POLITIK
29/01/2014 02:07 CET | Aktualisiert 29/01/2014 02:56 CET

Medienpolitiker wollen den Rundfunkbeitrag senken

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Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat am Dienstag den Sonderbericht zum "Verzicht auf Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ vorgestellt. Der Verzicht war von privaten Medien immer wieder gefordert worden. Dem Sonderbericht nach müsste jeder Beitragszahler im Monat 1,25 Euro mehr Rundfunkgebühren entrichten, wenn Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verboten würden. Derzeit ist beides in sehr eingeschränktem Maß möglich.

Nun haben sich Medienpolitiker in der "Welt" zu Wort gemeldet und betont, lieber die Gebühren zu senken als die Werbung in ARD und ZDF abzuschaffen, darunter Torsten Herbst, FDP-Sprecher für Medienpolitik in Sachsen und im Bund.

"Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen schrittweisen Ausstieg von ARD und ZDF aus Werbung und Sponsoring ein. Wir sehen durch den von der KEF prognostizierten Beitragsüberschuss dafür auch einen Korridor", zitiert die Zeitung Marc Jan Eumann, Medienstaatssekretär in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der SPD-Medienkommission. Vorrang habe aber die Senkung des Rundfunkbeitrags.

Bayerns Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer sagte dem Blatt, "eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags für Werbefreiheit kommt überhaupt nicht in Frage." Bayern werde sich wegen der Mehreinnahmen beim Rundfunkbeitrag für eine Beitragsentlastung stark machen.