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„Wir brauchen kein Kondom mehr, welche Verhütungsmethode passt stattdessen zu uns?"

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Jugend gegen AIDS predigt immer, ein Kondom zu benutzen. Ob nun beim Vaginal-, Oral-, Analsex oder auch beim Petting: Ohne Kondom geht gar nichts. Ist man hingegen mit seinem Partner schon eine Weile liiert und ist man sich sicher, keine Geschlechtskrankheiten zu haben, so sucht man nach einer anderen Verhütungsmethode. Nur welche gibt und welche passt zu mir?

Das Verhütungsmittel speziell für junge Frauen: Die Anti-Baby-Pille. Sie ist besonders für Einsteiger eine gute Variante, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen.

Man nimmt also 22 Tage lang jeden Tag eine dieser kleinen Pillen, danach erfolgt meist punktgenau die Periode. Durch die in der Pille enthaltenen Hormone wird der Eisprung verhindert, sodass sie gleich vom ersten Tag an zu 100 % schützt - bei richtiger Anwendung natürlich.

Die Pille ist unglaublich beliebt, zum einen aufgrund der hohen Verhütungssicherheit, zum anderen weil du die Pille bis zum 20. Lebensjahr von den Krankenkassen erstattet bekommst. Je nach Pille kann sich sogar deine Haut, Haare etc. verbessern.

Dennoch muss man die Pille jeden Tag um dieselbe Uhrzeit einnehmen, weshalb vor allem junge Mädels sie das ein oder andere Mal vergessen. Weitere Nebenwirkungen können Gewichtszunahme, erhöhtes Risiko für Thrombose, etc. sein.

Die Hormonspirale ist dagegen auch sehr beliebt

Sie wird von der Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt und wird, je nach Art der Spirale, nach drei bis fünf Jahren gewechselt.

Indem sie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindert, haben die Spermien keine Möglichkeit zu den Eizellen zu gelangen. Vorteilhaft ist nicht nur die hohe Verhütungssicherheit, sondern auch, dass sich bei Frauen die Regelblutung verringern kann.

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Dennoch kommt die Regelblutung meist unregelmäßiger, als zum Beispiel bei der Pille.
Viele werden sicherlich schon davon gehört haben, aber dennoch schien die Idee zu unwirklich zu sein.

Ein Hormonimplantat, welches ebenfalls durch eine geregelte Hormonabgabe den Eisprung verhindert. Es schützt bis zu drei Jahre, hat jedoch bei 10 % der Anwenderinnen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, sexuelle Lustlosigkeit (etc.) hervorgerufen.

Oft verwenden meist Mütter dieses Mittel: der Vaginalring. Ein verschreibungspflichtiger Ring, der sich der Scheide optimal anpasst und den man sich selbst aller vier Wochen einsetzt.

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Einige bevorzugen Verhütungsmittel mit einer geringen Dosis an Hormonen, weshalb der Vaginalring auch oft gewählt wird. Auch hier sind mögliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen zu nennen.

Die Dreimonatsspritze schützt, wie der Name schon sagt, drei Monate vor ungewollten Schwangerschaften, indem sie den Eisprung durch Abgabe von Gestagen verhindert. Wenige Frauen vertragen diese jedoch, weil sie eine hohe Dosis an Hormonen enthält.

Mittlerweile sind auch Pflaster groß im Kommen

Diese gibt es mittlerweile auch in der Verhütungsbranche. Das Prinzip bleibt, wie auch bei allen anderen Methoden, dieselbe, dennoch kann die Wirkung bei Frauen ab 90 kg beeinträchtigt sein.

Wer Hormone nun völlig abgeschworen hat, sollte es mal mit den Barriere-Methoden versuchen. Man benutzt eine Kappe aus Latex oder Silikon, die kurz vor dem Sex eingeführt wird und den Spermien sozusagen den Weg versperrt. Es gibt keine unerwünschten Nebenwirkungen und man begibt seine Verhütung nicht in die Hände der Industrie, dennoch braucht man hier viel Übung.

Hoffentlich hat dir der Artikel einen kleinen Einblick geben können, sodass du die wichtigsten Verhütungsmittel überblicken kannst. Falls dir nun einige zusagen, dann informiere dich doch einfach mal bei deinem Frauenarzt. Viel Glück beim Finden und natürlich beim Testen.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

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