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Die Digitalisierung des Mittelstands? Die Hidden Champions als Vorbild!

13/08/2017 14:57 CEST | Aktualisiert 13/08/2017 14:59 CEST
shapecharge via Getty Images

Professor Hermann Simon ist verärgert. Immer wieder wird das Silicon Valley als Referenz für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen genannt (s. Handelszeitung), dabei gibt es Hidden Champions, die viel eher Vorbild für den Mittelstand sein können als die immer wieder genannten Akteure aus Kalifornien, deren Kompetenz sich vor allem auf die Kundenschnittstelle beschränkt, während die Komplexität des "industriellen" Internets anderen überlassen wird. In der Handelszeitung nennt er dabei vier Unternehmen, eines davon ist die SICK AG mit Dr. Robert Bauer als visionärem Vorstandsvorsitzendem, der für seine Branche die Zukunftsentwicklung treibt, nicht indem er kopiert, sondern disruptiv denkt.

Vordenker und Vormacher der Hidden Champions

wie Dr. Rober Bauer sollen in einer Serie von Interviews

vorgestellt werden, um jenseits der B2C-Erfolgsmuster

dess Silicon Valley "digitale" Perspektiven für den '

deutschen Mittelstand aufzuzeigen.

Wenn in der Intralogistik von der Digitalen Transformation gesprochen wird, könnte sich die Community eigentlich beruhigt zurücklehnen. Schon heute weist die Branche ein hohes Maß an technologischer Unterstützung auf. Und doch ist das disruptive Potenzial groß.

  • Autonomes Fahren ist für die Intralogistik kein Zukunftsthema mehr, sondern gelebte Gegenwart! Die Konsequenzen könnten aber in weiteren Ausbaustufen dramatisch sein: Brauchen wir noch Gabelstapler, wenn AGV - Automated Guided Vehicle - in der Fläche zum Einsatz kommen?

  • Schon lange wird die Intralogistik durch IT-Systeme umfassend unterstützt. Ist die heutige, zum Teil noch hierarchische und zentralisierte Steuerungs-Architektur aber noch zukunftsfähig, wenn Sensoren Informationen standardisiert in die Cloud liefern und Edge Computing die Intelligenz dezentralisiert?

  • Der technologische Wandel ermöglicht auch andere Organisationsformen: Werden die fluide Organisation und die dezentrale Intelligenz nicht generell die heutigen zentralisierten Ansätze fundamental hinterfragen? Wo bleiben die Vertreter der alten Organisations-Logik in Zukunft?

  • Oder generell: Was bleibt noch nachhaltig relevant vom Ist in der neuen Ökonomie, wenn die Grundlogik sich fundamental wandelt?

Dabei kommen vollkommen neue Fragestellungen auf uns zu:

  • Wie offen sind wir wirklich schon für Kollaboration? Wer setzt die Standards?

  • Wer garantiert Win&Win-Partizipation im Netzwerk bzw. in den Partnerschaften an gemeinsamen Erfolgen?

  • Wie regeln wir die Datensouveränität, also die kollaborative Nutzung der Daten, so, dass die Interessen der Datenlieferanten berücksichtigt werden?

Mit Dr. Robert Bauer reflektieren wir nachfolgend diesen fundamentalen "Wandel 4.0". Seine Antworten werden sicherlich einige überraschen. Kostprobe:

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Industrie 4.0 bedeutet nicht, den Menschen durch Automatisierung (Industrie 3.0) aus der Fabrik herauszudefinieren, sondern - ganz im Gegenteil - ihn wieder als Träger der neuen Wertschöpfungslogik (Flexibilität, Innovation, ...) zu integrieren!

PS: Weitere Interviews mit Hidden Champions folgen!

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Sehr geehrter Herr Dr. Bauer,

Disruption - auch in der Intralogistik?!

Ein prominenter Marktbegleiter aus der Antriebstechnik prognostiziert das partielle Ende der Gabelstapler angesichts neuer autonomen Systeme (AGV). Ein Hersteller von Fördersystemen diskutiert öffentlich die leere Halle und vollkommen fluide Konzepte jenseits der heutigen starren Logiken. Sie könnten schließlich mit der smarten Sensorik, Edge Computing und der Cloud auch sehr viel Unruhe stiften 😉 und die alte Steuerungsarchitektur und ihre Vertreter radikal hinterfragen. Müssen wir uns wirklich auf eine so radikale, disruptive Transformation einstellen oder sind das dann doch noch wilde Blütenträume einzelner Technikvisionäre? Sorgen nicht ISO-Normen & Co und vielleicht auch der Wandlungsunwille lange Zeit dann doch eher für Konstanz in der Intralogistik? Wie sieht Ihr Zielszenario aus? Welche 4-5 wirklich relevanten Veränderungen erwarten Sie in 10 Jahren?

