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Hitzerekorde und Unwetter - Ein Rückblick auf das erste Juli-Wochenende

06/07/2015 15:13 CEST | Aktualisiert 06/07/2016 11:12 CEST
Karl Weishapl

Nach der extremen Hitze mit Werten bis 40,3 Grad kam es am Sonntag zu teils schweren Gewittern mit großem Hagel, Überflutungen und Sturmböen. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick zurück.

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Aufzug einer Shelfcloud in Northeim (Niedersachsen)

Hitzerekorde

Deutschland hat wahrscheinlich einen neuen Allzeit-Hitzerekord: Im fränkischen Kitzingen ist an der Station des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag eine Höchsttemperatur von 40,3 Grad gemessen worden. Sie lag damit um ein Zehntel Grad über den alten Rekorden aus dem Jahre 2003, gemessen in Karlsruhe und Freiburg, sowie aus dem Jahre 1983 in Gärmersdorf bei Amberg in der Oberpfalz. Allerdings muss dieser Wert nach einer genauen Überprüfung der Wetterstation erst noch bestätigt werden.

Auch sonst sind am Sonntag wieder mehrere Allzeit-Hitzerekorde geknackt worden, unter anderem im thüringischen Jena und in Frankfurt am Main.

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Ganz so heiß, wie auf diesem Thermometer war es zwar nicht, aber Hitzerekorde wurden gebrochen.

Gewitterfront über Deutschland

Die extreme Hitze mit Temperaturen weit über 35 Grad hat sich in heftigen Unwettern entladen. An vielen Orten ging großer Hagel nieder, Starkregen flutete Straßen und Unterführungen und zahlreiche Bäume wurden von Sturmböen umgerissen. Im folgenden Video berichtete unser Wetterreporter Marco Kaschuba am Sonntag aus dem Rheinland:

WetterOnline Wetterreporter Marco Kaschuba aus dem Rheinland

Sturm- und orkanartige Böen

Die verheerenden Unwetter wurden vielerorts von schweren Sturm- oder sogar orkanartigen Böen begleitet. Im Ostseebad Schönhagen in Schleswig-Holstein wurde eine Spitzenböen in voller Orkanstärke registriert. Aber auch in zahlreichen weiteren Orten fegten die Gewitterböen in Sturmstärke und richteten dementsprechende Schäden an.

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Spitzenböen Sonntag 5. Juli 2015

Hohe Regenmengen

Die 24-stündigen Regensummen zeigen auf einen Blick, wo die heftigsten Unwetter gewütet haben. Besonders geballt traf es einen breiten Korridor vom zentralen Niedersachsen im Norden bis nach Oberfranken, wo vielerorts mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel ergossen. Weitere Schwerpunkte waren das nordöstliche Schleswig-Holstein und - seit heute früh - das Allgäu. Aber auch in den anderen Landesteilen schüttete es lokal begrenzt wie aus Kübeln: Nicht immer trafen die Unwetterzellen auch ein Regenmessgerät.

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Niederschläge am 5. Juli 2015

Fast 500.000 Blitze

Der gestrige Unwettertag hat nicht nur Orkanböen, Riesenhagel und Überflutungen, sondern auch fast unzählige Blitze hervorgebracht: Das WetterOnline Blitzradar hat insgesamt 477.839 Blitze am Sonntag in Deutschland und den angrenzenden Regionen gezählt - so viele wie selten zuvor!

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Blitzkarte: 477.839 Blitze am Sonntag

Schon am Dienstag neue Unwetter

Die Atmosphäre hat richtig Fahrt aufgenommen: Kaum ist die eine Unwetterfront abgezogen braut sich morgen auch schon die nächste zusammen. Zuvor wird es im Süden erneut bis zu 35 Grad heiß, nachmittags und abends rollen dann wieder schwere Gewitter über den Süden und die Landesmitte hinweg. Weitere Informationen zum Wetterfahrplan gibt es im neuesten WetterVideo:

Wetternews, Videos und Bilder: wetteronline.de

Bilanz des Unwetters: Bericht auf wetteronline.de

Gewitter live verfolgen: WetterRadar

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