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Uta Petersen Headshot

Dublin: Leger, Lukullisch und Luxuriös

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Unterwegs in der irischen Hauptstadt, der Stadt der Pubs, des Whiskey und Guinness und der großen Literaten. Verschiedene „fab food trails" führen Feinschmecker zu Spezialitäten und neuer irischer Küche und sogar zu Kunst am Teegebäck.


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Erst vor Kurzem eröffnet und schon ein Hot Spot in den Dubliner Docklands: „The Marker".Da die Iren sich auch bei kühler Wetterlage unerschrocken unter freiem Himmel aufhalten, zählt auch die Bar der Dachterrasse zu den beliebtesten aktuellen Treffpunkten.

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Irische Snacks in der Brasserie von „The Marker - Hotel. Chef Gareth Mullin hält internationale wie original irische Küche mit zeitgenössischem Touch und Esprit bereit.(2)

Da zwischen Liffey und „Grand Canal" gelegen haben die Besucher von dort oben eine perfekte Übersicht über die ganze Irische Hauptstadt. Man sieht den Liffey River in die Irische See münden, Wolken an den Gipfeln der Wicklow Mountains fest hängen und das mit 15 Stockwerke Dublins höchstes Gebäude „Google-Docks".
Ebenfalls um die Ecke ist Facebook, entsprechend jung und dynamisch das Publikum im „The Marker". Dass zu dem Trendhotel mit den schicken Zimmern ein Pool und Spa- gehört, macht den Besuch dort nicht weniger spannend.

Dublin als kulinarisches Zentrum

Teil der irischen Geschichte ist eine große Hungersnot in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts aufgrund einer Missernte. Heute haben die irischen Köche alle Möglichkeiten, aus eigenen Inselzutaten Großartiges auf den Teller zu bringen, auf internationalem Niveau.

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„Lebende Herz- und Miesmuscheln, Muscheln, lebende Muscheln":
Der gleichnamige Song mit dem „cockels-and-mussels"-Ausruf der fiktiven Fischhändlerin „Molly Malone" ist die inoffizielle Hymne von Dublin, die Statue steht in der Suffolk Street. (3)

Man weiß den Geschmack der eigenen Erde sehr zu schätzen, je kürze die Reise des Produkts, desto besser. Auf einer „fab food tour" durch Dublin lassen sich viele kleine Läden entdecken, die authentische Produkte anbieten und kleine Bars und Bistros, die neue kulinarische Wege gehen.

Unbedingt dazu zählt das Jugendstil-„Café en Seine", der Run auf diese Location beginnt erst später am Abend - am Nachmittag vor dem Abendlichen Szene-Ansturm lässt sich dort in aller Ruhe ein „Irish Coffee" trinken. Das Rezept aus Kaffee, Irischem Whiskey, Zucker und Schlagsahne entstand im Winter 1942 auf der amerikanischen Airbase Foynes bei Limerick.

Koch Joe Sheridan wollte die Reisenden in seinem Restaurant wärmen, weil sie wegen schlechten Wetters nicht fliegen und wieder umkehren mussten. Im „Cocoa Atelier" in der Drury Street gehen Freunde feinster handgemachter Pralinen ein und aus.

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Ein Mekka für Käsefreunde:„Sheridan's Cheesemongers" in der South Anne Street.
30 der 70 Käsesorten sind irisch, es gibt einen Cheese-Club.
Mitglieder erhalten u.a. regelmäßig Käsekostproben nach Hause geschickt.(4)

Die feinsten irischen und internationalen Produkte findet man bei dem Foodimperium „Fallon & Byrne" in der ExchequerStreet - mit exzellent sortiertem, internationalem Weinkeller. Darunter sogar irische Weine, sie sind unbedingt einen Versuch wert.

Ein kräftiges Guinness Bier gibt es in jedem Restaurant, jeder Bar, jedem Pub. Seine Herstellung ist im Guinness Storehouse am St. James Gate zu beobachten. Gleichzeitig liefert die Story auch Erkenntnisse über 257 Jahre Dubliner und irische Geschichte.

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Nagelneue Kessel: Stephen und Jack Teeling führen mit Teelings Destillery die Tradition von 1782 fort und beleben den unabhängigen Whiskey-Geist von Dublin neu.(5)

Kochen lernen in der besten Kochschule Irlands

Um sich mit all den feinen irischen Zutaten auch einmal selbst in einer Küche auszuprobieren lohnt sich eine 25-Minütige Autofahrt in den südöstlichen Bezirk Black Rock zu Lynda Booth's „Dublin Cookery School".
Die Kochschule, nur wenige Meter vom Meer entfernt ist bereits vielfach prämiert worden, u.a. zur besten Kochschule Irlands. Es gibt viel Platz und Licht sowie Spiegel über der Kochfläche, so dass niemandem wichtige Schritte bei der Zubereitung eines Gerichts entgehen können.

