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Die unerwartete Eigenschaft, die glückliche Paare gemeinsam haben

30/11/2015 16:32 CET | Aktualisiert 30/11/2015 16:34 CET

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Sie kennen sie sicherlich, diese glücklichen Pärchen, die in der Supermarkt-Schlange turteln, im Kino Händchen halten; die, die seit Ewigkeiten verheiratet sind und immer noch den „Funken" spüren.

Haben Sie sich je gefragt, WIE die das machen? Was wissen die, was ich nicht weiß?

Als ich eine Ehekrise hatte, sah JEDER glücklicher aus als mein Mann und ich. An jeder Straßenecke, in jedem Kaffee - jedes Paar strahlte wie ein Regenbogen. Es war schwer vorstellbar, dass auch sie sich über den gleichen idiotischen Blödsinn stritten wie wir: Darüber, wie viel Pulver in die Spülmaschine gehört. Wie man Pusteblumen pflückt. Darüber, wer den Streit angefangen hatte.

Vielleicht waren die glücklicheren Paare von Anfang an kompatibler, dachte ich. Oder sie waren schlauer oder hatten mehr Glück, als sie sich ihren Partner suchten. Vielleicht waren sie mit einer Anleitung in die Ehe gestartet. Vielleicht waren sie besser in der Lage, Anleitungen zu befolgen.

Vielleicht aber auch nicht.

Mag sein, dass einige Paare es heraus haben, wie man Streitereien beendet, oder wie man vermeidet, aus jedem Kleinkram einen Staatsakt zu machen. Manche können vielleicht über belastete Themen reden, ohne gleich in die Luft zu gehen. Aber ich habe festgestellt, dass das, was Paare glücklich macht, etwas ist, an das ich nicht gedacht hatte.

Der überraschende Fakt über glückliche Paare ist,...

... dass sie nicht immer glücklich sind.

Zumindest nicht 24 Stunden am Tag. Vielmehr würden die erfolgreichsten Paare, die ich kenne, zugeben, dass sie sich gegenseitig wahnsinnig machen.

Und zwar nicht nur ein bisschen. Wir reden hier über Fantasien, in getrennten Häusern zu leben; über Fantasien, in denen der Partner einen Job in Sibirien annimmt oder von Außerirdischen entführt wird. Manche haben vielleicht noch unheimlichere Optionen erwogen.

Hinzu kommt, dass sie bereit sind, darüber auf eine solche Art und Weise zu reden, dass ihnen nicht das Taschenmesser in der Hose aufklappt.

Glückliche Paare senden nicht immer „Ich-Botschaften" oder beginnen jeden Streit mit einer Dankesrede. Sie fühlen nicht jedes Mal ein Feuerwerk, wenn sie Liebe machen - und sie erwarten auch nicht, dass das passiert.

Manchmal schmeißen sie sich üble Sachen an den Kopf, knallen mit Türen oder rollen frustriert mit den Augen. Manchmal gehen sie im Streit ins Bett, oder einer von ihnen schläft auf der Couch.

Manchmal sehen sie exakt so aus wie unglückliche Paare - zumindest nach außen.

Der Unterschied bei ihnen ist meiner Erkenntnis nach, was nach innen passiert.

Glückliche Paare...

1. ...kapitulieren nicht vor dem Streit. Sie flippen nicht gleich aus, wenn es Schwierigkeiten gibt. Sie sagen nicht: „Unsere Beziehung ist zu schwierig" oder „Wir passen nicht zusammen" oder „Wir müssen uns scheiden lassen".

Anstatt vor ihren Kämpfen davonzulaufen und gegen deren Existenz zu protestieren, nehmen sie die Ansicht ein: „Lass uns die Ärmel hochkrempeln." Sie wissen, dass es in Beziehungen Probleme gibt, und sie geben nicht auf, ohne sich anzustrengen.

2. ... akzeptieren, dass Enttäuschungen unvermeidlich sind. In Beziehungen müssen wir ausbalancieren, dass wir zwar einerseits zu bekommen versuchen, was wir haben wollen - aber auch wissen, dass es unmöglich ist, alles zu haben. Es ist okay, hohe Erwartungen zu haben, aber wir sollten im Kopf behalten, dass auch der beste Partner uns manchmal hängen lässt. Wir müssen es ja nicht mögen, enttäuscht zu werden, aber wir sollten damit umgehen können.

