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Zigarren und Rum mit Vizekanzler Gabriel

08/01/2016 09:32 CET | Aktualisiert 08/01/2017 11:12 CET

Es wäre für Journalisten gestern Abend sicherlich das Bild des Tages gewesen: Vizekanzler Sigmar Gabriel sitzt bei milden 20 Grad auf der Hotelterasse im renommierten Hotel National in Kuba und raucht eine schöne Zigarre.

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Das Bild kam jedoch nicht zustande, da die Journalisten schon in ein anderes Hotel gefahren waren und weil nach einem zwölfstündigen Flug die meisten dieses Durchhaltevermögen gar nicht mehr mitgebracht hätten. Der Genosse mit der Zigarre - hier auf Kuba wohl gemerkt darf der Vizekanzler das, auch deswegen, weil vorzügliche Zigarren und der berühmte Havanna Rum an jeder Bar günstig als Massenprodukt verkauft werden.

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Die Bar im berühmten Hotel National

Gabriel wirkt äußerst entspannt auf dieser Reise, seiner ersten nach Kuba. Ziel ist den Markteintritt deutscher Firmen und Investoren nach Kuba vorzubereiten. Begleitet wird er von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, einzelnen Abgeordneten und Journalisten.

Kuba ist ein schwieriger Markt

Kuba ist allerdings ohne Rum und Zigarren ein schwieriger Markt. Trotz amerikanischer Annäherung dämpft der deutsche Botschafter die Erwartungen an die Deutsche Wirtschaft: Man muss sich auf lange bürokratische Wege, schwierige Finanzierungen und eine eigene Mentalität bei einem möglichen Markteintritt einstellen. Die Unternehmen wissen das und sind auch eher skeptisch.

Die Wirtschaftsdelegation ist bunt gemischt. Von Nordzucker bis zur Musikindustrie sind alle dabei. Bei manchen Teilnehmern beschleicht einen allerdings auch das Gefühl, dass neben dem offiziellen Programm die unkomplizierte Reise auf eine magische und lebensfrohe Insel im Vordergrund steht.

Man kann es ihnen nicht verdenken, denn eines steht nach dem ersten Eindruck fest: das Klima, der morbide Charme und die Freundlichkeit der Menschen laden ein in ein kleines Paradies.

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Unsere Autorin als Mitglied der Wirtschaftsdelegation

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