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Deutschland auf der Couch: Das Böse und Wir

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Diese Couch gibt es ja nur, weil wir im Superwahljahr sind. Das endet mit dem großen Finale im September. Allerdings nur, wenn wir das auch noch erleben werden. Die Zeichen stehen ja eher dagegen:

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Quer durch Europa hat er ja sogar schon angefangen. Oder treffender gesagt: Geht er längst weiter:

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Die ‚Breaking News' reißen nicht mehr ab, im Gegenteil, sie bestimmen mittlerweile unser Leben. Jeden Tag kann alles passieren. Wer daran schuld ist? Auf diese heikle Frage hat wie immer jeder seine eigene Antwort. Je nachdem auf welcher Seite er oder sie steht.

Das gilt für Menschen wie für Staaten. Erst recht in so blutigen Zeiten wie diesen. So ist die wichtigste Frage heute: Auf welcher Seite stehen wir, also Deutschland, im ‚Big Picture' gesehen? Die Welt manchmal von oben zu betrachten hilft ja dabei, sie unten etwas besser zu verstehen. Dabei müssen wir mal wieder feststellen, dass der liebe Gott es nun mal so eingerichtet hat, dass es die Guten und die Bösen auf Erden gibt.

Obwohl das nicht ganz stimmt. Wahrer ist: Es gibt das Gute und das Böse. Und jeder hat die Wahl, denn das wichtigste, was der liebe Gott jedem Menschen mitgegeben hat, ist freier Wille. So kann sich jeder Mensch für sich entscheiden, zu welcher Seite er sich hingezogen fühlt und je nachdem ist er ein guter Mensch oder ein böser. So könnten sich alle Probleme dieser Welt einfach dadurch lösen, dass sich alle für das Gute entscheiden.

Warum passiert das nicht?

Statt endlich nur Frieden gibt es immer wieder nur Kriege. Kalte wie heiße, kurze wie lange, große wie kleine Schlachten, Kämpfe, Streitereien. Wie ein roter Faden zieht sich die Blutspur durch die menschliche Geschichte. Faschisten, Kommunisten, Islamisten, immer wieder gibt es Menschen, die sich für das Böse entscheiden und das sogar im Namen des Guten.

Obwohl ja auch das längst wahr ist: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. So wie wir. Hier. In Deutschland. Wir leben friedlich zusammen. Oder treffender, wir lebten friedlich zusammen. Bis die Krieger aus unseren Fernsehern zu Kriegern auf unseren Straßen wurden.

Seittdem ist das wichtigste was wir zu verteidigen haben in größter Gefahr: Unsere Freiheit. Angegriffen von den nächsten Menschen die wollen, dass alle anderen Menschen so leben sollen wie sie. Das haben schon die Faschisten nicht geschafft, die Kommunisten auch nicht, schaffen es jetzt die Islamisten?

Im ‚Big Picture' gesehen stellt sich die Frage schon seit dem 11. September, als das Zeitalter der Islamisten begann. Mit einem Terrorakt im Rücken der Freiheitsstatue, seitdem sind die Heiligen Krieger unterwegs. Im Namen des Guten, obwohl sie Böses tun. Nicht nach ihrem Glauben, aber nach unserem. Wer anderen Menschen seinen eigenen Glauben aufzwingen will, der kann nicht zu den Guten gehören. Sonst würden wir unseren aufgeben.

Das Gegenteil ist aber nötig. Wir müssen unseren Glauben verteidigen. In dem kann jeder glauben was er will, Hauptsache er zwingt niemanden ihm zu folgen. Dann wird er bestraft.

Wer bestraft die Islamisten? Meistens sind sie danach ja schon tot. Für sie nicht eine Bestrafung, sondern eine Befreiung. Als Himmelstrip ins Paradies. Die Erde wird so immer mehr zur Hölle, der neueste Giftgasangriff in Syrien ist da nur eines von vielen höllischen Beispielen. Immerhin aber eins, das bestraft wurde. Obwohl Donald doch mit dem Versprechen angetreten war:

‚Amerika first!'

Übersetzt: Was interessiert uns der Rest der Welt? Sollen die sich weiter gegenseitig abschlachten, wir kümmern uns ab jetzt nur noch um uns. Aber die Bilder von CCN sind stärker als die Worte aus dem Wahlkampf und so folgte dem ‚Amerika first!' ein

‚Baby's first!'