Dr. Robert Bauer:

Bevor wir uns dem Zielszenario nähern, sollten wir uns über den generellen Nutzen der neuen Technologie Gedanken machen. Denn Technologie alleine als Selbstzweck wird sich nicht durchsetzen. Die Märkte beschleunigen sich von Jahr zu Jahr. Heute sind neue Produkte im Monatsmaßstab erforderlich, für die bisher ein Zeithorizont von Jahren üblich war. Also was passiert entlang der Produktionskette, wenn man sich auf diese neuen Zeitdimensionen einstellen muss? Bestehende Konzepte haben hierauf keine Antwort, es sei denn die Marktgegebenheiten werden nicht ernst genommen.

Für eine heutige Werksplanung muss die Fabrik vor allem bedingt durch die notwendige Automatisierungstechnik schon lange im Voraus geplant werden, also Jahre vor Markteinführung neuer Produkte. Hat man heute eine Produktionsstätte, ist sie wiederum schwer an neue, noch unbekannte Produkte anzupassen. Im schlechtesten Fall fängt man wieder an in diesem Jahresrhythmus zu planen und läuft dem Marktanspruch hinterher. Durch die Marktentwicklung gibt es zwei entscheidende Herausforderungen:

  • die Kostenstruktur und
  • die Flexibilität.

Die Kostenstruktur steht wegen der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin extrem unter Druck. Dies führt tendenziell zur Vollautomatisierung und leeren Werkshallen. Dieser Weg ist nicht neu und bei geeigneten großen Volumina erfolgreich, führt aber auch zu den langen Vorausplanungshorizonten. In diesem Szenario würde der Mensch die Maschine stören, weshalb er weitgehend ausgesperrt wird. Und wenn er doch gebraucht wird, z. B. zur Wartung oder Fehlerbehebung, steht die gesamte Maschinerie.

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Aber ist dieses Szenario wirklich geeignet, die extrem verkürzten Produktzyklen zu realisieren, oder braucht man nicht viel mehr den Menschen wieder in der Fabrik, um seine Stärke, die Flexibilität und Kreativität für die neuen schnelllebigen Produkte zu nutzen?

Ich sehe hier die entscheidende Veränderung der Konzepte von der Industrieautomation hin zur Industrie 4.0.

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Es ist sehr unwahrscheinlich bzw. in noch weiter Ferne, dass die hochflexible Fabrik sich auch selbstständig erfindet, plant und an neue Verhältnisse, die noch nicht vorausgedacht sind, anpassen wird. Also ist der Mensch der wichtige Faktor, um die Flexibilität und damit die Kreativität wirklich umsetzen zu können.

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Daraus folgt der logische Schluss, dass Industrie 4.0 vor allem heißt, den Menschen wieder zurück in die automatisierte Fabrik zu holen. Das mag nicht neu klingen, ist aber in der technischen Umsetzung die wirkliche Herausforderung von heute.

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Will man nun die Effizienzgewinne der Automatisierungstechnik nicht verlieren, sind Konzepte notwendig, bei denen einzelne, hoch flexibel automatisierte Prozesse autonom im Verbund arbeiten können. Sie können völlig frei kombiniert werden. Dies wäre Voraussetzung, dass auch heute noch nicht entwickelte Produkte in der geforderten kurzen Zeit doch produziert werden können.

Besagte Prozesse sind so allgemein wie möglich aufzufassen, beispielsweise von der Verbindungstechnik, wie Schweißen, Kleben etc. bis zur allgemeinen Aufgabe, Güter von einem Ort zu einem anderen zu transportieren. Für einen wirklichen Erfolg müssen alle Herstellungs- und auch alle Intralogistikprozesse autonom Aufgaben ausführen können.

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In diesem Sinne wird der Gabelstapler von heute als autonomes Transportfahrzeuge fungieren, aber der Mensch kommt ganz nahe heran oder wird auch wieder aufsteigen, wenn bestimmte Vorgänge kreativ eingelernt werden oder das Fahrzeug z. B. direkt am Einsatzort gewartet werden muss.

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Alle anderen Funktionen um ihn herum sollten hiervon völlig unberührt weiter funktionieren.

Technisch gesehen ist diese Vision nur möglich, wenn alle Register der digitalen Technik von der Sensorintelligenz über Edge-Computing bis in die Cloud gezogen werden. In jedem Teilgebiet sind dabei noch vielfältige Entwicklungsschritte notwendig, aber die Ansätze sind klar erkennbar.

