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Eva-luation im Management

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GENDER DIVERSITY
filadendron via Getty Images
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"Stärke liegt in Unterschieden, nicht in Ähnlichkeiten"
Stephen R. Covey

"Männer sind anders, Frauen auch"
Unbezweifelbarer Buchtitel mit zweifelnden Kommentaren

Die Führung, die Vision, die Zukunft, die Innovation, die Effizienz, die Synergie, ja sogar die Steuerung und die Bilanz - alles weibliche Begriffe. Die Management-Literatur ist weitgehend geschlechtsneutral und politisch korrekt -aber das ist eine Lücke, Oder?

Fast scheint es, als stünde dieses Neutrum für eine unabänderliche Grundhaltung, denn neutral verhält sich auch die Literatur zum Thema Management: Alles ist hier geschlechtsneutral dargestellt, sachlich, natürlich politisch korrekt.

Naja, es heißt immerhin das Management. Fast scheint es, als stünde dieses Neutrum für eine unabänderliche Grundhaltung, denn neutral verhält sich auch die Literatur zum Thema Management, egal ob Sie bei Malik oder bei Sprenger reinschauen: Alles ist hier geschlechtsneutral dargestellt, sachlich, natürlich politisch korrekt. Meist sind es normative Beschreibungen, Anleitungen und Tools, um sich im Führungsalltag zurechtzufinden. Führung sollte so und so sein.

Was fehlt, ist eine Unterscheidung zwischen Mann und Frau mit den daraus resultierenden Konsequenzen. Und falls jemand dazu schreibt ist es eine Frau. Wenig mutig von den Männern.
Wie können Mann und Frau im Management zusammenwirken? Welche Chancen sind damit verbunden?

Diese zu schließen ist nicht nur überfällig, weil die Thematik Mann und Frau unser Leben seit jeher intensiv berührt und sich deshalb auch stärker im Führungsalltag wiederfinden sollte. Mehr noch sind es die Anforderungen der Next Society, der Digitalisierung, der 1 0 11 00 1 Code, der das Thema gerade jetzt auf die Agenda setzt. Hier geht es um völlig neue Formen der Führung, der Steuerung und des Entscheidens.

Die zentrale Erkenntnis lautet daher: Der Weg in die Next Society lässt sich nur erfolgreich beschreiten, wenn es gelingt, zwischen Mann und Frau ein Verhältnis auf Augenhöhe zu finden, sich der jeweiligen Stärken gegenseitig bewusst zu werden und Unterschiede komplementär zu nutzen. Dazu braucht es auch ein grundlegend neues Rollenverständnis.

Meine erste These ist : Wir brauchen keine Gleichheit, sondern Ergänzung, Vielfalt, Komplementarität.

Es kommt also auf Diversity an, Dies ist natürlich nicht neu, es gibt in jedem Großunternehmen eigene Stellen dafür.

Und meine 2. These, auch wenn ich weiß das dies immer noch ein Tabu berührt : Entscheidend ist, wie Männer zukünftig ihre Rolle wahrnehmen.

Hierzu möchte ich hier schrieben, bin gespannt auf Austausch und Rückmeldung.