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01/01/2014 08:56 CET

Haushaltstipps gegen Keime: Das sind die 10 dreckigsten Orte im Haushalt

Die wahren Dreckschleudern im Haushalt werden unterschätzt
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Die wahren Dreckschleudern im Haushalt werden unterschätzt

Fragen Sie Ihre Bekannten, und die meisten werden Ihnen wahrscheinlich sagen, dass sie das Badezimmer für den am stärksten keimverseuchten Ort im Haus halten.

Dort gibt es auch tatsächlich die eine oder andere eklige Stelle – mehr dazu später - , aber die eigentlichen Sorgen müssen wir uns um die Küche machen, hat eine Studie von NSF International, einer unabhängigen globalen Gesundheits- und Sicherheitsorganisation, ergeben.

Sie hat 30 Alltagsgegenstände in diversen Haushalten abtupfen lassen und daraus eine Liste der dreckigsten Dinge und Orte erstellt. „Warme, feuchte Plätze sind Brutstätten für Keime“, sagt Rob Donofrio, Direktor des NSF-Forschungszentrums.

Was also sind die Keimschleudern im Haushalt – und was tut man dagegen? Hier kommen die Top 10.

schneidbrett

10. Schneidbretter

Sie schneiden Gemüse, Fleisch, Fisch und mehr darauf – und so setzen sich immer mehr Keime an ihnen fest. 18 Prozent der Schneidbretter, die die NSF unter die Lupe nahmen, wurden positiv auf Kolibakterien wie E.coli und Salmonellen getestet.

Reinigung: Verwenden Sie Schneidbretter, die keine Poren haben, rät Donofrio. Holz-Schneidbretter sollten aus Hartholz sein. „Benutzen Sie, wenn möglich, ein separates Schneidbrett für rohes Fleisch, damit sich die Bakterien nicht auf andere Lebensmittel übertragen“, sagt er.

Nach jeder Benutzung sollten die Schneidbretter abgewaschen werden. Stecken Sie sie entweder in die Spülmaschine oder reinigen Sie sie mit heißem Spülwasser.

Debra Johnson ist „Training Manager“ beim amerikanischen Reinigungsdienst Merry Maids und bringt viel Zeit damit zu, Leuten richtiges Saubermachen beizubringen. Für hölzerne Schneidbretter empfiehlt sie, zur Reinigung Salz, hellen Essig oder Zitronensaft zu benutzen. Sie kommen gut in die Ritzen und säubern das Brett auch unter der Oberfläche. Anschließend mit heißem Spülwasser abwaschen.

regler

9. Herd-Regler

„Nicht viele denken an diesen Ort im Haushalt, aber die Regler am Herd gehören zu den Top 10 der Orte, an denen sich Bakterien bei uns zu Hause ansammeln“, sagt Donofrio. Kein Wunder – Essen spritzt während des Kochens, und manchmal vergessen wir während des Kochens das Händewaschen und Abtrocknen.

Reinigung: Schrauben Sie die Regler ab, waschen sie in heißem Wasser mit Spülmittel und spülen sie gut ab. „Heißes Wasser und Spülmittel helfen gut dabei, Bakterien loszuwerden“ , sagt Johnson von Merry Maids. „Meistens braucht man gar nicht mehr als das.“

arbeitsplatte

8. Arbeitsplatten

Denken Sie mal daran, was Sie alles auf den Arbeitsflächen in der Küche ablegen: rohes Fleisch, ungewaschenes Obst und Gemüse, Einkaufstüten, sogar Ihre Handtasche – deren Unterseite voll mit Bakterien ist.

Nach den Erkenntnissen der NSF waren in 30 Prozent der getesteten Haushalte Kolibakterien auf den Arbeitsflächen zu finden.

Reinigung: Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Arbeitsflächen. Oberflächen, die keine Poren haben, geben Keimen weniger Chancen. Unabhängig davon, was für eine Arbeitsplatte Sie haben – wischen Sie sie einmal am Tag mit heißem Wasser mit Spülmittel ab.

Einmal im Monat können Sie auch eine Lösung mit Bleichmittel (im Verhältnis von eins zu vier mit Wasser verdünnt) benutzen. Falls Sie eine besondere Arbeitsplatte, beispielsweise aus Granit oder Marmor, haben, erkundigen Sie sich nach den Reinigungsempfehlungen des Herstellers.

tierspielzeug

7. Haustier-Spielzeug

Auf diesem Spielzeug sind nicht nur Kolibakterien zu finden, sondern es kann auch Hefe- und Schimmelpilze sowie Staphylokokken beherbergen – und sie alle sind nicht gerade gesund für Sie und Ihr Tier.

Reinigung: Zunächst einmal sollten Sie und Ihre Familienmitglieder sich immer die Hände waschen, wenn Sie mit Ihrem Tier gespielt haben. Spielzeug aus Gummi und Plastic können Sie einmal die Woche oder alle paar Wochen mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Was Spielzeug aus Stoff betrifft, empfiehlt Johnson, sie alle paar Wochen in die Waschmaschine zu werfen und heiß zu waschen.

wasserhahn

6. Wasserhähne

„Wir gehen zum Waschbecken, um unsere Hände zu waschen – vor allem, wenn wir kochen und alle möglichen Reste an den Händen haben“, sagt Johnson. Die NSF fand in ihren Untersuchungen an Wasserhähnen in Bad und Küche sowohl Kolibakterien als auch Hefepilze und Schimmel.