Zum Beispiel beim Backen von „Auntie Pam's Brown Soda Bread", das köstliche braune Brot, welches in Irland überall auf den Tisch kommt. Manche Bäcker fügen gar Guinness Bier hinzu. Lynda's erstes, vorzügliches Kochbuch „From Lynda's Table" ist zunächst in englischer Sprache erschienen.

Residieren, genieĂźen und staunen

Kaum ein Hotel ist zentraler gelegen zu allen Dubliner Sehenswürdigkeiten, Märkten und Einkaufsstrassen wie „The Westbury" in der Grafton Street. Auch wenn das Gebäude von außen eher unspektakulär aussieht, umfängt den Gast beim Eintreten sofort palastähnliche Eleganz.

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Irische Kunst der Doyle Collection im Entree von „The Westbury": Das Gemälde von Sir John Lavery 1911 zeigt „Miss Haslam", Tochter eines reichen Baumwollhändlers.(6)

Licht und luftige, viel Marmor, spektakulär „The Marble Bar". Das Herz des Fünf-Sterne-Luxushotels ist die „Gallery" für Lunch und Afternoon Tea, sehenswert allein schon die opulenten Blumenarrangements. Zimmer wie Suiten sind mehr als großzügig geschnitten, das Interieur in modernem, dezenten Design. Das Restaurant „The Wilde" im "The Westbury", benannt nach dem Dichter Oscar Wilde, wird in Kürze neu eröffnet.

Das The Merrion Hotel als Ort der Kunst

Direkt gegenüber dem Irischen Regierungsgebäude in der Merrion Street Upper steht das Fünf-Sternehotel „The Merrion" - ein Gebäudekomplex aus vier Georgianischen Stadthäusern um 1800. Eine Anlaufstelle für Kunstbegeisterte aber auch Romantiker, denn alle Suiten des Hauses sind geradezu königlich-märchenhaft ausgestattet.

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Die Junior-Suite im "The Merrion".(7)

Haute Cuisine gibt es im Gewölbe des „Cellar" Restaurant. Die einzigen zwei Michelinsterne auf der grünen Insel aber hat im „The Merrion" das Restaurant „Patrick Guilbaud" - hier treffen sich Feinschmecker nicht nur aus Dublin.

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Im von Jim Reynolds gestalteten Designer-Garten ist James Joyce zu finden. Die Statue des Nationaldichters gehört zu der privaten Lochlann-und-Brenda-Quinn-Kunstsammlung irischer Werke aus den beiden vergangenen Jahrhunderten. Sie ist die größte ihrer Art in Irland, chronologisch im ganzen Haus gehängt - der Audio-Guide für 24 der Exponate wurde eigens von dem „Museum of Modern Art in New York" und dem „Louvre" in Paris produziert.

High Tea als Kunst-Highlight

Im „The Merrion" treibt Pastry Chef Paul Kelly die Affinität des Luxuhotels zur Kunst noch einmal auf die Spitze:
er serviert als Afternoon Tea einen „Signature Arts Tea". Jeweils drei Kunstwerke sind in Ihrer Bild- und Farbaussage kulinarisch aufgegriffen und zu kleinen, adäquaten Kuchen verarbeitet.

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„Futile Defense" von John Boyd 1998 beispielsweise wird unter seinen Händen zu Himbeer- und Passionsfruchttörtchen. „Frying Pan, Funnel, Eggs & Lemons" von William Scott 1950 werden umgesetzt in ein Vanille Biscuit mit Orangencurd.
„Path Mo'orea" von Pauline Bewick 2007 schließlich assoziiert einen Berg mit Schokoladen-Trinity. IFür den "Signature Arts Tea" legt "The Merrion" für den Gast noch kleine Kärtchen mit den Original-Abbildungen der Werke bei.



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Last but not least: Im „Little Museum of Dublin" gibt es zwar keine Speisen, dafür erstmalig eine Ausstellung aus der Reihe „Made in Dublin" zu der Band „U2" mit Leadsänger Bono.

© Fotos:Tourism Ireland (1), Mit freundlicher Genehmigung des The Merrion (7, 8, ), The Doyle Collection (6), Uta Petersen (2,3,4,5,9,10,).

Die Reise wurde ermöglicht durch The Leading Hotels of the World, www.LHW.com
sowie Tourism Ireland www.ireland.com, Dublin Fab Food Trails, www.fabfoodtrails.ie und Aer Lingus, www.aerlingus.com.

The Leading Hotels of the World ist eine weltweit einzigartige Kollektion von mehr als 375 unabhängigen und individuellen Mitgliedshäusern in über 75 Ländern.

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