Ist es der Wandlungsunwille oder fehlen noch einsatzfähige Teilschritte für die Umsetzung? Erfolgsversprechend ist wohl die konsequente Weiterentwicklung, die auch rückwärtskompatibel in bestehende Strukturen eingepasst werden kann. Nach und nach können sich daraus autonome Konzepte erfolgsversprechend entwickeln. Der Wandlungsunwillige wird in jedem Fall auf der Strecke bleiben, die Marktforderung nach flexiblen Produktions- und Logistikprozessen ist nicht mehr umkehrbar.

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Die wesentlichen Veränderungen ergeben sich durch die Prozessagenten, die sich autonom für ihr Aufgabengebiet anbieten. Dieses Konzept ist weder zentral noch dezentral, sondern hochgradig vernetzt.

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Interessant wird es, wenn sich Mensch und Maschine einander wieder näherkommen. Dabei ist der Unfallschutz Voraussetzung, der aber in der Entwicklung weit vorangeschritten ist. Die Herausforderung ist eher der umfassende Datenaustausch auf allen Ebenen, also auch zwischen Mensch und Prozessen.

Die Erschließung aller Daten unter Einsatz von vielfältigen Sensorsystemen zur umfassenden Beurteilung der Lage gehört damit zur weiteren großen Veränderung. Interessant ist hier zum einen die maschinelle Verarbeitung für die autonomen Prozesse, zum anderen sind die menschengerecht aufbereiteten Daten erfolgsentscheidend, damit die Mitarbeiter tatsächlich alles wissen, um kreativ und flexibel handeln zu können. Stelle man sich vor, die Maschinen hätten mehr Daten zur Verfügung als die Menschen, welche Verschwendung der Kreativität des Menschen.

Plattform-/Daten-Ökonomie in der Intralogistik?

Eine wesentliche Disruption ist sicherlich der Wandel zur Plattform- und Datenökonomie. Auf der LogiMAT haben Sie mit sehr viel Überzeugung und Engagement das Konzept vom Industrial Data Space vorgestellt, einer gemeinsamen Datenplattform, die Sie u. a. mit unserem früheren Mutter-Institut, dem Fraunhofer-IML, voranbringen. Können Sie diese Plattform und ihren Anwendungsnutzen kurz skizzieren? Wie wichtig sind in Zukunft Plattformen und übergreifende Kollaborationen und Standards für die Intralogistik? Sind die Unternehmen schon bereit für so eine partnerschaftliche Art der Zusammenarbeit? Inwieweit konnten Sie Fragen der Sicherheit oder auch der Datensouveränität regeln? Wer sorgt im Netzwerk für Win & Win? Rechnen Sie damit, dass sich die kollaborative Form der Plattformen durchsetzt oder drohen hier am Schluss nicht doch neue Monopolisten zu gewinnen?

Dr. Robert Bauer:

Nehmen wir die Idee aus der vorhergehenden Frage auf, dass für die Kollaboration autonomer Prozesse ein umfassender Zugang zu Daten Voraussetzung ist. Beispielsweise müssen zur Entwicklung autonomer Funktionen von AGVs alle erdenklichen Situationen erfasst und in Handlungsalternativen umgesetzt werden. Traditionell sind hierfür Testfahrten unter Laborbedingungen notwendig. Das richtige Leben bringt aber immer wieder völlig neue Situationen. Reale Betriebsdaten sind demnach Voraussetzung für den wirklichen Fortschritt. Das Problem ist nur, dass derartige Daten, z. B. die Wegedaten für AGVs, auch unternehmensvertrauliche Daten beinhalten, die unbedingt gesichert bleiben müssen. Diese Daten erlauben immer Rückschlüsse auf Fertigungsdaten, wie Anzahl oder Dauer der einzelnen Prozessschritte. Bei Anwendung umfassender Sensorik können sogar noch weit darüber hinausgehende Erkenntnisse gewonnen werden und Unbefugten Vorteile verschaffen, falls sie Zugang zu diesen Daten bekommen.

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Schaffen wir keine vertrauensvolle Umgebung für die Souveränität der Daten, wäre das eine massive Behinderung des Fortschritts, denn oben beschriebener ganz natürlicher Erkenntnisgewinn wäre praktisch versperrt.

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Technisch gesehen muss für den Zugang und die Übertragung der Daten der höchste Stand der Technik angewandt werden. Hinzu muss noch ein bilateraler Vertrag zwischen den Datenaustauschparteien kommen, der den Grad der Vertraulichkeit juristisch regelt. Dies erfüllt aber nur die Bedingung für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

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Der zukünftig wertvolle Austausch von Daten bedarf aber eines Ökosystems für multilaterale Verbindungen, d. h jeder, der Nutzen aus Daten ziehen kann, sollte auch die Möglichkeit bekommen, vorausgesetzt der Dateneigentümer erlaubt dies entgeltlich oder unentgeltlich.

