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Das Bundesverfassungsgericht urteilt: Kopftücher dürfen in die Kitas. Ist das noch ein Aufreger?

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Und täglich grüßt das Kopftuch

Das Establishment hat wieder zugeschlagen. Kaum merklich, aber das Medienkartell ist ja geübt im Vertuschen, drehen die da oben, diesmal Richter in roten (!) Roben, wieder an den Stellschrauben unserer Gesellschaft. Heraus kam am vergangenen Montag: Eine Kita-Erzieherin darf in ihrer Einrichtung Kopftuch tragen.

Ein Außerirdischer würde beim Lesen des letzten Satzes womöglich denken, wie gesegnet die Irdischen sind - haben sie doch keine anderen Probleme. Der Horchposten von da oben würde diesen Satz in den Aktenordner für Bagatellen legen, mit Sätzen wie „An Weihnachten muss es nicht schneien" oder „Globalisierungstrost: Glühwein wird immer süßer".

Vielleicht können wir von den Außerirdischen lernen. Das mit dem Kopftuch in der Kita jedenfalls ist nur Anlass für mehr Gelassenheit.

Das Kopftuch ist eine Selbstverständlichkeit

Das Bundesverfassungsgericht konstatierte am Montag Selbstverständliches: Kopftücher spiegeln sich im gesellschaftlichen Alltag vielfach wider, schrieben die Richter. Geklagt hatte eine Erzieherin aus Baden-Württemberg, die wegen ihres Kopftuchs eine Abmahnung erhalten hatte. Die Vorgesetzten befürchteten tatsächlich, das Tragen des Kopftuches könnte Zweifel an der Neutralität der Einrichtung wecken.

Denn es handelt sich nicht nur um ein Stück Stoff, sondern um ein Textil mit religiöser Bedeutung - einer islamischen.

Ein Kommentar von Jan Rübel

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