BLOG

Gewalt gegen Frauen: Ein Klima der Bedrohung gilt es zu verhindern

08/01/2016 18:54 CET | Aktualisiert 08/01/2017 11:12 CET
Nathalie Louvel via Getty Images

Die sexuellen Übergriffe in Köln waren abscheulich und frauenverachtend. Und sie sind keine Ausnahme in Deutschland. Verbale und körperliche Belästigung sind trauriger Alltag für Frauen. Ob Samstags im Club, in der U-Bahn, auf den Straßen.

Jetzt melden sich Frauen zu Wort!

Wir wollen eure Meinungen, eure Geschichten, euren Aufschrei - gemeinsam machen wir den Tätern und auch der Politik klar, dass es so nicht weitergehen kann. Frauen dürfen in Deutschland nicht mehr Opfer sexueller Gewalt werden. Schreibt uns eure Geschichten und/oder schickt ein Video an Blog@huffingtonpost.de

***

Die gewalttätigen und sexualisierten Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten werfen in verstörender Weise ein grelles Licht auf Belästigungen, denen Frauen im öffentlichen Raum ausgesetzt sind.

Das ist allerdings kein neues Phänomen. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt.

Klar ist: Ereignisse wie in Köln dürfen sich nicht wiederholen.

Sehr konsequent aufzuklären, warum es in dieser großen Zahl zu Übergriffen kommen konnte, wie die Polizei darauf vorbereitet war, warum sie nicht rechtzeitig eingeschritten ist, das ist jetzt das Mindeste. Und dies ist auch für die Opfer wichtig.

Lesen Sie auch:

Diese Sache tun alle Frauen, ohne dass du davon erfährst

Dringend erforderlich ist, dass Sicherheitskräfte stärker sensibilisiert werden, geschlechtsspezifische Gewalt als solche klar erkennen zu können und präventive Maßnahmen besser vorzubereiten. Aber vor allem muss klar sein, dass die Relevanz von Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht verkannt werden darf.

Alle müssen sich frei von Angst im öffentlichen Raum bewegen können. Ein Klima der Bedrohung gilt es zu verhindern.

Die Straftaten zügig aufklären, die Täter ermitteln und entsprechend bestrafen ist jetzt wichtig. Für alle Täter gelten selbstverständlich dieselben Gesetze, egal welcher Herkunft.

Wenn allerdings Populisten und Hetzer das, was in Köln geschehen ist, politisch instrumentalisieren, um gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen, ist dies schäbig und zynisch, denn die meisten Flüchtlinge sind vor Bedrohung und Gewalt geflohen.

Wer hier mit dem Schutz von Frauen argumentiert, muss die alltägliche sexualisierte Gewalt gegen sie in den Fokus nehmen und die Debatte nicht für seine politischen Zwecke missbrauchen.

Auch auf HuffPost:

Psychologische Studie zu Energy Drinks: Vorsicht Macho: Männer, die auf Energy Drinks stehen, sollen frauenfeindlich sein

Lage entspannt": Das war die verheerende Fehleinschätzung der Kölner Polizei

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Gesponsert von Knappschaft