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Nicht vereinbarte Nutzung muss dabei konsequent verhindert werden. Die Lösung des Problems mit juristischen Verträgen auf multilateraler Basis ist prinzipiell möglich, aber höchst impraktikabel. Abgesehen von den Kosten für derartige Verträge, ist der Aufwand in Zeit und Geld für die Überwachung von vielen Einzelverträgen die größte Herausforderung. Will man aber die Vision der umfassenden Datennutzung nicht aufgeben, ist eine notwendige und hinreichende Voraussetzung für die zukünftige Nutzung aller Daten, dass die Datensouveränität bei geringen Transaktionskosten in jeder Hinsicht gewährleistet wird. Datensouveränität heißt hier vor allem, dass der Eigentümer der Daten - und nur er - bestimmt, was mit seinen Daten gemacht werden darf, entgeltlich oder unentgeltlich.

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Der Industrial Data Space hat mit der Vorlage des Referenzarchitektur-Modells die technischen Grundlagen für die multilaterale Datensouveränität erarbeitet. Die Umsetzung kommt mit zunehmender Beteiligung vieler Unternehmen und Vereinigungen Schritt für Schritt voran.

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Halten wir fest:

  • Die souveräne Datennutzung ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.
  • Da die Datenentstehung so vielfältig ist wie das reale globale Leben, kann kein Monopolist für sich in Anspruch nehmen, dies beherrschen zu können.
  • Es müssen also immer mehrere Beteiligte zusammenarbeiten, die sich im Sinne aller Beteiligten auf ein neutrales Ökosystem für die Datensouveränität stützen können.

Die multilaterale Transaktion von Daten, sei es zwischen großen, globalen Anbietern oder zwischen kleinen, mittelständischen Unternehmen, ist Voraussetzung für die vollständige Nutzung aller Daten. Gäbe es die Idee des Industrial Data Space noch nicht, müsste man sie schleunigst erfinden.

Von den Daten & Co zur smarten und individuellen Intralogistik?!

Nicht nur die Architektur wird sich wandeln, potenziell entstehen auch ganz neue Geschäfts- und Betriebsmodelle in der Daten- und Netzwerk-Ökonomie. Ab einem bestimmten Tipping-Point (Hannover Messe 201X) könnte der Kundendruck in Richtung Wertschöpfungs-Innovationen viele bisherige Akteure massiv unter Druck setzen. Unternehmen fällt aber der Transfer von neuen Daten-Chancen oder anderen technologischen Innovationen wie 3D-Druck in Richtung echter Kunden-Mehrwerte oft schwer und es scheint, als sei die Perspektive des Kunden eine Herausforderung. Ist der Kaiser vielleicht nackter als man denkt oder woran liegt es, dass wir immer intelligentere Technologien haben, aber neue Kunden-Mehrwerte noch Mangelware scheinen? Inwieweit sind Unternehmen schon wirklich aufgebrochen in Richtung einer smarteren und individuelleren Wertschöpfung? Was leistet SICK, um selber smartere und individuellere Lösung bereitzustellen und wie unterstützen Sie Ihre Kunden?

Dr. Robert Bauer:

Das Märchen von Kaisers neuen Kleidern lässt sich gut auf die Situationen anwenden, bei denen neue Geschäftsideen und Technologien propagiert werden, für die es keinen wirklichen Nutzen gibt, viel Marketing um nichts.

Tatsächlich haben wir heute aber große Herausforderungen zu lösen. Der Energie- und Materialaufwand für unsere Produkte ist wesentlich zu hoch, um nicht zu sagen verschwenderisch. Wollten wir alle 7 Milliarden Menschen auf den gleichen Standard des heutigen Energie- und Materialaufwands heben, würde die Verschwendungsblase ganz schnell platzen.

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Ganze Weltregionen lassen sich aber schon heute nicht mehr von wesentlichen Standards ausschließen, ergo können wir maximal zehn Prozent des heutigen Aufwands überhaupt verkraften.

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Dann kommt der zweite wesentliche Punkt hinzu.

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Neue Konzepte und Ideen gibt es, aber sie werden wegen der Starrheit der heutigen Industrieproduktion gar nicht oder nur sehr langsam umgesetzt. Daher kommt der bereits beschriebene enorme Druck, unsere Produktionsmethoden flexibel und dynamisch umzustellen.

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Die Diskussion um Industrie 4.0 dreht sich also bei weitem nicht nur um die Frage, ob der ein oder andere Service mit App-Technologien angeboten werden kann, sondern vor allem wie besagte Herausforderungen der Dynamisierung und der Material- und Energieeffizienz durch Datennutzung unterstützt werden.

