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Deutschland muss Deutschland bleiben. Echt jetzt.

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
DEUTSCHLAND DEUTSCH
Lauren Travis
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ÔÇ×Deutschland muss Deutschland bleiben", finde ich gut. Der neue CSU-Slogan beinhaltet, Allah sei Dank, eine Bestandsgarantie f├╝r des Deutschen inzwischen liebstes Instant-Lebensmittel: den D├Âner, der, glaube ich, nicht in Passau erfunden wurde.

Gestern Abend war ich beim Italiener in Neuk├Âlln. Es war rappelvoll und die kenntnisreiche Intensit├Ąt, mit der das b├╝rgerliche Gentrifizierungsvolk ├╝ber den Unterschied zwischen neapolitanischer und r├Âmischer Pizza (die neapolitanische leicht sauerteigig, nicht so luftleer fluffig wie die r├Âmische, dichter irgendwie, am Ende nahrhafter) beim Verzehr selbiger stritt, fand ich prinzipientreu, also typisch deutsch, wie es sich geh├Ârt f├╝r eine anst├Ąndige Auseinandersetzung beim Chianti.

Den Vorrang f├╝r Einwanderung aus dem Abendland w├╝rde ich, w├Ąre ich Christsozialer, ehrlich gesagt, auch fest schreiben. Es gibt schlie├člich in Deutschland schon genug Fl├╝hlingslollen und sauscharfe Tom Yang Gung-Suppen, die der Biodeutsche lustvoll in sich aufnimmt, nicht nur in Kreuzberg, auch im Lehel (liebe Hamburger: das ist der Stadtteil in M├╝nchen, in dem alle Familien mit Kindern jetzt so leben wollen), beim morgenl├Ąndischen Chinesen, Thail├Ąnder und Vietnamesen - nicht gewahr der hohen gesundheitlichen Risiken, die damit einher gehen.

Den Satz: ÔÇ×Wir sind dagegen, dass sich unser weltoffenes Land durch Zuwanderung oder Fl├╝chtlingsstr├Âme ver├Ąndert", hat die volksnahe CSU bestimmt in der Auswertung leidvoller Erfahrungen in ihr Programm hineingeschrieben. Denn was haben sie uns nicht schon ver├Ąndert, die Hugenotten, die Preu├čenk├Ânige fahrl├Ąssiger Weise herein holten, die Polen, ohne die in der Fu├čball-Bundesliga (Lewandowski, Podolski, etc.) allerdings viel weniger Tore fallen w├╝rden und die f├╝r Deutschlands Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts sorgten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg die Griechen, die einer Milit├Ąrdiktatur entkommen wollten, die Balkanesen, denen wir den ÔÇ×feurigen Bosniaken" und das ÔÇ×serbische Reisfleisch" verdanken, und, wie gesagt, die Italiener. Und dazwischen ein paar Anti-Schah und sp├Ąter Anti-Ajatollah-Perser, die dann Wei├č-Deutschen die Z├Ąhne machten. Und die T├╝rken, Europameister im D├Âner- und Brautkleid-Business.

Irgendwann muss mit der ganzen Einwanderei und Ver├Ąnderei aber echt Schluss sein. Es wird jetzt mal Zeit, das Tragen der Burka, dieser Frauengef├Ąngniskleidung, ÔÇ×in der ├ľffentlichkeit, wo immer das rechtlich m├Âglich ist, (zu) verbieten". Da hat die CSU schon recht. Ich selbst habe mich ja auch kulturell fremd gef├╝hlt auf der M├╝nchner Maximilianstra├če, wo ich mich vor dem Gucci-Schaufenster neben einer straflos Burka tragenden Saudi-Frau wiederfand.

Jetzt muss unsere CSU nur noch die ganzen gierigen, deutschkulturell unsensiblen Gesch├Ąftsleute ├╝berzeugen, die schon l├Ąngst aus identit├Ąrem Eigeninteresse gegen die reichen Rolex-Burka-Tr├Ągerinnen h├Ątten vorgehen m├╝ssen. Oder die Chirurgen, die gewissenlos m├Ąnnlichen, saudischen und katarischen Unterdr├╝ckern auf deren private Rechnung den Krebs wegschneiden.

ÔÇ×Wer auf Burka und Nikab nicht verzichten m├Âchte, sollte sich ein anderes Land aussuchen." Recht hat die CSU. In Mecklenburg, mehr noch in Vorpommern, hat das urdeutsche Volk noch Raum f├╝r uneinsichtige Burka-Fans.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Uli-Reitz.de.

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