard fanden heraus, dass tägliches Yoga über acht Wochen hinweg deutlich die Qualität des Schlafs von Personen mit Schlafstörungen verbesserte. Eine weitere Studie zeigte, dass Personen, die eine Krebserkrankung hinter sich hatten, mit Yoga ebenfalls besser schliefen und sich generell weniger träge fühlten. Das kann auf den stressmindernden Effekt des Yogas zurückgeführt werden, sagt Bleier. “Schlafstörungen sind wie Angstanfälle. Ihr Kopf hört nicht auf zu rattern, Sie wissen nicht, wie man entspannt,” erklärt er. “Atemtechniken und mentale Übungen helfen dem Gehirn sich zu beruhigen. Und das wiederum hilft Ihnen, bald wieder gut zu schlafen.”

savasana

Die Yoga-Lösung: Die Leichen-Pose (Savasana) mit Zwerchfell-Atmung

Savasana ist die letzte Pose im Yoga-Training und ist dafür da, den Körper wieder in den Normalzustand zu versetzen. Legen Sie sich auf Ihren Rücken, spreizen Sie die Beine leicht, strecken Sie Ihre Arme seitlich aus und legen Sie die Hände auf den Bauch. Atmen Sie durch Ihre Nase ein und aus, folgen Sie dem Atmen und fühlen Sie, wie sich Ihr Bauch unter Ihren Händen hebt und senkt. Sowohl Ihr Atem als auch Muskeln und Geist sollten komplett entspannt sein.

5. Yoga lindert Heißhungerattacken

Forscher der Universität Washington haben herausgefunden, dass regelmäßige Yoga-Praxis mit besseren Ernährungsgewohnheiten einhergeht. Weil Yoga die Aufmerksamkeit auf eine bessere Atmung lenkt, verbessert es auch die Verbindung zwischen Körper und Geist, sagt Bleier. Dieses Bewusstsein kann auch dabei helfen, irrationale Verlangen wie Heißhungerattacken zu bekämpfen. Dabei helfen vor allem Atemübungen, die durch die Konzentration, die sie erfordern, helfen, dass wir bewusstere Entscheidungen treffen, wenn der Heißhunger kommt.

meditation

Die Yoga-Lösung: Meditation

Suchen Sie eine angenehme Position - sei es im Sitzen oder im Liegen - und konzentrieren Sie sich auf Ihre natürliche Atmung durch die Nase. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nun auf den Bereich rund um Mund und Nase und achten Sie darauf, wie Ihr warmer Atem über Ihre Lippen streicht, während Sie ausatmen. Versuchen Sie das für zwei, später für fünf Minuten. “Entscheidend ist, dass Sie dabei ganz ruhig bleiben und sich nur auf Ihren Atmen konzentrieren”, sagt Beier, “ohne Bewegung, ohne Reaktion, bleiben Sie einfach im Hier und Jetzt.”

Von Kristen Domonell für Life by DailyBurn