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Dankesbrief des Vaters, dessen Sohn schwer an Herpes erkrankt ist

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SUGLING JOHN IST TODKRANK
Facebook/Toto Rockin
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Liebe Leser,

vor knapp zwei Wochen habe ich bei Facebook meinen Post über unserem Sohn John, die Folgen seiner Erkrankung und die Gefahren von Herpes bei Kleinkindern veröffentlicht. In der ersten Woche wurde der Artikel über 43.000 mal geteilt, verschiedene Blogs, Internetseiten, Zeitungen und sogar das Fernsehen haben das Thema aufgegriffen.

Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!

Wir möchten uns auch bei den Menschen bedanken, die den Post geteilt, uns angeschrieben, ihr Mitgefühl ausgedrückt, sich für die Informationen bedankt oder uns in unserem Handeln bestärkt haben.

Ebenfalls möchten wir uns bei dem Medien bedanken die Johns Geschichte aufgegriffen und weitere Aufklärung betrieben haben, indem sie Ärzte zu Wort kommen ließen und nicht versucht haben Johns Leid medial auszuschlachten.

Besonderen Dank an eine gute Freundin, die mit ihren Kontakten zur Presse unser Anliegen zu warnen weiter ins Rollen gebracht hat.

Ihr alle zusammen habt etwas geschaffen, dass wir uns nicht einmal im Ansatz erträumt haben: Einer großen Menge an Menschen die Gefahren einer bisher häufig als harmlos dargestellten Krankheit bewusst zu machen.

Gefahren der Krankheit nicht vergessen

So langsam nimmt der Medienrummel ab. Trotzdem ist es wichtig, dass die Gefahren dieser heimtückischen Krankheit nicht wieder in Vergessenheit geraten.

Ich wünsche mir:
- dass Ärzte bei der Diagnose Herpes Simplex 1 (Lippenbläschen) und Herpes Simplex 2 (Genitalherpes) ihre Patienten umfassend über die Auswirkungen auf ihre Umgebung aufklären
- dass Hebammen in ihren Schwangerschaftskursen die Eltern über die Gefahr für Neugeborene aufklären
- dass Lehrer im (Sexualkunde-) Unterricht nicht nur von HIV und Aids reden, sondern auch die weniger bekannten Krankheiten behandeln
- dass Eltern mit ihren Kindern reden bevor diese z.B. einen Babysitterjob annehmen
- dass ihr mit euren Kindern einmal mehr zum Arzt geht, wenn ihr nicht wisst, was sie haben

Aber unser größter Wunsch ist, dass kein Kind das Leid erfahren muss, das John widerfahren ist, keine Eltern um ihr Kind bangen müssen, weil es unwissend oder fahrlässig mit Herpes infiziert wurde.

Euer Toto Rockin

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