Die Verschwendung beginnt schon bei der Energie für den Produktionsprozess. Studien zeigen, dass bis 30 Prozent der Energie völlig nutzlos verbraucht werden, weil Maschinen auf den nächsten Auftrag warten, Beleuchtungen eingeschaltet sind, weil das so üblich ist, und viele Beispiele mehr. Sensorik, die den Prozessablauf überwacht und vor allem die Weiterleitung der daraus gewonnen Informationen für andere Prozessschritte, senkt diesen Energieaufwand entscheidend.

Das praktische Problem heute, dass die Daten der Sensorik zur Echtzeitsteuerung von Prozessen optimiert sind und deshalb die vorhandenen Erkenntnisse gar nicht an andere Interessenten weitergeben können, lösen wir bei SICK durch die Bereitstellung rückwärtskompatibler Schnittstellen für die Sensoren. Konkret heißt das, dass unsere Kunden die Sensoren heute einbauen können, ohne ihren Systemaufbau verändern zu müssen. Sie arbeiten wie gewohnt. Sie sind aber gleichzeitig für die Datennutzung, z. B. in der Cloud vorbereitet, wenn die Voraussetzungen und das Ökosystem hierfür beim Kunden eingerichtet werden.

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Rein praktisch ist es nämlich unrealistisch, alle Produktions- und Logistikprozesse auf einmal auf die neuen Konzepte umzustellen. Der zügigste Weg ist also, die Infrastruktur Schritt für Schritt kontinuierlich auszubauen und damit auch die Kompetenz der Mitarbeiter entsprechend synchron zu erweitern.

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In diesem Zusammenhang ist die graphische Aufbereitung der vorhandenen Daten von entscheidender Bedeutung, denn dadurch werden die Zusammenhänge der komplexen Prozesse deutlich und flexibel nutzbar. Unsere SOPAS Engineering Tools (SICK Open Plattform for Application and Systems) unterstützen diese anspruchsvolle Aufgabe. In Verbindung mit unserer Plattform SICK AppSpace für die kundespezifischen Softwarebereiche und SICK AppStudio, dem Entwicklungssystem für Applikationen, stellen wir damit ein Ökosystem zur Nutzung aller Möglichkeiten bereit, die wir mit unseren Sensoren bereits heute schon anbieten können. Dabei wollen wir durch die bereits beschriebene Rückwärtskompatibilität die Fortschritte bei Edge- und auch Cloud-Computing evolutionär unterstützen.

Die Dinge und ihre virtuellen Zwillinge in der neuen Intralogistik?

Zwei Entitäten werden im Internet of Everything besonders vom Wandel betroffen sein: Das Ding und der Mensch. Die 35. Dortmunder Gespräche stehen daher unter dem Motto der Social Networked Industry. Als man am Fraunhofer-ALB / -IML vor 20+ Jahren über Schwärme von Fertigungssteuerungsagenten promovierte, glaubte mancher Doktorand - anders als frühe Visionäre wie die Professoren ten Hompel oder Dangelmaier - selbst nicht an eine baldige Relevanz solcher IoT-Szenarien, obwohl man bereits 1994 an ISO-Standards für die digitalen Agenten arbeitete. Wie weit sind wir heute? Wird am Ende jedes Ding seinen virtuellen Zwilling haben und kollaborationsfähig werden? Welche Rolle werden Cobots und Social Machines in einer Social Networked Industry spielen? Macht die totale Dezentralisierung Sinn? Wer wird von der neuen Autonomie profitieren, wer wird darunter leiden? Wie beherrschen wir noch die Komplexität angesichts AI, IoT und vernetzter, autonomer Akteure, wo wir einst daran scheiterten Deadlocks zu prüfen?

Dr. Robert Bauer:

Das Stichwort 1994 zeigt, dass die Industrie schon lange kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Technologie hin zu autonomen Akteuren arbeitet. Beispielsweise hat die SICK AG 2004 mit der Einführung des Claims „Sensor Intelligence." das Produktgeschäft mit Lösungen zu intelligenten Interaktionen ergänzt. Aus unserer Sicht geht diese Umstellung kontinuierlich weiter, auch wenn vielleicht nicht immer jeder einzelne Schritt spektakulär ist.

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Um einen wirklichen Fortschritt zu erreichen, muss eben nicht nur an einer Stelle eine Idee umgesetzt werden, sondern mindestens an zweien: beim Sender und beim Empfänger. Im Prinzip ist aber ein gesamtes Ökosystem notwendig.