3. ... schützen ihre Beziehung. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Beziehung etwas Wertvolles ist, das nur einmal im Leben kommt, macht es Sinn, sich so zu verhalten, dass sie genährt und geschützt wird.

Glückliche Paare vergessen nicht, dass ihre Handlungen und Worte eine Wirkung haben, deshalb wägen sie sie gut ab. Sie wissen zum Beispiel, dass sie ihre Stimme in einem Streit heben können, aber sie fluchen nicht. Sie können grießgrämig sein, aber sie überschreiten nicht die Grenze zur Gemeinheit.

Wenn ich das Wort „stur" benutze, fühlt sich mein Mann kritisiert. Aber es macht ihm nichts aus, wenn ich sage, dass er hartnäckig ist. Und er weiß, dass ich, wenn nicht gerade die Hütte brennt, vor dem Schlafengehen nicht mehr über Dinge reden möchte, die mich aufregen.

Seine Beziehung zu schützen, heißt nicht, um wichtige Themen herumzuschleichen oder nachzugeben, nur um den Frieden zu wahren. Es heißt, sich zur Aufgabe zu machen, so höflich und respektvoll zu sein wie möglich - in dem Wissen, dass das Vertrauen und guten Willen fördert.

4. ... streiten ohne Hass. Es ist eine Sache, auf seinen Partner sauer zu sein. Es ist eine andere Sache, seinen Ärger mit Missachtung auszudrücken. Manchen Leuten fällt es schwer, die beiden Dinge auseinanderzuhalten - eine Handlung zu verurteilen, ohne den Handelnden zu verurteilen.

Wenn Sie sich fast zu Tode streiten; wenn Sie hinter Ihrem Partner herjagen, mit der Absicht, ihn zu verletzen, sollten Sie im Kopf behalten: Opfer des Krieges, den Sie da führen, könnte einer von Ihnen beiden oder Sie beide sein - und vielleicht Ihre Ehe.

5. ... wissen, wie man repariert. Keine Beziehung ist frei von Schwierigkeiten oder Konflikten. Und egal, wie gut wir es als Partner meinen - keiner von uns ist ein Heiliger. Angesichts dessen ist es existenziell, dass wir lernen, zu reparieren.

Die Reparatur beginnt damit, dass eine Person sich mit der Absicht, zu heilen, auf den anderen zubewegt. Erfolgreiche Paare sind sowohl in der Lage, zu vergeben als auch zu dem Anteil zu stehen, den sie an den Schwierigkeiten haben.

6. ... akzeptieren, dass manche Dinge niemals gelöst werden - egal, wie hart sie daran arbeiten.Forschung hat gezeigt, dass 69 Prozent von Ehekonflikten unlösbar sind. Egal, wie wir uns ihnen nähern. Egal, wie freundlich wir fragen.

Mein erster Gedanke zu dieser Erkenntnis war: „Was für eine Erleichterung!", schnell gefolgt von: „Heißt das, dass ich meinen Mann NIEMALS dazu bekomme, seinen Mantel aufzuhängen?"

Jedes Paar wird seine immerwährenden Konflikte haben, die auf den fundamentalen Unterschieden zwischen den Partnern beruhen - Unterschiede in den Persönlichkeiten, in den Vorlieben und in der Art und Weise, wie sie die Welt sehen. Unterschiede, die leider immer bestehen bleiben.

Anstatt eine „Oh nein!"-Einstellung zu haben, wenn Kämpfe wiederkehren, haben glückliche Paare eine „Ach so, das wieder"-Einstellung. Anstatt immer wieder (ohne Erfolg) darum zu kämpfen, sich zu einigen, erkennen sie die Unlösbarkeit des Problems und nähern sich ihm mit Akzeptanz, Kapitulation und - was das Beste ist - mit Humor.

Wenn Sie in Ihrer Ehe kämpfen, trösten Sie sich: Egal, wie düster sich die Dinge entwickelt haben - wenn Sie eine glücklichere Ehe wollen, geben Sie sich eine Chance. Der Unterschied zwischen unglücklichen und glücklichen Paaren ist vielleicht nicht so dramatisch, wie Sie denken.

Warum nicht heute anfangen?

Dieser Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Hier geht es zum Original.

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