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200 Bänke für Bochum und Wattenscheid

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An viele Stellen in der Stadt wünschen sich die Menschen mehr Sitzgelegenheiten. Aber Bänke, die im öffentlichen Raum stehen können, sind sehr teuer. 845 Euro für eine einfach, fast unverwüstliche Betonbank, dass ist ein stolzer Preis (Betonbank). 200 Bänke würden die finanziell gebeutelte Stadt 169.000 Euro kosten, ohne dass die Kosten des Versands und der Aufstellung einberechnet wären.

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Aber es ginge deutlich günstiger, wenn die Betonbänke vor Ort in einer Bürgeraktion von den Einwohner der Stadt unter fachkundiger Anleitung selbst hergestellt würden. Genau das schlagen die STADTGESTALTER vor:

Die Idee, 200 Bänke werden in einer Bürgeraktion an einem zentralen Ort in der Stadt mittels Rahmenschalung für Sichtbeton aus Beton gegossen. Als Ort der Aktion könnte eine Baustellengrundstück oder eine abgesperrte und abgeplante Straße dienen. In zwei rund 200m langen Schalungsreihen könnten jeweils 100 Bänke (180 cm lang, 45 cm breit und hoch) gegossen werden. Die Bürger bauen unter Anleitung erfahrener Handwerker die Rahmenschalung auf, fügen Bewehrung und Zementsteine in die Schalung ein. Dann nehmen die Handwerker die aufgebauten Schalungen ab und der Beton kann fließen.

Währenddessen werden die Sitzflächen aus Holz zusammengeschraubt und anschließend auf die gegossenen Betonblöcke montiert. Auch dabei sind nur Arbeiten erforderlich, die handwerklich begabte Bürger gut unter professioneller Anleitung durchführen können. Nach Abnahme der Schalungen stehen 200 Bänke bereit, um an allen möglichen Stellen der Stadt aufgestellt zu werden, dort wo die Einwohner es sich gewünscht haben.

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70 bis 100 Euro betragen dann die Materialkosten, die für jede Bank anfallen. Die Idee der STADTGESTALTER sieht vor, dass die Menschen, die in der Stadt leben, diese Kosten spenden können. Dafür wird die gespendete Bank an einem Ort aufgestellt, den die Spender sich wünschen und den die Verwaltung als geeignet ansieht. Zudem wird jede Bank mit einer Namensplakette versehen, die darauf hinweist, wer diese gespendet und wer an deren Herstellung mitgearbeitet hat. Bänke können natürlich auch von Vereinen, Initiativen oder Unternehmen gespendet werden.

Unternehmen, die für die Aktion die erforderlichen Werkzeuge, Schalungen, den Beton, anderes Material, das erforderliche Grundstück oder ähnliches bereitstellen bzw. sponsern, können ebenfalls auf den Plaketten erwähnt werden. Ebenfalls sollten sie werbewirksam in der Presseberichterstattung rund um die Aktion genannt werden, so dass es sich für sie lohnt die Bürger bei der Aktion umfangreich zu unterstützen.

Menschen, die eine Bank hergestellt bzw. gesponsert haben, werden auch in Zukunft besonders auf diese achten. Die Aktion trägt zu einer Steigerung der Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt bei. Die zusätzlichen Sitzgelegenheiten machen die Parks, Plätze und Straßen, wo sie aufgestellt werden, attraktiver.

Die STADTGESTALTER sind sicher, dass es in der Stadt viele eifrige und fähige Hobbyhandwerker gibt, die sich gerne an einer solchen Aktion beteiligen würden. Voraussetzung für den Start der Aktion wäre, dass sich 200 engagierte Bürger, Vereine, Initiativen und Unternehmen finden, die bereit sind 70 bis 100 Euro für eine Bank zu spenden und einen Ort zu nennen, wo diese aufgestellt werden soll.