POLITIK
05/11/2013 08:21 CET | Aktualisiert 06/11/2013 11:21 CET

Postengeschacher: Schäuble bleibt Finanzminister, Steinmeier soll Außenminister werden, Gabriel bleibt dem Kabinett fern

Sigmar Gabriel bleibt Parteichef und übernimmt dazu noch den Fraktionsvorsitz, Frank-Walter Steinmeier feiert Comeback als Außenminister
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Sigmar Gabriel bleibt Parteichef und übernimmt dazu noch den Fraktionsvorsitz, Frank-Walter Steinmeier feiert Comeback als Außenminister

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel wird nicht als Minister in eine schwarz-rote Bundesregierung eintreten. Das erfuhr die Huffington Post Deutschland am Rande der Koalitionsverhandlungen aus gut informierten Kreisen in Berlin. Gabriel soll künftig als „Supermann“ der SPD nicht nur die Partei, sondern auch die Bundestagsfraktion führen. Der bisherige Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier wird wieder (wie schon in der Großen Koalition von 2005 bis 2009) das Außenministerium übernehmen.

Im Machtpoker um das Schlüssel-Ressort Finanzen hat die SPD den Informationen zufolge nachgegeben: Wolfgang Schäuble (CDU) wird demnach Finanzminister bleiben. Zuletzt hatten einige SPD-Vertreter wegen der komplexen Probleme bei der Bewältigung der Euro-Krise Jörg Asmussen von der Europäischen Zentralbank als Schäuble-Nachfolger ins Gespräch gebracht.

Bereits am Montag war vermutet worden, dass das Außenministerium an die SPD gehe, weil die CDU den ehemaligen Bundesumweltminister Norbert Röttgen zum Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses macht. Es gilt als üblich, dass der Minister von einer anderen Partei gestellt wird als der Ausschussvorsitzende.