NACHRICHTEN
20/01/2014 16:13 CET | Aktualisiert 20/01/2014 16:32 CET

Zu Guttenberg: Wäre auch ohne Affäre um Doktorarbeit zurückgetreten

Der Fall eines Hoffnungsträgers: Karl-Theodor zu Guttenberg
Getty
Der Fall eines Hoffnungsträgers: Karl-Theodor zu Guttenberg

Die politische Karriere von Karl-Theodor zu Guttenberg scheiterte an einer Plagiats-Affäre. Sein Rücktritt raubte vielen Menschen endgültig die Hoffnung in die Politik. Bei einigen war er schon als kommender Kanzler gehandelt worden.

Jetzt kommt raus: Auch ohne die Affäre um seine Doktorarbeit wäre er im Herbst zurückgetreten. Gegenüber der „Aargauer Zeitung“ gab Guttenberg nun zu: „Auch wenn mir das heute kein Mensch glaubt: Ich wäre mit ziemlicher Sicherheit Ende der letzten Legislatur aus der Politik ausgeschieden.“

In der Politik an Grenzen gestoßen

„Wenn man feststellt, dass einem die Politik die geistige Unabhängigkeit und Kreativität raubt, gilt es aufzuhören“, sagte der Ex-Verteidigungsminister. 2011 zu seiner Amtszeit sei das noch nicht der Fall gewesen. Er betonte jedoch: „Eine Ahnung von diesem Leben im Hamsterrad hatte ich freilich schon damals.“

In der Politik sei er oft an Grenzen gestoßen, bekannte zu Guttenberg. Deshalb stelle sich für ihn die Frage, „ob ich für künftige Generationen nicht viel eher nützlich sein kann, indem ich außerhalb des politischen Betriebs zu wirken versuche“, sagte er der Zeitung. Zu Guttenberg arbeitet derzeit als Investor und Berater.

Die deutschen Tagespolitik verfolgt zu Guttenberg nach eigenen Worten „mit der Gelassenheit dessen, der dem Hamsterrad entronnen ist“.