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„Das erste Mal - es soll perfekt werden!"

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Wie oft habt ihr den Satz schon von jungen Mädels gehört? Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen. Vielen Mädchen und jungen Frauen ist ihre Jungfräulichkeit heilig. Man solle sie doch so verlieren, dass man gerne an den Moment zurück denkt und vor allem nichts bereut. Wie mein nicht so perfektes erstes Mal gelaufen ist und vor allem was wichtig ist, erfahrt ihr im heutigen Artikel.

Zuerst einmal, wie bin ich an meinen „ersten Sex" herangegangen: Ich zählte auch zu „denen", die ihr erstes Mal lieber mit ihrem Freund haben wollten. Ich wollte es nicht gleich am Anfang der Beziehung, vielmehr wollte ich das gewisse Vertrauen aufbauen.

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Dennoch hatte ich mir nicht genau ausgemalt, wie es passieren wird: Sturmfrei, Kerzen und Rosenblätter, schöne Musik und romantische Stimmung. Nein, ich bin generell keine Romantikerin. Mir war nur wichtig, an wen ich meine Jungfräulichkeit verlieren werde.

Ich war Ende 15 als ich mein erstes Mal hatte

Drei Monate unserer Beziehung waren verstrichen und wir haben im Grunde genommen alles erlebt: Knutschen, Fummeln, Trockensex mit Klamotten und Petting ohne Klamotten. Wir waren immer kurz davor gewesen, dennoch glaubte ich, noch nicht bereit zu sein.

Er hingegen hatte sein erstes Mal schon, für ihn war es also immer recht qualvoll gewesen, mittendrin aufzuhören. Und dann passierte es: Ich war anscheinend so erregt, dass ich es kaum bemerkt hatte. Plötzlich war er in mir und kam recht schnell zum Orgasmus.

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Nun, mein erstes Mal war nicht geplant, am Anfang auch nicht gewollt. Ich hatte es ja kaum gespürt vor lauter Erregung. Für viele klingt das nicht besonders perfekt, nicht wie ein erstes Mal hätte sein sollen. Doch für mich war es perfekt. Ich hatte mit dem Jungen Sex, mit dem ich es wollte und es war unglaublich schön gewesen.

Wieso erzähle ich nun von meinem ersten Mal?

Liebe Mädels, ich will euch zeigen, dass ihr nicht nervös sein müsst. Wenn ihr jede kleinste Sekunde plant - überspitzt gesagt - dann seid ihr verkrampft und es wirkt einfach nur gezwungen. Geht einfach locker heran und redet mit eurem Partner/in über eure Vorstellungen und Wünsche, so kann er oder sie auch besser auf euch eingehen.

Wenn ich dagegen mit Männern über das erste Mal spreche, so höre ich des Öfteren: „Naja, hab das erste Mal mit so einer auf einem Konzert gehabt, kannte sie kaum." oder „Ich kann mich kaum daran erinnern. Hatte auf jeden Fall zu viel Jägermeister intus, bin glaube auf eine zu gerannt, hab sie geküsst und dann kam `eins ins andere´."

Aber auch diejenigen, denen es einfach nicht wichtig ist, wo, mit wem oder wie, machen sich oft zu viel Gedanken über das, was ihre Freunde sagen könnten. Falls du also einfach Lust hast, mit einem/-r Fremden das erste Mal zu erleben, dann tue es einfach. Es ist unwichtig was andere sagen, denn du bist niemandem Rechenschaft schuldig, sondern nur dir selbst.

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

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