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Dazu gehört neben dem Fortschritt der Rechenleistung vor allem auch der Fortschritt bei den Übertragungstechnologien, speziell den Bandbreiten. In Bezug auf das digitale Abbild, dem digitalen Zwilling, sind nach anfänglichen Erfolgen noch erhebliche Abstimmungsschritte notwendig, wenn das gesamte Ökosystem einbezogen werden soll. Tendenzen zur Konzentration auf eine Softwareumgebung wären Rezepte aus der Industrie 3.0 und erfüllen noch nicht den Anspruch auf ein universelles Ökosystem für Industrie 4.0. Vor allem ist ganz besonders wichtig, dass wir die digitale Universalität und Souveränität der Daten sicherstellen. Das heißt, dass die Daten universell verfügbar werden und gleichzeitig der jeweilige Eigentümer der Daten die uneingeschränkte Verfügungsgewalt behält.

Der Begriff der Dezentralität stammt noch aus der bisherigen Datenstruktur, in Zukunft sind das verteilte Netzwerkstrukturen. Nur sehr langsam können allerdings die zentralisierten oder auch dezentralen Datenstrukturen ersetzt werden. Sowohl Hardware- als auch Softwarehersteller wollen diese hochentwickelte Struktur nur langsam aufgeben. Mit den Ideen von Industrie 4.0 werden sich aber die Daten von Hardware und Software emanzipieren und eine eigenständige, autonome Einheit bilden. Die App-Programmierung zeigt deutlich die ersten Schritte.

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Datenagenten werden mehr und mehr folgen, die völlig unabhängig von der Hard- und Software interagieren können. Wahrscheinlich wird es keine einheitliche Normierung für alle Fälle geben. Die Datenagenten werden schlicht synchron mit vielen verschiedenen Betriebs- und Softwaresystemen arbeiten.

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Ob wir mit der Komplexität fertig werden hängt vom Blickwinkel ab, z. B. ob wir die Agenten richtig einsetzen. Denn wenn man die neuen Möglichkeiten tatsächlich annimmt, wird die Beherrschung der Komplexität vor allem einfach. Die Daten sind dann unabhängig von Hard-, Software und Netzwerkstrukturen. Zum Vergleich lässt sich die Struktur des Worldwide Webs anführen. Der Aufbau ist extrem komplex und folgt seit seinem Beginn nicht einer gradlinigen Entwicklung, sondern erweitert sich entsprechend der Nachfrage. Denkt irgendjemand an die Komplexität des Netzes, wenn er eine Nachricht sendet? Es ist schlichtweg einfach. Die Datennutzung durch Agenten wird in Zukunft auch so selbstverständlich und einfach sein, man wird die Komplexität dahinter vergessen. Ich würde mich wiederholen, wenn ich die Notwendigkeit der Datensouveränität hier noch einmal ausführe, denn deren Nichtbeachtung wäre trotz aller Einfachheit naiv.

Der Mensch als Souverän in der Intralogistik?

Bei Ihren Marktbegleitern Phoenix Contact und SEW Eurodrive setzen Vordenker wie Johann Soder oder Gunther Olesch den Menschen in den Mittelpunkt der Social Networked Industry. Mitarbeiter erlangen neue Souveränität durch die Augmentierung ihrer Arbeit mit Informationen, die nun umfassender und dezentral verfügbar sind, Chefs werden zu Coaches. Kreativität und Kunde werden wichtiger als Effizienz. Ist das generell die schöne neue Arbeitswelt 4.0 für die Intralogistik? Was machen wir mit Gabelstapler-Fahrern oder Experten für die alte Logik der Intralogistik? Wird es wirklich möglich sein, alle mitzunehmen, oder werden wir Verlierer alimentieren? Bereiten die heutigen Ausbildungen / Studien schon auf die Zukunft vor?

Dr. Robert Bauer:

Diesem positiven Menschenbild schließe ich mich ohne Abstriche an. Hierfür gibt es auch schöne Beispiele aus der Vergangenheit. Wenn ich gefragt werde, ob ich ohne weiteres die zehnte Wurzel aus einer Zahl ziehen könnte, müsste ich mich wohl tiefgehend mit mathematischen Grundlagen beschäftigen. Wenn ich aber heute das durchschnittliche Wachstum der letzten zehn Jahre berechnen will, bin ich innerhalb von Sekunden erfolgreich und der exakte Wert steht, unter Verwendung der zehnten Wurzel, zur Verfügung.

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Dieses Beispiel zeigt, wie wir inzwischen, ohne es zu bemerken, hoch komplexe Funktionen lösen. Die gewonnene Zeit fällt dabei niemandem auf, denn wir verwenden sie für neue, kreative Aufgaben.

