POLITIK
08/11/2013 13:17 CET | Aktualisiert 08/11/2013 13:18 CET

Studie: 435.000 Deutsche dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen

Hundertausende Menschen in Deutschland finden keine geregelte Arbeit, sagt eine Studie
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Hundertausende Menschen in Deutschland finden keine geregelte Arbeit, sagt eine Studie

NÜRNBERG - Nach den Kürzungen bei der Arbeitsförderung sind die Jobchancen von Langzeitarbeitslosen in den vergangenen Jahren offenbar weiter gesunken. Eine Studie des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS/Remagen) kommt zu dem Schluss: Bundesweit sind derzeit 435.000 Menschen dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen.

Ohne einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt, der weit über Ein-Euro-Jobs hinausgehe, seien diese Menschen praktisch chancenlos, betonen die Autoren der Studie. Bei den Betroffenen leben zudem 300.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Armut und Perspektivlosigkeit, betonte der Vorsitzende des Evangelischen Fachverbandes für Arbeit und Soziales (EFAS), Marc Henschke, der die Studie mit in Auftrag gegeben hat. Auch sie benötigten ein besonderes Unterstützungsangebot, um später den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen.

Das rheinland-pfälzische Institut beruft sich bei seiner Untersuchung auf Umfragedaten des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von Hartz IV-Empfängern. Um herauszufinden, wer von ihnen bei der Jobsuche vor besonders hohen Hürden steht, hatten sie eigene Kriterien erarbeitet.