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Neue Studien: Je mehr Schokolade, desto weniger Diabetes & bessere Hirnleistung

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CHOCOLATE
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Aktuelle Studien zeigen erneut positive ZusammenhĂ€nge zwischen Schokoladenkonsum und zahlreichen Gesundheitsparametern: So ergab eine Untersuchung die "inverse Korrelation" von Schokoladenverzehr und Diabetes Typ-2: Teilnehmer, die nie oder kaum Schokolade aßen, hatten ein fast doppelt so hohes Risiko im 5-Jahres-Beobachtungszeitraum an Diabetes zu erkranken wie Probanden, die öfter als einmal pro Woche Schokolade aßen [1].

Die gleiche Studiengruppe zeigte mit steigendem Schokoladenverzehr auch verbesserte Hirnleistungen, die mittels zahlreicher neuropsychologischer Tests gemessen wurden [2]. Des Weiteren könnte wöchentlicher Schokoladenverzehr einen positiven Einfluss auf die ElastizitĂ€t der BlutgefĂ€ĂŸe ausĂŒben [3].

"Die neuen Beobachtungen reihen sich nahtlos in die Kette bisheriger Schoko-Studien ein, in denen Schokoliebhaber durchweg bessere Gesundheitsparameter aufwiesen", erklÀrt ErnÀhrungswissenschaftler und Buchautor Uwe Knop, "es muss also niemand Angst vor dem Schokoladen-Weihnachtsmann haben."

Bereits erschienene aktuelle Publikationen aus 2016 konnten zeigen, dass Schokoladen-Konsum mit einem niedrigen Risiko sowohl fĂŒr Herz-Durchblutungsstörungen und Herzinfarkt [4] als auch fĂŒr geistigen Abbau verbunden ist [5].

Des Weiteren ergab eine Studie im renommierten British Journal of Nutrition, dass der tĂ€gliche Konsum von Schokolade in Zusammenhang mit einer verminderten Wahrscheinlichkeit fĂŒr Insulin-Resistenz steht [6], einem Indikator von PrĂ€-Diabetes und wichtigen Risikofaktor des metabolischen Syndroms.

Schlanke Schokoladenesser

Nicht nur in Sachen Gesundheit liefern Schokoladenstudien ĂŒberraschende Beobachtungen, auch im Hinblick auf das Körpergewicht: So offenbarte eine aktuelle Großanalyse von 19 Studien, veröffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition, dem wissenschaftlichen Top-Journal der American Society for Nutrition: Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr Übergewicht und Fettleibigkeit war bei Kindern und Jugendlichen mit dem höchsten Konsum von SĂŒĂŸigkeiten und Schokolade um 18% niedriger als bei den "Normalnaschern" (Referenzgruppe) [7].

Bereits 2014 konnte eine paneuropÀische Untersuchung zeigen: Jugendliche mit hohem Schokoladenkonsum haben einen niedrigeren Körperfettanteil und einen geringeren Bauchumfang im Vergleich zu ihren Altersgenossen mit niedrigem Schokiverzehr [8]. Eine vergleichbare "inverse Korrelation" beobachteten Forscher auch bei Erwachsenen: je mehr Schokolade, desto niedriger der BMI [9].

Schon 2012 lieferte eine Studie im renommierten New England Journal of Medicine den ĂŒberraschenden Zusammenhang: Je mehr Schokolade in einem Land gegessen wird, desto mehr Nobelpreise gibt es. So war die Schweiz sowohl Spitzenreiter in Sachen Schokoladenkonsum als auch beim Erhalt von Nobelpreisen (pro zehn Millionen Einwohner) [10].

Schokolade = 50% Zucker

"Zum Leidweisen aller Schokoholics lĂ€sst sich aus genannten Korrelationen leider keine KausalitĂ€t [Ursache-Wirkungs-Beziehung] ableiten, also beispielsweise 'Schokolade verhindert Diabetes' oder 'Schoki macht schlank'. Solche SchlĂŒsse lassen ErnĂ€hrungsstudien nicht zu.

Andererseits liegen aber auch keine gesundheitsschĂ€dlichen Korrelationen vor, die eine Warnung vor 'böser Schoki' rechtfertigen wĂŒrde", so Knop. Doch bei all den potenziellen Schokoladenseiten des Schokoladengenusses sei ein Aspekt aufgrund der aktuellen „Zuckersteuer-Debatte" von besonderer Brisanz: Schokolade besteht etwa zur HĂ€lfte aus: Zucker (circa 50g in einer 100g Tafel).

"Eine Zuckersteuer, die damit auch Schokolade voll treffen wĂŒrde, könnte aufgrund der erhöhten Produkt-Preise zu vermindertem Verzehr von Schokolade fĂŒhren. Das wiederum könnte - rein theoretisch, statistisch studiengemĂ€ĂŸ - zu mehr DiabetesfĂ€llen, erhöhter Insulin-Resistenz und steigendem Körpergewicht bei Deutschlands und Schweizer BĂŒrgern fĂŒhren.

Ob die Zuckersteuer dann auch die Nobelpreisquote in die Knie zwingt, das sollte ebenfalls kritisch diskutiert werden", empfiehlt Knop. UnabhĂ€ngig davon: im Hinblick auf Weihnachten und seine besinnlichen Festtagsschokoladenprodukte sei erst einmal wichtig zu wissen: Wer Schokolade achtsam genießt, kann einen stĂ€rkeren Anstieg seiner positiven Stimmung erzielen als die "Un-achtsam-nebenbei-Futterer" - natĂŒrlich rein studiengemĂ€ĂŸ [11].

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Quellen:

[1] Appetite. 2016 Oct 8;108:263-269; Habitual chocolate intake and type 2 diabetes mellitus in the Maine-Syracuse Longitudinal Study: (1975-2010): Pro-spective observations. NO CONFLICT OF INTEREST
[2] Appetite. 2016 May 1;100:126-32; Chocolate intake is associated with bet-ter cognitive function: The Maine-Syracuse Longitudinal Study.
[3] Pulse (Basel). 2016 Jul;4(1):28-37; Relation of Habitu-al Chocolate Consumption to Arterial Stiffness in a Community-Based Sample: Preliminary Findings.
[4] Heart. 2016 Jul 1;102(13):1017-22; Chocolate consumption and risk of myocardial infarction: a prospective study and meta-analysis
[5] J Alzheimers Dis. 2016 May 6;53(1):85-93; Chocolate Consumption is As-sociated with a Lower Risk of Cognitive Decline
[6] Br J Nutr. 2016 May;115(9):1661-8; Daily chocolate consumption is in-versely associated with insulin resistance and liver enzymes in the Observation of Cardiovascular Risk Factors in Luxembourg study
[7] Am J Clin Nutr. 2016 May; 103(5):1344-56; Confectionery consumption and overweight, obesity, and related outcomes in children and adolescents: a systematic review and meta-analysis. NO CONFLICT OF INTEREST
(Am J Clin Nutr: "The best clinical research journal in the nutrition field.")
[8] Nutrition. 2014 Feb;30(2):236-9; Associa-tion between chocolate consumption and fatness in European adolescents.
[9] Arch Intern Med. 2012 Mar 26;172(6):519-21; Associa-tion between more frequent chocolate consumption and lower body mass index.
[10] N Engl J Med. 2012 Oct 18;367(16):1562-4. doi: 10.1056/NEJMon1211064. Epub 2012 Oct 10.
Chocolate consumption, cognitive function, and Nobel laureates.
[11] Appetite. 2016 Sep 15;108:21-27; The sweet life: The effect of mind-ful chocolate consumption on mood.

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