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Ähnlich werden alle Mitarbeiter durch den Zugang und die intelligente Auswertung von Daten von Zeiten entlastet, die sie heute für das Herstellen, Suchen und Vergleichen von Daten aufwenden müssen. Damit wird enorm viel Energie für neue Ideen frei. Gleichzeitig wird die Interaktion zwischen dem Unternehmen, dem Kunden und auch den Zulieferern intensiver, weil Informationen zugänglich werden, die vorher nicht vorhanden waren oder mit unverhältnismäßigem Aufwand erarbeitet werden mussten. Die Leistungsfähigkeit des Datenmanagements kann Grenzen überwinden, die bisher versperrt waren. Voraussetzung dafür ist allerdings wieder das bereits beschriebene Ökosystem.

Nun gibt es neben den guten Beispielen für gelungene Technologiewechsel auch problematischere. Der Ausstieg aus dem Kohlebergbau wurde durch Subventionen lange verzögert. Wenn man dieses Geld direkt in die Umschulung gesteckt hätte, hätten wir viel schneller neue Industriezweige aufbauen können.

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Und wer sagt zum Beispiel, dass Bergbauarbeiter nicht genauso gut und gerne in einer modernen Halbleiterfabrik arbeiten würden? Diese sind allerdings mit großen Staatssubventionen nicht in Deutschland, sondern in Asien entstanden.

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Bei dem nun anstehenden Technologiewechsel Industrie 4.0, der mit Sicherheit kommen wird, kommt es also vor allem darauf an, so schnell wie möglich alle Menschen mitzunehmen und von den neuen Möglichkeiten und neuen Chancen zu überzeugen. Denn nur wenn der Wandel wirklich angenommen wird, kann er auch positiv eingesetzt werden. Interessant dabei ist, dass mit den neuen Möglichkeiten bisher weniger gut ausgebildete Gruppen mit enormem Wissen ausgerüstet werden können. Höchst komplexe Vorgänge, ähnlich wie das Beispiel der mathematischen Lösung der zehnten Wurzel, werden so einfach, dass sie gar nicht mehr als komplex erfasst werden. Angelernt werden kann quasi jeder über Nacht und wird dadurch zum Spezialisten.

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Was passiert dann mit den Spezialisten? Diese bekommen wiederum Zeit, kreative Vorgänge voranzutreiben, um die enorme Energie- und Materialverschwendung zu senken oder eben zum Mars zu fliegen.

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Je nachdem was sich der Mensch als nächstes erfüllen möchte. Verlierer wird es also nur geben, wenn die neuen Möglichkeiten des Datenmanagements nicht genutzt werden.

Letztendlich wird das Datenmanagement auch durch den Spieltrieb des Menschen unterstützt, der heute schon bei der Nutzung der neuen Medien eindeutig sichtbar wird. Damit werden komplexe Vorgänge quasi zum Kinderspiel. In Abwandlung eines Zitates von Oscar Wilde könnte man sagen:

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„Und wenn es noch nicht kinderleicht ist, dann ist es eben noch nicht zu Ende."

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Wenn die Nutzung der Industrie 4.0-Ideen klar für den Menschen spricht, so kann es dennoch zu großen Übergangsproblemen führen. Es kann sein, dass durch Automatisierung von bestimmten Vorgängen schneller Arbeitsplätze abgebaut werden als neue Arbeitsplätze in Kombination mit dem autonomen Datensystem entstehen können. Es kann auch sein, dass die beschriebene Einfachheit langsamer entwickelt wird als alte Strukturen zerfallen und damit die Komplexität noch dominiert.

Statt Festhalten an alten Strukturen wäre es diesmal wesentlich besser, die notwendigen Finanzmittel in neue Strukturen zu investieren und statt zu alimentieren für Weiterentwicklung und Ausbildung zu verwenden, damit alle schneller Vertrauen in die neuen Technologien aufbauen können und damit positive Energie für ihre Zukunftsgestaltung freisetzen.

Keine Intralogistik4.0 ohne intelligente Sensorik: Deutschland4.0?

In seinem Beitrag für das Competence Book zur Industrie 4.0 schrieb Christoph Müller: „Das Informationszeitalter für die Industrie hat erst begonnen ... Diese Welt ... hängt am Anfang der Prozesskette entscheidend vom Datenlieferanten ab: Der intelligenten Sensorik." Das klingt nach einer perfekten Zeit für Sensor-Hersteller! Müssen Sie sich angesichts solch perfekter Marktgegebenheiten noch Sorgen machen? Wie schafft man es, die Innovationsbereitschaft hoch zu halten und gegen die Falle des Innovator Dilemmas zu wirken, wenn eigentlich alle zufrieden sein können? Sie haben z.B. mit den programmierbaren Sensorlösungen und dem Appstore wichtige Innovationen realisiert, welche weiteren Weichen wollen Sie für die nachhaltige Zukunftsfähigkeit von SICK stellen? Marktbegleiter arbeiten maßgeblich mit in der RAMI-Normierung, sind Standards auch ein Wettbewerbs-Instrument? Bei aller Zuversicht für die Sensorik Made in Germany - glauben Sie auch an den Erfolg von Deutschland 4.0 in der Breite? Was würde Forschungs-/ Wirtschaftsminister Dr. Robert Bauer tun, damit Deutschland die „zweite Halbzeit" der Digitalisierung gewinnt?

