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Gender: Männer sind Hochenergie-Affen

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MAN APES
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Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) ist ein richtiges Mannsbild: Als Fußballfan verbreitete er kürzlich spontan seine Emotionen. Wie Die Welt am 3. Juli 2016 berichtete, setzte er sich für die Nachwuchsspieler ein: „Lasst künftig die Elfer nur von den Jungen schießen."

Mit dieser Aussage hat sich der Politiker in die Biologie begeben, denn Männer sind in der Tat um das 25. Lebensjahr am wildesten. Was unterscheidet Menschen-Männer von ihren äffischen Verwandten?

Am 6. Mai 2016 wurde im Wissenschaftsjournal Science dargelegt, dass Menschen, verglichen mit unseren Brüdern, den Schimpansen (und anderen Menschenaffen), einen um ca. 27 % höheren Grundstoffwechsel aufweisen. Eine Analyse der Originaldaten, d. h. der Quantifizierung des Gesamt-Energieumsatzes (Einheit: kcal/Tag) hat jedoch zu einem differenzierteren Bild geführt (E-Letter in Science 2016).

Vergleicht man den Gesamt-Energieumsatz von männlich/weiblichen Vertretern heute noch existierender Jäger-/Sammler-Populationen (Hadza-People in Tanzania, Afrika) mit jenem von Schimpansen, so ergibt sich das Folgende: Die durch eine geringe Körperfettmasse ausgezeichneten „Naturmenschen" weisen die seit langem bekannte Geschlechter-Verschiedenheit in der Stoffwechselrate auf (s. Fachbuch: Das Gender-Paradoxon 2016).

Männer haben in allen ethnischen Gruppen einen ca. 25 % höheren Energieumsatz als Frauen, d. h. der männliche, u. a. von Testosteron gesteuerte, Stoffwechsel ist erheblich höher als jener in der Damenwelt.

Männer kann man alsHochenergie-Affen bezeichnen

Geringe Männchen-Weibchen-Differenzen sind auch bei Schimpansen feststellbar. Der eigentliche Unterschied zwischen Mensch/Schimpanse besteht jedoch bei den männlichen Vertretern beider Primaten-Arten. Während Hadza-Frauen in etwa dieselbe Stoffwechselrate aufweisen wie Schimpansinnen, ist die Differenz bei den männlichen Individuen gravierend: Jäger/Sammler-Männer (sowie ihre Geschlechtsgenossen aus anderen Kulturen) haben eine um ca. 24 % höhere Grundstoffwechsel-Rate als männliche Schimpansen.

Aus diesen Daten folgt, dass die Männer als „high-metabolic chimps", vereinfacht ausgedrückt „Hochenergie-Affen", gekennzeichnet werden können, während die Vertreter des weiblichen (primären) Geschlechts keinen erhöhten artspezifischen Stoffwechsel zeigen.

Die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis offenbaren sich z. B. im Leistungssport, wo es nach wie vor Gender-spezifische Kategorien gibt (z. B. Männer- und Frauenfußball), die gemäß der politisch durchgesetzten Moneyistischen Geschlechter-Irrlehre nicht existieren dürften.

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