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ARD- Bericht: In Deutschland können jederzeit Flüchtlinge sterben!

05/02/2016 18:46 CET | Aktualisiert 05/02/2017 11:12 CET

Gut, dass nun bei Monitor (ARD) am 4.2.2016 endlich wieder einmal daran erinnert wurde:

Fast unbemerkt: Die täglichen Attacken auf Flüchtlingsheime

Seit Beginn des Jahres 2016 gibt es demnach noch mehr (als bereits 2015), nun

fast täglich Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte

Und, mindestens genauso schlimm:

Es war bisher nur Glück, dass es noch keine Tote gab

Das wurde dort eindrücklich belegt - ebenso wie die Tatsache, dass nach "Köln" nun fast nur noch über Kriminelles von - relativ wenigen- Flüchtlingen berichtet wird. Und fast gar nicht mehr von unzähliger Kriminalität gegen Flüchtlinge. Die es nun sogar noch mehr als schon 2015 gibt -seit Anfang 2016 gab es fast jeden Tag Attacken gegen Flüchtlingsunterkünfte!

Oft sogar mehrere täglich, meistens auch sehr gefährliche.

Angesichts dessen war der Aufschrei neulich, nach der Falschmeldung über einen Toten durch die Umstände beim Berliner "LaGeSo", auch völlig unverhältnismäßig. Denn auch dazu schrieb völlig zurecht ein Artikel im Berliner Tagesspiegel vom 28.1. 2016:

"So verworren der Fall ist, eine Erkenntnis gibt es. Niemand - nicht die Politik, nicht die Helfer, nicht die Presse - hat den Tod eines Menschen am Berliner Lageso auch nur einen Moment lang für unwahrscheinlich gehalten".

Und es ist zudem eben auch alles andere als unwahrscheinlich, dass bald in Flüchtlingsunterkünften Menschen ermordet werden, wenn nicht endlich Behörden handeln und Menschen dort besser schützen!

Diese Behörden, Ministerien, die hier oder auch beim "LaGeSo" und dergleichen versagen regen sich aber mit am Meisten auf (und fordern Konsequenzen) bei der genannten Falschmeldung? Das ist leider wahr - aber doch wirklich skandalös! Hier müssen doch endlich Konsequenzen her, damit nicht wirklich bald Flüchtlinge im "Rechtsstaat" Deutschland sterben, nachdem sie zuvor extrem gefährliche Flucht, Bomben in Syrien usw. überstanden haben ...

Am Ende des Beitrages wirft der Moderator (und Leiter) bei Monitor, Georg Restle, dann auch die Frage auf - bzw. sagt zynisch aber durchaus zutreffend:

Anscheinend sind die Ängste von Flüchtlingen nicht so populär wie die von Deutschen

Schlimmer und brutaler geht Diskriminierung wohl kaum als mit diesem Ungleichgewicht!

Natürlich ist gut, dass nach "Köln" zum Jahreswechsel nun dort mehr Polizei eingesetzt wird.

Aber was muss denn noch geschehen, damit auch Flüchtlinge endlich besser geschützt werden und Gewalt gegen diese, Täter mehr verfolgt und verhindert werden?

Und völlig zurecht weist der Beitrag auch darauf hin:

Seit der Silvesternacht von Köln scheint das Gesprächsthema in Medien und Öffentlichkeit gesetzt: Kriminelle Flüchtlinge, integrationsunwillige Flüchtlinge, Angst vor Flüchtlingen. Dass derzeit in Deutschland täglich Flüchtlingsheime attackiert werden, darüber spricht kaum jemand.

Und das kann wie gesagt wirklich fatale Folgen haben. Ebenso wie etwas, auf das Herr Restle bereits am 25. 8. 2015 in seinem Kommentar in den Tagesthemen hinwies - was leider auch viel zu selten ausgesprochen wird:

Aber wir sollten uns nicht täuschen: Klar, die rechtsextremen Gewalttäter und ihre brav-biederen Unterstützer sind eine Schande für dieses Land. Die eigentliche Schande aber ist die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik. Eine Flüchtlingspolitik, die die Ursachen für die Flucht von Millionen Menschen nicht bekämpft, sondern sie immer wieder aufs Neue schafft.

Genau - wenn die Menschen dann aber u. a. nach Deutschland flüchten müssen ist es natürlich umso schändlicher, dass sie selbst hier noch um ihr Leben fürchten müssen!

( Der Monitor - Beitrag vom 04.02.2016:

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/videofastunbemerktdietaeglichenattackenauffluechtlingsheime100.html )

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