Dr. Robert Bauer:

Per Definition werden technische Daten von Sensoren erzeugt. Wenn also die Datenwelt gemäß Industrie 4.0 der entscheidende Faktor ist, dann werden auch viele Sensoren mit steigenden Stückzahlen gebraucht. Ein Selbstläufer ist das aber nicht. Neben den allgemeinen Konjunktureinflüssen, die die Investitionsbereitschaft und die Innovation beeinflussen, ist speziell der Zeithorizont für alle Marktteilnehmer eine große Herausforderung. Bestehende Systeme müssen unterhalten und neue serienreif eingeführt werden. Im Universitätsumfeld kann man, mit Hilfe großer Simulationsanlagen, schnell fantastische Welten demonstrieren. Doch industriell stehen Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit inklusive Unfallschutz und Datensicherheit im Vordergrund. In allen Anwendungsumgebungen wird erwartet, dass diese Voraussetzungen mindestens den derzeitigen Stand erreichen.

Dies umreißt die Herausforderung des Inventors Dilemmas. Aus SICK-Sicht ist dabei vor allem der zeitliche Horizont das Dilemma, weniger die Umsetzbarkeit der Ideen.

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Konsequente Weiterentwickelung, auch wenn die Marktdurchdringung noch nicht sofort eintritt, bleibt aber Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg.

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Zur weiteren Beherrschung dieses zeitlichen Dilemmas haben wir mit unserem SICK AppSpace und zugehörigen SICK AppStudios die aktive Mitentwicklung der Software auf breitere Basis gestellt. Denn in Zukunft wird die Anwendungssoftware zusammen mit Anwendern und Kunden weiterentwickelt. Die dafür nötige höchst flexible Plattform haben wir mit unserem SICK AppSpace dem Markt vorgestellt. Die Multiplikation für viele Anwendungsbereiche wird helfen, bisherige Systeme auch rückwärtskompatibel schneller zu ersetzen.

Die RAMI-Normierung schafft generell eine Orientierung für das Industrie 4.0 Ökosystem. Ein Wettbewerbsinstrument im klassischen Sinne wird es nicht sein können, denn hierfür sind die Zeiten heute viel zu schnelllebig. Der Erfolg von „Made in Germany" wird davon abhängig sein, wie stringent und schnell es gelingt, das bisherige Know how des Exportweltmeisters schnell genug in die neue Welt zu transformieren. Einen Wettbewerbsvorteil haben wir heute schon zusammen mit der Europäischen Union.

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Weltweit werden unsere Strukturen für Datensicherheit und Datenschutz als die bei weitem vertrauensvollsten eingestuft. Wenn wir diese Kulturfrage nicht durch Aktionismus, z. B. um vorgebliche Nachteile bei der Geschäftsausübung auszugleichen, aufs Spiel setzen, dann wird sich dieser Vorteil noch extrem positiv auf die nachhaltige Umsetzung des Industrie 4.0-Mehrwerts auswirken.

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Diese Sicht vertritt auch die Bundesregierung und ich kann nur raten, diese sehr gute Ausgangslage mit der Bedeutung der Datensicherheit durch entsprechende Forschungsmittel weiterhin auszustatten. Auf lange Sicht wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass der freie Warenaustausch und die gesicherte Datensouveränität Garant für steigenden weltweiten Wohlstand heute schon ist und in Zukunft bleiben wird.

Der Einsatz hierfür lohnt sich auf allen Ebenen.

Vielen Dank für das Interview!

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Zur Person: Dr. Robert Bauer (Vorsitzender des Vorstands SICK AG)

Dr. Bauer ist seit dem 1. Oktober 2006 Vorsitzender des Vorstands der SICK AG. Darüber hinaus ist er für das Ressort Produkte und Technologie verantwortlich. Dr. Robert Bauer trat 1994 als Geschäftsbereichsleiter Forschung & Entwicklung Automatisierungstechnik in das Unternehmen ein und übernahm 1998 in der Geschäftsleitung die Gesamtverantwortung für Forschung und Entwicklung. Am 1. Januar 2000 wurde er in den Vorstand berufen.

Geboren 1960 in München, studierte er von 1979 bis 1985 Elektrotechnik mit Schwerpunkt Elektrophysik/Optik an der Technischen Universität München. 1990 promovierte Robert Bauer auf dem Gebiet der integrierten Optik auf Halbleiterbasis.

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