Reinigung: „Wenn Sie das Waschbecken reinigen, reinigen Sie auch den Wasserhahn – und wenn Sie schon mal dabei sind, auch den Griff des Kühlschranks“, sagt Johnson. „Auf die Regelmäßigkeit kommt es an.“ NSF-Experte Donofrio zufolge eignen sich auch Desinfektionsmittel oder desinfizierende Reinigungstücher gut zum Saubermachen.

kaffeemaschine

5. Kaffeemaschine

Sie benutzen sie dauernd und waschen jedes Mal die Kanne aus, also was ist das Problem? Der Wassertank. In der Hälfte der getesteten Geräte fand die NSF Hefe- und Schimmelpilze darin.

Reinigung: „Wenn sich Wasserreste absetzen, kann das zur Brutstätte für Keime werden“; sagt Johnson. „Wenn Sie Ihre Kaffeemaschine benutzen, denken Sie daran, den Wassertank mit einem Papierhandtuch auszuwischen." Einmal die Woche empfiehlt es sich zudem, ihn mit hellem Essig auszuspülen: Füllen Sie je nach Größe des Wassertanks bis zu vier Becher unverdünnten Essig in den Tank, lassen ihn 30 Minuten stehen und lassen den Essig dann durch die Kaffeemaschine laufen.

Danach lassen Sie die Maschine noch zwei bis drei Mal mit frischem Wasser durchlaufen, bis der Essiggeruch sich verflüchtigt hat. Die meisten Maschinenhersteller empfehlen, Geräte ungefähr alle 40 bis 80 Brühdurchläufe zu reinigen – oder wenigstens ein Mal im Monat.

napf

4. Essgeschirr von Haustieren

Wenn Sie Ihr Tier füttern, bleiben oft Reste stundenlang im Napf zurück. Das kann die Ansammlung von Keimen begünstigen und Ihr Tier krank machen.

Reinigung: „Essgeschirr von Tieren sollte jeden Tag gespült werden - entweder in der Spülmaschine oder per Hand mit heißem Spülwasser. Dann gut mit Wasser abspülen“, sagt Donofrio. Er empfiehlt, ein verdünntes Bleichmittel (Mischverhältnis 1:50 mit Wasser) zu verwenden und die Schüssel einmal die Woche zehn Minuten darin einzuweichen. Sorgfältig mit Wasser abspülen.

bürse

3. Zahnbürstenhalter

„Sie versuchen, nach jedem Zähneputzen die Zahnbürste gut abzuspülen, aber es tropft immer etwas auf den Bürstenhalter“, sagt Johnson. Auf 27 Prozent der von der NSF getesteten Halter waren Kolibakterien zu finden, auf 14 Prozent Staphylokokken.

Reinigung: „Sie können Ihren Zahnbürstenhalter ein oder zwei Mal die Woche in der Spülmaschine reinigen“, sagt Cheryl Luptowski, Heimsicherheits-Expertin bei der NSF. Oder waschen Sie ihn mit Seife und warmem Wasser und wischen Sie ihn ein oder zwei Mal die Woche mit einem desinfizierenden Tuch ab.

spüle

2. Küchenspüle

„Stellen Sie sich vor, was alles in der Spüle landet“, sagt Johnson von Merry Maids. „Essensreste, Dreck und Bakterien von den Dingen, die wir darin abwaschen wie Kartoffeln oder anderem Gemüse.“ Viele spülen außerdem Haushaltsgeräte darin ab, sagt sie.

Kein Wunder, dass in 45 Prozent der von der NSF untersuchten Spülbecken potenziell schädliche Kolibakterien gefunden wurden.

Reinigung: „Waschen Sie Ihre Spüle ein oder zwei Mal die Woche mit einem Desinfektionsreiniger ab“, sagt Luptowski. „Sie können auch das Abflussrohr von Ablagerungen befreien, wenn Sie einen Teelöffel Bleichmittel, verdünnt mit Wasser, in den Abfluss schütten.

schwamm

1. Küchenschwamm

Falls Sie es nicht ohnehin schon wussten: Der am meisten keimverseuchte Gegenstand in Ihrem Haushalt ist der ganz normale Küchenschwamm. Mehr als 75 Prozent von ihnen enthielten im NSF-Test Kolibakterien.

Das Problem bei den Schwämmen ist, dass wir alles mit ihnen aufwischen, sie nicht immer reinigen und dann die Feuchte drinbleibt: Das sind ideale Bedingungen für die Vermehrung von Keimen.

Reinigung: Ihr Schwamm muss jeden Tag gesäubert und desinfiziert werden. Stecken Sie ihn täglich für zwei Minuten in die Mikrowelle, so dass die Hitze die Bakterien abtötet. Oder stecken Sie ihn in die Waschmaschine.

Die NSF empfiehlt, Schwämme etwa alle zwei Wochen auszutauschen. Und anstelle von Schwämmen könne man auch Mikrofasertücher verwenden, sagt Johnson. „Sie nehmen Schmutz und Flüssigkeit auf, und Sie können sie einfach in die Waschmaschine und in den Trockner stecken.

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