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Farbenfroher Wurm soll sich durch Wattenscheid schlängeln

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Über eine Strecke von fast 150 m soll sich ein farbenfrohes Mosaikkunstwerk durch die Innenstadt von Wattenscheid schlängeln, dass ist ein neuer Vorschlag der STADTGESTALTER: der sogenannte WATwurm.

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Berühmte Vorbilder für die Gestaltung des Wurms mit bunten Mosaikfliesen finden sich zum Beispiel im von Gaudi gestalteten Park Guell in Barcelona. Aber auch in Bochum im Appolonia-Pfaus-Park (Drabo Feuerstuhl, Spieldrache Bochum). Dort waren die STADTGESTALTER bereits maßgeblich an der Realisation einer ähnlichen Skulptur beteiligt. Zusammen mit dem Künstler Heinz Krautwurst, der Drusenberg-Schule, Bochum packt an und vielen Bürgern der Stadt wurde dort ein Spieldrache erbaut, der heute viele Kinder erfreut (Videodokumentation Bochumschau, Bau des Spieldrachen).

2016-07-04-1467638540-5976127-wattwurmverlauf.pngMöglicher Verlauf WATwurm (Foto: Luftbild Geoportal NRW)

Als neue Attraktion der Wattenscheider Innenstadt soll sich der bunte Wurm in der Fußgängerzone der Innenstadt über die gesamte Länge der Westenfelder Straße schlängeln. Er beginnt an der Bahnhofstraße und endet auf dem Platz vor der Friedenskirche. Über die ganze Strecke taucht er immer wieder aus dem Boden auf und verschwindet wieder darin. Mal soll er als großzügige Sitzbank Passanten zum Verweilen einladen, mal als Kletter- und Spielobjekt für Kinder dienen. Folgerichtig führt er auch an der „Kleinen Raupe" vorbei, dem Spielwarengeschäft in Wattenscheid. Er soll Blickfang, Attraktion und die prägende Gestaltungslinie der Westenfelder Straße werden.

2016-07-04-1467638595-4177704-drache.jpgSpieldrache Bochum - "Drabo Feuerstuhl" (Foto: Heinz Krautwurst)

Wie schon beim Spieldrachen in Bochum, soll auch die Realisierung des WATwurms im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprojekts umgesetzt werden. Am Anfang steht ein Ideenwettbewerb von Wattenscheider Schulen für den Entwurf der Wurmskulptur. Anhand der Vorschläge des Wettbewerbs entwickelt der Künstler dann den Verlauf bzw. die grobe Gestaltung des Wurms. Dann werden die einzelnen Segmente des Wurms von engagierten Bürgern und Schülern der Stadt unter Anleitung des Künstlers individuell gestaltet (Beispiel - Wurm- und Raupenbau).

2016-07-04-1467638661-9354451-profil_2061_Raupekomplett1024x768.jpgMosaikskulptur "RauNiSa", Kindergarten Hl. Kreuz, Nürnberg (Foto: Sparda-Bank Nürnberg e.V. , Social Value GmbH)

Die intensive Beteiligung der Schüler und vieler Bürger an der Gestaltung und Umsetzung des Objektes soll zu einer hohen Identifikation der Wattenscheider mit diesem neuen Glanzlicht der Innenstadt führen. Der Bochumer Spieldrache zeigt, in welch hoher Qualität der WATwurm von allen Beteiligten ausgeführt wird.

Auch bei diesem Projekt, wollen sich die STADTGESTALTER intensiv um eine Umsetzung bemühen. Die Idee wurde bereits bei einem Stadtrundgang mit einigen engagierten Wattenscheider Bürgern erörtert. Eine Finanzierung kann über Fördergelder aus dem Stadtteilprogramm für Wattenscheid erfolgen. Zusätzliche Gelder können über den Sponsoringwettbewerb der Stadtwerke und andere, insbesondere Wattenscheider Sponsoren eingeworben werden. Träger des Projektes sollte eine parteiunabhängige Initiative Wattenscheider Bürger sein, die die STADTGESTALTER und andere gerne unterstützen. Auch würden die STADTGESTALTER versuchen wieder den Künstler Heinz Krautwurst für das Projekt zu gewinnen.

2016-07-04-1467638729-1712614-profil_2061_Schmetterling1024x768.jpgDetail - Mosaikskulptur "RauNiSa", Kindergarten Hl. Kreuz, Nürnberg (Foto: Sparda-Bank Nürnberg e.V. , Social Value GmbH)

Wichtig auch, dass der WATwurm von Anfang an in die unumgängliche Neugestaltung der Fußgängerzone einbezogen wird. Bei der Westenfelder Straße bedarf es einer grundsätzlichen neuen Gliederung der unterschiedlichen Nutzungsbereiche für die Freisitze, Grünbereiche, Plätze zum Verweilen und Spielen. Auch ist es Wunsch der Geschäftsbetreiber, dass die eigentlich ohnehin autofreie Straße nicht mehr als nötig mit Fahrzeugen befahren wird. Der WATwurm kann dabei als Gestaltungselement dienen, die unterschiedlichen Bereiche von einander zu trennen oder miteinander zu verbinden. Zudem muss die bunte Wurmskulptur mit dem dringend notwendigen neuen Pflasterbelag harmonieren, der anders als der bisherige Belag, auch zu den Gründerzeithäusern passen muss, die sich an der Straße aufreihen.

Zur Gestaltung des Pflasterbelags, der Ladenfronten im Erdgeschoss der Gründerzeithäuser in der Innenstadt und insbesondere zur Neugestaltung der Fassade des Woolworth-Hauses, entwickeln die STADTGESTALTER aktuell einen weiteren Vorschlag.

Ein Vorschlag, wie Wattenscheid sich zur Studentenstadt entwickeln könnte, liegt bereits vor (Idee: Studentenexpress), ebenso wie ein Vorschlag zur Neugestaltung des August-Bebel-Platzes.

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