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Sparen beim Reisen: Vier Geheimtipps für Vielflieger

18/03/2016 12:06 CET | Aktualisiert 24/03/2017 10:12 CET
Thomas Ruecker via Getty Images

Wer wie ich geschäftlich und privat viel unterwegs ist weiß, welcher finanzielle Aufwand damit verbunden ist. Aber das muss nicht so sein. Es gibt viele clevere Möglichkeiten, auf Reisen Geld zu sparen. "Gewusst wie!" ist die Formel zur Reduzierung des Reisebudgets.

Tipp 1: Mietwagen - Eco buchen, Luxusklasse fahren

Grundsätzlich buche ich privat und geschäftlich immer nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe in der Economy-Preisgruppe. Grund dafür: Diese Fahrzeugklasse ist bei den Anbietern nur sehr begrenzt vorrätig. Kann der Verfügbarkeit von der Station nicht nachgekommen werden, bekommt man mindestens ein Upgrade in die nächsthöhere Fahrzeugklasse. Wichtig ist hier: auf der gebuchten Fahrzeugklasse bestehen und kein Upgrade dazu buchen.

Wer sich privat etwas Gutes tun möchte, der reise ins wunderschöne Rheingau nach Frankfurt - der Herbst ist hier eine traumhaft schöne Jahreszeit. Freitagabend ist die Tiefgarage des Frankfurter Flughafens eine Schatztruhe. Alle Autobahn-liebenden Amerikaner oder Asiaten haben dann bereits ihren Heimflug angetreten.

Selbst wenn man kein Statuskunde bei einer Mietwagenfirma ist, die Damen lassen am Freitagabend gerne mit sich reden, denn die Garage ist voll. Hier also der absolute Insider-Tipp für einen Wochenendtrip mit dem besonderen Etwas: Einen Audi A1 buchen und für 20 bis 30 Euro Zuzahlung pro Tag die Garage mit einem BMW X5 M50d oder 640i verlassen und zwei Tage stilecht durch den Rheingau cruisen.

Tipp 2: Double-Dipping Loyalty-Systeme

Viele Loyalty-Programme lassen sich untereinander kombinieren. So können z. B. Buchungen über hilton.com, für die es bei einer Hilton Honors Mitgliedschaft Freinächte, kostenloses Frühstück (ab Gold-Status) und WiFi gibt, noch mit Cashback-Loyalty („Geld-zurück") Anbietern auf Hilton-Buchungen ergänzt werden.

Ähnlich bei Le Club, dem Loyalty-Programm der Hotel-Kette Accor. Als Gold- bzw. Platinum-Kunde, habe ich hier schon häufig ein Upgrade von einem Standard-Zimmer auf eine Junior-Suite bekommen. Aber auch die Buchungsportale bieten ein spannendes Sparpotential. Das zur Expedia-Gruppe gehörende Hotels.com-Portal ist in der Regel Preisführer und hat zudem das spannende Treueprogramm Hotels.com Rewards, welches einfach strukturiert ist:

Für jeweils zehn über "Hotels.com Rewards" gebuchte Nächte gibt es eine gratis Nacht. Dabei kann ich auch für Freunde und Familie buchen - die jeweilige Übernachtung wird meiner Hotels.com Rewards Teilnehmernummer zugeschrieben. Auch dieses Programm lässt sich mit Geld-zurück Loyalty-Anbietern kombinieren.

Tipp 2: Das richtige Vielfliegerprogramm wählen

Das Programm z.B. der airberlin bietet Vorteile für die gesamte oneworld Alliance (inkl. British Airways, Qatar Airways, etc.) plus Etihad und hat dadurch in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen. Bezüglich der Verfügbarkeiten von Prämiensitzen, auch bei kurzfristigen Buchungen, führt die Airline die weltweite Spitze an.

Der Benefit, der sich dem Verbraucher durch die Reward-Programme der Airline bietet, überzeugt: Über die airberlin-Kreditkarte werden neben topbonus-Prämienmeilen auch Statusmeilen gesammelt. Eine Meile entspricht dabei einem Cent. Der Jahreskartenpreis für topbonus-Kunden ohne Status bzw. Silber-Status liegt bei der sogenannten airberlin Visa Card plus bei 89,90 Euro. Dafür gibt es aber 10.000 Prämienmeilen als Willkommensbonus - ein Startguthaben von 100 Euro.

Mit dieser Karte kann ich bei meinen alltäglichen Einkäufen Bonusmeilen sammeln - für einen Euro Kartenumsatz gibt es eine Prämien- und eine Statusmeile. So kann der Status bei topbonus (bzw. oneworld Status, da Allianz-Mitglied) gehalten werden, auch wenn ich nicht immer im Flieger sitze.

Um die Prämienmeilen möglichst lohnenswert einzusetzen, empfehlen sich zum einen die Schnäppchentickets. Diese kommen nach meiner Erfahrung immer Mitte des letzten Quartalsmonats raus, da zum Ende eines Quartals ungenutzte topbonus Meilen nach drei Jahren Gültigkeit verfallen.

Aber auch bei Flugbuchungen mit oneworld Partnern innerhalb der USA (American Airlines) oder Asien (Cathay Pacific), wo nur geringe Steuern und Gebühren anfallen, bekommt man mehr für seine Prämienmeilen. Buchungen innerhalb Europas zu den regulären Meilenpreisen bringen nur dann einen Benefit, wenn man ein Companion Ticket für zwei Personen bucht und für den bzw. die Companion nur 50 Prozent des Meilenpreises berechnet werden.

Auch sollte man die Augen nach airberlin-Aktionen aufhalten, bei denen Nachlässe auf Steuern und Gebühren gewährt werden - 2016 gab es bereits zwei Aktionen mit 25 Prozent Nachlass. Wenn diese dann zusätzlich mit dem Companion Award kombiniert werden, macht die Buchung richtig Spaß. Um diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt es sich, ein Google Alert auf das Suchwort "topbonus" zu setzen.

Tipp 4: Status-Matches nutzen

Die meisten Airlines, Mietwagenfirmen und Hotelketten bieten einen sogenannten Status-Match an. Wenn ich also einen Kunden-Status bei einer Airline, Mietwagenfirma oder Hotelkette habe (z. B. Senator bei Lufthansa oder Hyatt Gold Passport) bekomme ich das Status-Äquivalent probeweise (i.d.R. für 12 Monate) auch bei einer anderen Airline (z. B. bei Emirates Skywards, United Airlines oder Turkish Airlines für Star Alliance Gold).

Auf der Webseite statusmatcher.com kann man sich informieren, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Status-Matches zwischen Anbietern ist und findet entsprechende Erfahrungswerte von anderen Nutzern. Indirekt matchen die Mietwagenfirmen den entsprechenden Status bei Airlines, aber auch z. B. den der Deutschen Bahn (bahn comfort).

Das heißt, LH HONs (die höchste Statusstufe des Lufthansa Miles & More Vielfliegerprogramms) und airberlin Platinums bekommen bei Sixt z. B. die Diamond-Karte. Zu den Vorteilen einer Diamond-Karte gehört ein Double-Upgrade und 20 Prozent Nachlass auf den Mietpreis.

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