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Zum Weltmalariatag

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590.000 Menschen erkranken täglich an Malaria. Das kann uns nicht egal sein!

Am 25. April ist Weltmalariatag - wieder einmal so ein Gedenktag. Muss das sein? Ja, unbedingt! Denn Malaria zählt noch immer zu den gefährlichsten Krankheiten der Welt, für die Bekämpfung wird jedoch noch immer nicht genug getan. Auch wenn es in den vergangenen Jahren große Fortschritte in der Eindämmung der Epidemie gab, sind noch immer 3,2 Milliarden Menschen - fast die Hälfte der Weltbevölkerung - von Malaria bedroht.

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Jeden Tag erkranken weltweit rund 590.000 Menschen an der Krankheit, 1.200 von ihnen sterben. Anders ausgedrückt: An einem einzelnen Tag erkranken alle Einwohner Hannovers gleichzeitig an Malaria! Doch von diesen dramatischen Zahlen nimmt kaum jemand Notiz. Weshalb? 90 Prozent der Malariakrankheits- und -todesfälle ereignen sich in Afrika südlich der Sahara, einer Region, für die sich das Medieninteresse in Grenzen hält. Deshalb braucht es Gedenktage wie den Weltmalariatag, um uns diese allzu oft vergessene Gefahr in Erinnerung zu rufen.

Es wird weniger für die Malariabekämpfung investiert

Und es gibt noch einen wichtigen Grund für diesen Gedenktag: In den letzten fünf Jahren sind die internationalen Investitionen in die Eliminierung von Malaria gesunken. Dabei haben die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr mit der Agenda 2030 beschlossen, Malaria bis zum Jahr 2030 zu beenden! Wie soll das gehen, wenn die Staaten zugleich weniger in die Bekämpfung der Epidemie investieren?

Dabei lässt sich Malaria durch einfache und günstige Mittel effektiv eindämmen, beispielsweise durch imprägnierte Moskitonetze. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat sich bei der Prävention und Behandlung von Malaria nachweislich als höchst effizient erwiesen. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 wurden durch ihn beispielsweise 548 Millionen Moskitonetze zur Vorbeugung von Malaria verteilt - und dadurch unzählige Leben gerettet.

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In diesem Jahr steht eine wichtige Finanzierungskonferenz für den Globalen Fonds an und damit die Finanzierung für die Jahre 2017 bis 2019. Für diesen Zeitraum benötigt der Fonds mindestens 13 Milliarden US-Dollar, um wichtige Präventions- und Behandlungsprogramme durchführen und weitere Todesopfer vermeiden zu können. Mit Blick auf die starke Wirtschaftskraft Deutschlands sollte die Bundesregierung ihren Beitrag für den Globalen Fonds deutlich erhöhen - damit könnte sie viel Gutes bewirken.

Wenn alle Staaten zu ihrer Verantwortung stehen, wird es hoffentlich in absehbarer Zeit nicht mehr nötig sein, einen Malariagedenktag zu begehen!

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