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Ich will nicht erfolgreich sein, sondern wertvoll

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FAMILIES ON VACATION TOGETHER
Paul Bradbury via Getty Images
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Albert Einstein sagte mal:
„Ziel des Lebens ist es, nicht ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller."

Wo ist da der Unterschied?

Wenn Einstein von "Erfolg" spricht, dann hat er das Bild eines karrieregeilen, rücksichtslosen Ellbogenkämpfer vor sich, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Ziele erreicht.

Ich weiß, dass es auch andere Definitionen von Erfolg gibt. So wie ich auch eine andere Definition von "Reichtum" habe als die meisten Menschen. Die Definition von Reichtum hat bei mir nichts mit Geld zu tun.

Meine Definition von Reichtum besteht aus 3 Fs: Freiheit, Familie, Fitness. Geld kommt in der Definition nicht vor, weil Geld nur das Mittel ist, nicht das Ziel.

Zurück zu Einstein.

Einstein hatte wohl eine negative Definition von Erfolg. Leider hat er auch Recht. Zu viele Menschen haben immer noch diese Einstellung zum Erfolg und verstehen diese wichtige Lebensweisheit von Einstein nicht.

Erfolg ist leider immer noch zu sehr Ich-zentriert.

Wert ist dagegen Wir-zentriert.

Wenn ich das Leben eines anderen Menschen wertvoller machen will, dann muss ich erstmal selbst wertvoller werden.

Ein wertvoller Mensch arbeitet an sich, um für andere eine Bereicherung zu sein -- und nicht nur sich selbst zu bereichern.

Klar wird ein wertvoller Mensch auch finanziell reich -- denn jeder wird für seinen Wert am Markt bezahlt. Wenn du viel Wert auf den Markt bringst, dann wirst du auch viel Geld erhalten -- egal wie viele Stunden du arbeitest. Entscheidend ist nur der Wert.

Und das gleiche gilt für menschliche Beziehungen. Es ist nicht wichtig, wie viele Stunden du mit jemandem verbringst. Entscheidend ist, ob du das Leben deines Gegenüber bereicherst.

Stell dir mal die Frage: Geht der Mensch nach der Begegnung mit mir erfüllter, fröhlicher oder erleuchteter weg?

Wenn ja, dann bist du ein wertvoller Mensch.

Und diese Frage stelle ich mir immer wieder: Bin ich wertvoll für andere?

Das Tolle daran: Ich opfere mich nicht für die anderen auf -- dann wäre mein Wert nämlich weg und mein Leben eine Qual. Sondern ich investiere mich in andere -- da ist ein großer Unterschied. (Viele Mütter scheinen das zu verwechseln)

Ich möchte am Ende meines Lebens das Leben anderer bereichert haben. Ich möchte wertvoll sein, nicht erfolgreich.

Und du?

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