59 Tomahawk Marschflugkörper schickte er in ihrem Namen an den Herrscher von Syrien, der schon zu den Bösen dieser Welt gehört seit er seinem Vater im Jahr 2000 als Alleinherrscher folgte. Seitdem regiert oder treffender diktatiert er in Syrien wie jeder Diktator, der alle seine Feinde liquidiert hat.

Im ‚Big Picture' gesehen ist er nur ein kleines Licht im Norden Afrikas, aber es auszulöschen traut sich noch immer niemand. Weil aus dem kleinen Licht ein großer Brand werden kann, die nächsten Bösen stehen schon bereit um seiner ihre Diktatur folgen zu lassen. Erst in Syrien, dann in der ganzen Welt:

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Immer mehr von ihnen sind auch hier längst unterwegs. Als ‚Gefährder' unser Freiheit. Gut bezahlt vom IS und dem Sozialamt und nicht mal die, die sie beobachten, können etwas gegen sie tun.

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Unsere Freiheit werden wir so nicht verteidigen. Dafür müsste sie uns wieder so viel wert sein, dass wir im Notfall auch bereit wären, für sie zu sterben. Und:

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Allein die Vorstellung jagt den meisten unter uns einen Schrecken ein, der irgendwo zwischen zitternder Angst und schweißtreibender Panik ins alltägliche Leben platzt wie die Breaking News, die sie verursachen. Jedes Mal wieder wird man dabei daran erinnert: Am Ende bleibt nur Kämpfen. Freiheit oder Tod.

Die Ostdeutschen unter uns haben das schon einmal erlebt. Und den Kampf gewonnen. Allerdings waren die Kommunisten da schon am Ende. Die Islamisten stehen erst an ihrem Anfang. Mit Einzeltätern können sie die freie Welt noch nicht besiegen. Aber treffen. Mit einer Strategie gegen die nicht mal Atomwaffen helfen. Ein Gegner, dessen Ziel es ist im Kampf zu sterben ist mit nichts mehr Angst einzujagen:

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Die einzige Möglichkeit wäre, sie davon zu überzeugen, dass man für so einen Abgang nicht ins Paradies, sondern die Hölle kommt. Dafür müssten die Bösen dem Bösen abschwören und wieder an das Gute glauben und wir müssten mit gutem Beispiel vorangehen. Aber wer unter uns glaubt noch an das Gute in uns? Medien und Politiker haben alles dafür getan uns auf die Seite der Bösen zu stellen, am liebsten wegen unserer Vergangenheit.

Die spielt in unserer Gegenwart aber gar keine Rolle. In der gehören wir zu den Guten dieser Welt und wenn das auch in Zukunft so bleiben soll, müssen wir sie heute schon verteidigen. Nicht nach dem Motto: Deutschland First! Sondern Freiheit First! Auch wenn das mehr kosten wird als gute Worte. Es sei denn, wir geben uns auf. Und wenn man den Worten im Wahlkampf lauscht, wäre das Einigen ganz recht. Für sie sind nicht die Bösen die Bösen, sondern die, die etwas gegen sie tun:

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Lieber weiter zuschauen wie Syrien eine Hölle auf Erden bleibt. So sind Menschen wie Ströbele und seine vielen Gesinnungsgenossen mitschuldig an den tagtäglichen Verbrechen dort und trotzdem gelten sie hier immer wieder als Gute. Das zeigt auch wie wir ticken. Zumal sie schon ihr Leben lang lieber auf der Seite der Bösen stehen. Nicht nur im Big Picture gesehen, erst Recht hier in Deutschland. Damals war Kohl für sie schlimmer als Honecker, so wie heute für sie Trump schlimmer ist als Assad.

Der freut sich über seine Waffenbrüder in Deutschland und schießt in die gleiche Richtung:

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Obwohl auch die sein Ende noch nicht besiegelt. Nicht solange es immer noch Menschen gibt, die ihn davor bewahren wollen. So geht der Krieg immer weiter, die Flüchtlinge werden immer mehr. Im ‚Big Picture' gesehen, wie in Deutschland. Auch das sollten Sie bedenken, wenn Sie darüber nachdenken, wem Sie ihre Stimme im September geben. Falls es Sie, also uns, dann noch gibt. Solange bleibe ich weiter für Sie da, Sie brauchen nur immer wieder kommen.

Bis zum nächsten Termin, ihr Dr. Top

mehr über den Autor gibt es hier: http://www.toponlineverlag.com

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