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Deutschland auf der Couch: Sind wir alle Saarland?

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Diese Couch gibt es ja nur, weil wir uns im ‚Superwahljahr' befinden und Wahlen uns immer wieder am besten zeigen, wie wir wirklich ticken. Erst recht, wenn jede Wahl schon vorher zur nächsten ‚Schicksalswahl' ausgerufen wird. Das ist zwar jedes mal wieder übertrieben, hat aber den Vorteil, dass jeder Wähler sich vorher noch mal extra ehrlich befragt, wem er seine Stimme gibt. Das zeigt uns dann sogar besonders genau, wie wir ticken. Und das ist ja wichtig. Denn wenn es um unser Schicksal geht, geht es um unsere Zukunft und die fängt in unserer Gegenwart an.

So wie am Sonntag, als das Superwahljahr 2017 endlich auch in Deutschland seine erste ‚Schicksalswahl' hatte und die Saarländer unter uns zeigten, wie sie ticken. Das Ergebnis ist bekannt:

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Wenn das ein erstes Zeichen für das große Finale im September ist, wird unsere Zukunft nur die Fortsetzung unserer Gegenwart. Es bleibt weiter bei der Großen Koalition.

Das ärgert den am meisten, der sich am meisten Hoffnung gemacht hatte, das zu ändern. Er hatte den Genossen der SPD sogar schon ein Angebot gemacht:

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Die ist für ihn ja keine Fremde. Als ehemaliger Chefgenosse der SPD im Saarland, der heute Chefgenosse der saarländischen ‚Linken' ist. Sogar bis unter die Haut:

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Und seitdem er auch die Genossin Sahra ‚ich bin Rosa Luxemburg', geborene Wagenknecht im Bett hatte, sogar Linksradikal:

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Seitdem ist das neue Traumpaar der ewig Gestrigen in Deutschland unterwegs um unsere Zukunft wieder in ihre roten Hände zu bekommen und das Saarland sollte der Anfang sein. Schließlich waren auch die Genossen der saarländischen SPD dem Angebot schon von Anfang an nicht abgeneigt. Und hätten sie die Wahl gewonnen, hätten sie zu dem Antrag ‚Ja' gesagt und den Bettentausch vollzogen.
Der bleibt dem Saarland nun erspart:

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Die könnte zum ersten Mal in Deutschland eine ganz neue Koalition begründen. Aber die Vorstellung mit der AfD ins Bett zu gehen, ist nicht nur für die Christen der CDU wie ein Pakt mit dem Teufel. Niemand will mit ihnen unter einer Decke stecken. Die SPD hat damit sogar Wahlkampf gemacht:

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Meinte Martin der Gerechte. Natürlich wie immer im Namen des Guten. Aber das wusste schon der Dresdner Dichter und Denker Erich Kästner:

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Und was tut er?

Wenn er wirklich glaubt, dass die AfD eine Schande ist, mit der man weder menschlich noch politisch koalieren kann, was sind dann die Linken? Die haben ja sogar ihr eigenes Guinness Buch der Rekorde, „Das Schwarzbuch des Kommunismus", in dem der größte Leichenberg aller Zeiten die Kommunisten sogar zu den größten Verbrechern aller Zeiten macht. 100 Millionen Tote sind ja ein blutiger Weltrekord. Ein paar von ihnen starben auch hier, mitten durch Deutschland, erschossen von den Genossen der SED, die heute „die Linken" heißen. Martin Schulz weiß das auch. Und wenn er wirklich so gerecht wäre, müsste er eigentlich die als Schande für Deutschland bezeichnen, die hier 40 Jahre lang wirklich Verbrechen begangen haben.

Stattdessen will er mit ihnen koalieren. Ohne dass es in Deutschland deshalb einen Aufschrei gibt. Weder moralisch noch politisch. Das zeigt auch wie wir ticken. Dabei disqualifiziert er sich schon alleine damit für den Top - Job Deutschlands, denn wer mit Verbrechern koaliert ist selbst einer und überall dort, wo das nicht mehr gilt, sind den nächsten Verbrechern und ihren Verbrechen wieder Tür und Tor geöffnet.

Im Saarland hat das zum Glück noch nicht geklappt, der rote Marsch nach Berlin fand schon am Anfang ein erstes Ende.

Ob damit aber unsere Zukunft gesichert, gar gerettet ist? Der scheint es ja ganz egal zu sein, wer in Deutschland mit wem ins Bett geht. Auch wenn der nächste Höllentrip ins Paradies nicht uns, sondern die Engländer traf. Die Schlagzeilen waren wieder groß:

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Und die Frage danach sofort, ob der die Wahl beeinflusst hat? Die Antwort kam noch vor dem Urnengang:

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Die Einen unter uns sehen das als Stärke, die Anderen als Schwäche.

Wie die Heiligen Krieger das sehen, wissen nur sie selbst und bevor sie darauf antworten können sind sie meistens schon tot. Es wird schon fast zu einem Running Gag, aber der Kandidat der sie und ihre Art zu Glauben stoppen will und kann, der fehlt nicht nur in Deutschland weiterhin. Obwohl die Sehnsucht danach immer größer wird. Aber solange unsere Volksvertreter lieber darüber streiten, wer mit wem ins Bett geht, wird das Volk auch weiter draußen bleiben. In manchen Gegenden bilden sich schon erste Bürgerwehren.

Wohin das alles führen wird? Das weiß wie immer niemand. Auch die Wahl an der Saar hat daran nichts geändert. Aber immerhin hat sie ersteinmal verhindert, dass wir zu den Islamisten jetzt auch wieder Kommunisten fürchten müssen. Es sei denn, der Rest von uns tickt nicht wie die Saarländer. Das würden zwar die meisten Nichtsaarländer von sich sagen, aber in dem Fall? War das Ergebnis eine große Koalition. Im September würde das heißen, nicht Merkel muss weg, sonder Merkel soll bleiben. Ob die Saarwähler damit die Ersten waren, die das Ergebnis der letzten Wahl des Jahres vorausgewählt haben, werden wir danach wissen. Bis dahin geht es noch durch viele Betten, aber nur auf eine Couch.

Sie brauchen nur immer wieder kommen. Bis zum nächsten Termin, ihr Dr.Top

mehr vom Autor gibt es hier: http://www.toponlineverlag.com