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Erdo-Wahn im Gender-Germany: Entzug akademischer Sendelizenzen

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ERDOGAN CSD
Stefanie Loos / Reuters
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Im Jahr 2004 hat sich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) medienwirksam dafür eingesetzt, die Türkei als Mitglied in die Europäische Union (EU) aufzunehmen. Die Tatsache, dass dieses Land geographisch betrachtet zu 97 % auf dem asiatischen Kontinent liegt, hat den Politiker nicht interessiert.

Die Geographie wird von vielen politischen Entscheidungsträgern, ähnlich wie andere Naturwissenschaften (Biologie, Chemie), als „Darwinistisches Teufelszeug" verworfen und daher ignoriert - logisches Denken strengt den Verstand an! Am 20. Juni 2016 beklagte Schröders Parteigenosse Frank-Walter Steinmeier nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei bzgl. des autoritären Führungsstils von Präsident Recep Tayyip Erdogan: „... die Hinderung an der Ausreise von Uniprofessoren oder die Entziehung von Sendelizenzen ..." (Spiegel online).

Politisch-religiöse Indoktrination

Nach verschiedenen Medienberichten bemüht sich Erdogan seit langem, seinem Volk eine orientalisch-religiös geprägte Diktatur zu verordnen. Um das zu erreichen, muss die Bevölkerung politisch-weltanschaulich indoktriniert und sämtliche Bildungseinrichtungen einer ideologischen Gleichschaltung unterzogen werden. So werden z. B. türkische Hochschullehrer, sobald sie von Sultan Erdogans Parteilinie abweichen und eigene Gedanken entwickeln, über eine Gleichschaltungsaktion ihrer Lehrerlaubnis entbunden.

Gemäß diesem „Erdogan-Verfahren" wird auch in Deutschland, seit der Einführung einer radikalfeministischen Gender-Staatsideologie, die von dem pädophilen Kindesmisshandler John Money (1921-2006) begründeten „Frau-gleich-Mann-Lehre", gehandelt. Nachdem ich es gewagt hatte, in Interviews (2015) sowie im Fachbuch „Das Gender-Paradoxon" (2016) dieses pseudowissenschaftliche Gedankenkonstrukt zu kritisieren, wurde mir dreimal von staatlich-universitären Stellen die Rede- und Lehrerlaubnis entzogen.

Im Oktober und November 2015 sowie im April 2016 habe ich eingeladene öffentliche Fachvorträge zum Thema „Evolution der Organismen" an den Universitäten Bremen, Jena und Marburg vorab stornieren müssen, weil Vertreter des AStA (sowie der gleichgestellten Frauenbeauftragten) Störungen und öffentliche Diffamierungen meiner Person angekündigt hatten - das Verfahren von John Money, alle seine Kritiker als „rechtsradikale Rassisten" zu diffamieren, lebt fort.

Auch dem renommierten Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer (Universität Konstanz), Autor des empfehlenswerten genderkritischen Fachbuchs „Adams Apfel und Evas Erbe" (2015), wurde von den deutschen Gender-Anhängern wiederholt die „akademische Sendeerlaubnis" entzogen, mit dem damit verbundenen dienstlichen „Reiseverbot".

Moneyistische Zensur der Erdo-Wahnsinnigen

Genau wie in Erdogans fundamentalistisch-religiöser Diktatur wird auch in Deutschland im Hochschulbereich über die dogmatische Durchsetzung einer anti-Darwin'schen, rechts-konservativen, biophoben „Frauen-sind-die-besseren-Männer"-Ideologie die Meinungsfreiheit ausgehebelt.

Erstaunlicher Weise wird diese Zensur der „Erdo-Wahnsinnigen" aber im „Gender-Germany" 2016 stillschweigend hingenommen, während unsere Politiker den kleinasiatischen Möchtegern „Euro-Staat" lautstark bekämpfen.

In der Türkei soll, gemäß der Wünsche unserer Politiker, die Rede- und Meinungsfreiheit in vollem Umfang verwirklicht werden, die hierzulande bereits begrenzt worden ist - ein wahres „Gender-Paradoxon" im aussterbenden (infertilen) Unisex-Germanien.

Literatur:
Meyer, A. (2015) Adams Apfel und Evas Erbe. Wie die Gene unser Leben bestimmen und warum Frauen anders sind als Männer. C. Bertelsmann, München.

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